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Kaiserschnitt fragen !

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  • Kaiserschnitt fragen !

    Mein Termin steht.
    Am 05.02 wird unsere Motte das Licht der Welt erblicken.
    Doch habe ich ein sehr großes Problem, was mir schon peinlich ist anzusprechen.
    Ich habe die befürchtung bzw. Ängste, dass ich bei der Geburt sterben werde ! Das dies unwarscheinlich ist, weiß ich.
    Doch diese angst raubt mir jegliche Nerven.
    Darrüber reden kann ich mit niemanden wirklich. Ich weine viel aber auch das eher zurückgezogen, dass es keiner mit bekommt.

    Wovor ich so große angst habe, ist die Fruchtwasseremblie
    Diese ist bei einem Kaiserschnitt häufiger, als bei einer natürlichen Geburt.
    Jetzt wollte ich Sie mal Fragen, ob es denn auch bei einem geplanten Kaiserschnitt häufig vor kommt ?
    Oder ist es eher bei einem Not-Kaiserschnitt ?

    Ich weiß, dass bei der Fruchtwasserembolie Fruchtwasser in den mütterlichen Blutkreislauf gelangt.
    Aber ist dies nicht so oder so der Fall ?
    & ich habe eine Vorderwandplazenta, begünstigt diese nicht eine fruchtwasserembolie?
    Wie sicher ist ein geplanter Kaiserschnitt ?
    Und hätte man überhaupt eine Chance zu überleben, wenn es dazu kommen sollte ?

    Ich bin so traurig und kann mich nicht freuen. Meine Hormone gehen total mit mir durch.

    Ich danke Ihnen fürs lesen und auch für ihre bemühung hier in diesem forum !


  • Re: Kaiserschnitt fragen !

    Hallo Juliamaus,

    die Mütttersterblichkeit ist enorm zurück gegangen und liegt in den letzten Jahren bei ca. 5 Frauen von 100.000 Lebendgeburten. Darunter sind nicht nur die Geburten erfasst, sondern alle Fälle rund um Schwangerschaft bis Ende des Wochenbetts.
    Deutschland gehört weltweit zu den Ländern mit der geringsten Müttersterblichkeit!
    Zu Ihren Fragen:
    "Jetzt wollte ich Sie mal Fragen, ob es denn auch bei einem geplanten Kaiserschnitt häufig vor kommt ?
    Oder ist es eher bei einem Not-Kaiserschnitt ?"
    Wie ich in einem anderen Beitrag Ihnen bereits geschrieben habe, je dringlicher der Kaiserschnitt durchgeführt wird, desto gefährlicher. Ein geplanter Kaiserschnitt in Ruhe ist von den Schnittentbindungen der risikoärmste.
    "Ich weiß, dass bei der Fruchtwasserembolie Fruchtwasser in den mütterlichen Blutkreislauf gelangt.
    Aber ist dies nicht so oder so der Fall ?"
    Nein, da es zwar blutet bei einem Kaiserschnitt und Fruchtwasser abgeht geht- aber normalerweise kein Rückstrom in die Gefäße erfolgt.

    " & ich habe eine Vorderwandplazenta, begünstigt diese nicht eine fruchtwasserembolie?"
    Ja, das kann das geringe Risiko etwas erhöhen.

    "Wie sicher ist ein geplanter Kaiserschnitt ?"
    Je weniger Risikofaktoren eingebracht werden, desto geringer ist einfach das Risiko. Ein geplanter Kaiserschnitt ist sicherer als ein Kaiserschnitt beispielsweise bei vollständig geöffnetem Muttermund etc.
    Es besteht ein erhöhtes Risiko für Endometritis (Gebärmutterentzündung), urogenitaler Infektionen, Wundinfektionen, allgemeine operative Komplikationen und Thromb-embolische Prozesse.

    "Und hätte man überhaupt eine Chance zu überleben, wenn es dazu kommen sollte ?"
    Bei einer Fruchtwasserembolie ist die mütterliche Mortalität mit 30–90% relativ hoch. Je schneller und besser behandelt wird desto besser ist die Überlebenschance.

    Es ist gut, dass Sie Ihre Ängste bearbeiten und anschauen- aber insgesamt müssen Sie trotz Ihres Hormonhaushaltes realistisch bleiben und für sich feststellen, dass einiges geschehen kann aber eine Fruchtwasserembolie sicherlich nicht dazu gehören wird. Sie haben ganz bald Ihre Motte im Arm und ohne Geburt bzw. Entbindung wird es leider nicht klappen.

    Viele Grüße
    Annette Mittmann

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