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3 Monate nach Thrombose

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  • 3 Monate nach Thrombose

    Ich habe nun ca. 3 Monate nach meiner Thrombose mit Komplettverschluss des Beins bis ins Becken, seid einigen Tagen Probleme mit meiner Atmung. Ich bekomme schlechter Luft, mir wird ständig leicht übel und ich habe manchmal das Gefühl ein Elefant sitzt auf meiner Brust und ich werde schnell müde. Zeitweise geht es mal wieder gut aber ich mache mir Gedanken, ob es jetzt noch zu einer Lungenembolie kommen kann ( Quickwert liegt bei 15-20 schwankend), da ja das Bein nach Untersuchung am 18.10 noch immer zusitzt. Oder kann es einfach nur die Anstrengungen der letzten 2 Jahre mit 3 großen OP`s sein, die dem Körper/Nerven zusetzten. Habe auch keinen schnellen Puls sondern für meine Verhältnisse einen eher zu langsamen Ruhepuls von 55-60 min.

  • Re: 3 Monate nach Thrombose


    Ene Lungenembolie ist bei gut eingestelltem Marcumar zwar nicht wahrscheinlich, aber leider doch möglich. Daher sollten Sie Ihren Verdacht bitte rasch abklären lassen. (Hausarzt- Überweisung Radiologie)

    Dr. Schaaf

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    • Re: 3 Monate nach Thrombose


      Hallo Frau Dr. Schaaf
      Danke für die schnelle Antwort. Ich habe vergessen zu erwähnen, das wir am Wochenende von einem 4 Stündigen Flug auf Die Kanaren nach Hause gekommen sind. Kann durch den Flug die Gefahr ein Ablösung eines Thrombus erhöht sein?? Ich habe die Bedenken als Hysterisch abgestempelt zu werden, da man halt als Thromboseopfer zu solchen Befürchtungen als leicht empfänglich gilt.
      Ich werde morgen früh jedoch sofort meinen HA aufsuchen, da heute leider Mittwoch ist.

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      • Re: 3 Monate nach Thrombose


        Wer sie wie abstempelt, kann Ihnen völlig egal sein. Es geht um Ihre Gesundheit und im Zweifelsfall sollten Sie sich immer vorstellen, dass der andere an Ihrer Stelle viel schlimmer reagieren würde.

        Ich drücke die Daumen.

        Dr. Schaaf

        p.s. Der Flug kann, muss aber nicht seinen teil dazu beigetragen haben.

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        • Re: 3 Monate nach Thrombose


          Sie sollten das unbedingt abklären lassen . Hier könnte alles Mögliche vorliegen , von " den Nerven " der Angst , bis hin zu einer Lungenembolie.Das gehört abgeklärt .
          Und eine verschlossene 4-Etagen-Thrombose dauert sehr lange , bis so was rekanalisiert ( = wieder aufgeht), manchmal geht alles weg , manchmal nichts -da muss man in Jahren denken .
          Wir machen bei derartigen 3-4 Etagen-Thrombosen bis zu 30 Tagen eine intensive Kompressionstherapie, und manchmal öffnet sich einiges .
          Manchmal bring es nichts .

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          • Re: 3 Monate nach Thrombose


            Bitte vergessen sie nicht , wenn Gerinnsel aus den Beinvenen in die Lunge geht - dann ist das zunächst normal : denn die Lunge hat u.a.die Aufgabe , die Gerinnsel aufzulösen . Aus diesem Grunde sagtman heute auch : Jeder Pat.mit Thrombose hat auch eine -oft Mini-Lungenembolie . Da sollten sie sic nicht verrückt machen , aber bei Luftnot bitte zum Arzt ,und wenn der sie " abstempelt" wechseln sie , denn sie haben ein Recht auf ihre Angst und die ist auch verständlich und begründet , aber glücklicherweise oft " unnötig " , da die Grosse Lungenembolie selten ist , und die kleinen nicht soo tragisch -schafft die gesunde Lunge aufzulösen, so nach 28 Tagen sind 85% weg vom Thrombus in der Lunge , nach einer ganz neuen Studie .

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            • Re: 3 Monate nach Thrombose


              So, ich lebe noch :-)
              Es war wirklich ein Mini-Mini Gerinnsel in der Lunge, was aber kaum noch zu erkennen war. Also wenn das Mini Mini ist, möchte ich niemals an einer akuten Lungenembolie erkranken.
              Was ist denn wenn das Bein wirklich ganz "dicht" bleibt ?? Da ich jetzt schon Probleme und Schmerzen mit dem Knöchel (Verfärbungen, dünnere Haut und Schwellungen) und der Ferse habe, wenn ich länger laufe, werde ich wohl das Los eines späteren offenen Beins für mich gepachtet haben?? Kann man da nicht noch anders vorgehen?? Ich habe mir heute, nachdem ich sehr Unzufrieden mit meinem HA und Gefäßarzt war, was Aufklärung, weiterer Verlauf und genaue Diagnose angeht, einen Termin in der Uniklinik-Düsseldorf zur genausten Kontrolle gemacht, da ich keine Lust habe, mit jungen 40 Jahren demnächst als Rentnerin da bis heute Arbeitsunfähig, durch Leben gehen zu müssen.

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              • Re: 3 Monate nach Thrombose


                Ein sogenanntes Postthrombotisches Syndrom muss überhaupt kein Drama sein - es gibt nicht sehr viele Langzeitstudien , da auch die Verläufe völlig unterschiedlich sind ; es muss auch nicht zum Offenen Bein kommen , da sieht man viele Vorboten - eine der wichtigsten :Schwellungen ,Braunverfärbungen,meist im Innenknöchelbereich, man kann so ein Ulcus cruris (Off.Bein ) immer verhindern.Sie können damit " uralt" werden, aber ich denke eine Betreuung und Begleitung ist hier zu empfehlen. Da gibt es zu viele " mysthische " Vorstellungen -muss nicht sein , ist gut zu beherrschen , bitte keine Angst .

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                • Re: 3 Monate nach Thrombose


                  Hallo,

                  sicher ist ein Verschluss von Bein und Becken ein schwerwiegender Befund, aber es ist gut, dass die TVT erst 3 Monate alt ist und Sie informieren sich schon jetzt. Sie können also die Weichen stellen.
                  Im ersten Jahr finden die meisten Reparturprozesse statt. Sie sind also noch rechtzeitig dran.

                  Was Sie tun können:
                  Kompression plus laufen plus Gerinnungshemmung.
                  Klingt vielleicht nicht aufregend, ist aber hochwirksam und wird leider oft nicht für voll genug genommen. Aber aus meiner Sicht haben Sie momenten wirklich "nichts Besseres zu tun". Zwei mal 20 Minuten täglich sind für mich Minimum. Wenn Sie mehr Zeit investieren, um so besser.

                  Wichtig: Beim Gehen darf das Bein nicht anschwellen und auch nicht anfangen zu "pumpen" oder ähnliches. Sonst brauchen Sie eine Pause.

                  Wichtig: Die Kompression muss gerade beim laufen hoch sein, ggf. zieht man zwei Strümpfe übereinander - nur fürs Gehen.

                  Problematisch: Hosen sind oft sehr unangenehm, aber nicht sehr wirksam. da muss man erfinderisch sein, z.B. Hose plus Mieder.

                  Die Prognose:
                  Lässt sich im ersten Jahr ÜBERHAUPT nicht abschätzen. Man kann sich freuen, wenn Venen rasch wieder aufgehen, aber mehr auch nicht. Also noch können Sie keine der bösen Prognosen für sich in Anspruch nehmen.

                  Nach dem ersten Jahr
                  sind immer noch Umbauprozesse möglich und an der Tagesordnung.
                  Die Würfel sind also noch lange nicht gefallen und Sie haben sie in der Hand.

                  Statistisch gesehen liegen noch 50 Jahre vor Ihnen. Die Strümpfe werden Sie wohl begleiten, aber das offene Bein ist kein Schicksal.

                  Ihre Bemühungen werden sich lohnen. Sie können morgen anfangen. Und melden Sie sich bitte, wenn Sie Tipps brauchen. Für Geduld bin ich nur bedingt zuständig

                  Dr. Schaaf

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