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Thrombophlebitis

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  • Thrombophlebitis

    Guten Morgen,

    seit Montag tut mir der Handrücken weh, es lässt sich ein harter Venenstrang ertasten, welcher über das Kahnbein und das große Vieleckbein verläuft, die perfekte Vene für einen Viggo. Da mein Hausarzt mich mittlerweile als Hypochonder und Märchenerzähler abgestempelt hatte (2009 Myokarditis /2012 TBVT v. fib. rechts / 2013 idiopatische Lungenembolie mit Infarktpneumonien etc) Wurde mir via Fernsprecher empfohlen, dass ich weiterhin NSAR einnehmen solle, zusätzlich die restlichen Antibiotika aufbrauchen soll (ich habe eine genetische Herzrhythmusstörung, weswegen ich nur bestimmte Medis nehmen darf und die habe ich meist doppelt zu Hause) und mit einer kalten Kompresse intervenieren soll. Da die Schmerzen heute morgen jedoch bis in das Schlüsselbein gezogen sind, entschied ich mich für ein D-Dimere Test und als Selbstzahler ging das recht fix, mit dem Ergebnis, leicht erhöht bei 0,65mg/l (cut-off 0,5mg/l). Ich bin dann direkt in die Notaufnahme und dort war nach erster Sichtung und Tastung der Verdacht auf eine Thrombophlebitis. Später würde ein Ultraschall der Handfläche gemacht und man konnte einen kleinen Thrombus ("Thromböschen" ca 4cm) in einer Vene ( Rete venosum dorsale manus) via Kompressionsultraschall ging es in die Ellenbeuge, die Achsel -> laut Aussage keine Thrombose bis V. subclavia. Am Hals selbst wurde ein Farbduplex gemacht, dazu wurde nichts gesagt. Therapiempfehlung wäre Heparinsalbenverband, dreimal täglich wechseln und gegen die Schmerzen NSAR. Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll, da ich mich damit nicht auskenne, bei mir schwirrt nur das Wort Thombose im Kopf herum und dann die Antikoagulanz mit NMH s.c. 2x 100mg, da es sich ja schließlich um eine Thrombose handelt, welche zur Lungenembolie werden kann. Übersehe ich etwas wesentliches, oder ist eine Thrombophlebitis halb so wild, wenn sie am Handrücken ist. Mein Hausarzt glaubte mir zum Beispiel nicht, dass dort ein Thrombus wäre, da die Notaufnahme in dem Brief ThromboPHLEBITIS geschrieben hat und für ihn dadurch nur klar ist, dass es eine Phlebitis ist, kein Thrombus...Ich habe mittlerweile den Verband gewechselt und einen neuen Klecks Creme (60000 IE) drauf. Ist dies das Standardvorgehen bei einer Thrombophlebitis und sind die an den Beinen dann gefährlicher, als an der HAnd?

    Liebe Grüße und vielen Dank für kommende Antworten Jerome


  • Re: Thrombophlebitis

    Ich würde mich den Empfehlungen Ihrer Ärzte anschließen. Das Krankheitsbild ist überschaubar und in derr regel bessert es sich in den nächsten Tagen...

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    • Re: Thrombophlebitis

      Guten Tag,

      Danke Dr. Siegers für die schnelle Antwort. Meine Hausärztin hat mir nun zusätzlich zu den Heparinverbänden, Fertigspritzen mit jeweils 100mg NMH verordnet (24 Stck, jeden Tag eine).
      Die Schmerzen in der Schlüsselbeinregion nehmen stark zu und ich steigere mich immer mehr in den Gedanken an eine Thrombose der v. Subclavia rein, mein Gedankenspiel -> Thrombophlebitis in der Hand -> Teil des Thrombus lößt sich -> setzt sich in der Subclavia fest und wächst -> Lungenembolie -> Tod (ziemlich hochgesteigert, jedoch kommen mir immer wieder die GEdanken an meine Lungenembolie von 2013 in den Kopf und die damit verbunden Panikattacken bekomme ich gerade so mit Tavor in den Griff). Ich war heute zur Kontrolle und es scheint, dass der Thrombus in der Handvene leicht rückläufig ist, ab dem Handgelenk bis hoch in die Achsel wäre alles frei, Subclavia könnte man anscheinend nicht schallen, stimmt dies?

      Gibt es noch mehr Möglichkeiten, die Thrombolyse zu beschleunigen, als sie mit HepSalbe und HepSpritzen zu unterstützen? Ggf. Kühlung o.ä.? Ist Acetylsalizylsäure als NSAR geeignet um die Entzündung zu "bhenadlen", oder eignen sich Ibuprofen besser? Habe alles zu Hause und ich jeder Wirkstärke Protonenpumpenhemmer selbstverständlich auch?

      Mit freundlichen Grüßen, Jerome

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      • Re: Thrombophlebitis

        Nein, Sie tun alles sinnvolle schon... NSAR ist ausreichend und erprobt. Kühlung hilft unterstützend!

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        • Re: Thrombophlebitis

          Danke, Dr. Siegers. D-Dimere sind wieder neg. und die Subclavia hatte freien Fluss, ebenso wie die Jungularis, Axilliaris, Brachialis. Die oberflächliche Vene war mit leichtem Druck nicht komprimierbar, als ich es versuchen durfte, ging sie komplett zu. Ich werde jetzt noch die Salbenverbände wobei ich jetzt Gel mit 160.000 IE habe aufbrauchen, ebenso wie die Clexane, dazu noch die NSAR und Kühlkompressen habe ich mitbekommen.

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          • Re: Thrombophlebitis

            Ok Ihnen alles Gute und frohe Weihnachten....

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            • Re: Thrombophlebitis

              Guten Morgen Dr. Siegers,

              vielen Dank, für Ihre Weihnachtsgrüße, ich hoffe, dass Sie auch schöne Tage hatten.

              Ich habe immernoch Schmerzen in Verbindung mit Spannungs-/ und Druckgefühlen in der rechten Schlüsselbeinregion und damit verbund Angst vor einer Thrombose. Äußerlich gibt es keine Zeichen einer Thrombose (Schwellung, Abzeichung der Venen etc.), das Spannungs-/ und Druckgefühl lässt sich durch Bewegung des Kopfes verstärken und der Schmerz durch tiefes einatmen verstärkt (stechender Schmerz).

              Die D-Dimere waren 16.12 und am 22.12 negativ. Meine Hausärztin meinte zwar, dass dies durch das Heparin kommen kann, diese Meinung teile ich jedoch nicht, damit meine ich, dass die D-Dimere auch unter Heparin aussagekräftig sind und ihre negative Aussagekraft beibehalten.

              In meinem Kopf spielt sich folgendes Szenario ab, von der Thrombophlebitis in der Hand könnte sich ein Stück gelöst haben, sich in der Subclavia festgesetzt haben und dort wachsen und schließlich zu einer Embolie führen (auch wenn es unwahrscheinlich klingt, jedoch hängt dies in meinen Gedanken fest, meine Lungenembolie 2013 trägt mit Sicherheit zu dieser Angst bei), das andere Szenario ist, dass es sich aufgrund der Schonhaltung des rechten Arms um eine muskuläre Ursache der Schmerzen handelt.

              Lässt sich eine Thrombose in dem Bereich durch einen Ultraschall sicher ausschließen, oder ist dies aufgrund der Rippenbögen nur beschränkt möglich?

              Ich bitte Sie um Ihre Meinung und wünsche Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr.

              Mit freundlichen Grüßen,

              Jerome

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              • Re: Thrombophlebitis

                Es wurden lediglich die D-Dimere erneut kontrolliert, welche neg. waren, da bereits vor zwei Wochen ein Ultraschall gelaufen ist, weigerte sich der Arzt nochmals darüber zu sehen.

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                • Re: Thrombophlebitis

                  ok , aber es wird abklingen...

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                  • Re: Thrombophlebitis

                    Guten Abend Dr. Siegers,

                    ich war heute nochmal zur Kontrolle. Die Vene am Handrücken lässt sich wieder vollständig komprimieren, ebenso die Vena cephalica und brachialis, die Vena axillari war komprimierbar, nicht gestaut und zeigte keine Abflussstörungen, ebenso war ein Flussignal sichtbar (Farbdoppler) was laut Arzt darauf hindeutet, dass im Bereich der subclavia kein Thrombus sein kann, welcher den Rückfluss zum Herzen stören würde (stimmt dies so?, ich wage mich zu erinnern, dass ich dies im Zusammenhang mit den tiefen Beckenvenen schon einmal gehört habe), einige Stellen der subclavia waren anatomisch bedingt nicht schallbar, jedoch war ein Flusssignal (Doppler) sichtbar, auch im weiteren Verlauf waren die D-Dimere unauffällig. Ein Adson-Test war ebenfalls unauffällig. Da in dem vier wöchigen Verlauf auch keine Schwellung, oder sonstiges zu verzeichnen war, wird die Akte darüber nun geschlossen.

                    Mit freundlichen Grüßen,
                    Jerome

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                    • Re: Thrombophlebitis

                      ok, das ist doch ein positiver Verlauf...

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                      • Re: Thrombophlebitis

                        Guten Abend Dr. Siegers,

                        Die V. subclavia lumenfüllend perfundiert mit unauffälliger Atemmodulation von infraclaviculär. Die Vv. axillaris, brachialos, radialis und ulnaris sind im gesamten Verlauf komplett komprimierbar ohne Nachweis einer Thrombose. Die V. cephalica sowie die V. basilica im Verlauf vollständig komprimierbar. Am Handrücken sind die oberflächigen Venen komplett komprimierbar.

                        -> Triphasische Flusssignale jeweils in der distalen A. radialis sowie A. ulnaris rechts. <-

                        was bedeutet dieser letzte Abschnitt?

                        Schmerzen in der Schlüsselbeinregion sind durch einen guten Unfallchirurgen mittlweile geklärt worden.

                        Mit freundlichen Grüßen,
                        Jerome

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                        • Re: Thrombophlebitis

                          Triphasisches Flussmuster bedeutet, dass die Arterien gesund und nicht verengt sind!

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