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Diagnose?

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  • Diagnose?

    Mein Vater hat heute den Befund seiner Gewebsentnahme bekommen.
    Diagnose:
    In einem Drittel der untersuchten Zellen wurden Turmorzellen festgestellt.
    Durch Ultraschall (oder Röntgen, ich weiss es nicht genau) und durch Tasten konnte nichts festgestellt werden.
    Der PSA-Wert liegt glaube ich bei 7 (sicher aber unter 10)
    Der Artzt rät zu einer "nervenschonenden" Operation in der MEDAK-Dresden.
    Vor der Untersuchung hatte er Beschwerden beim Wasserlassen.
    Mein Vater ist jetzt 58 Jahre alt.

    Was bedeutet diese Diagnose???? Wie sind die Chancen auf Heilung??? Ist der Anteil von einem Drittel hoch??


  • RE: Diagnose?


    Hallo Uwe,
    die Angaben, die Sie bezüglich der Tumorerkarnkung Ihres Vaters gemacht haben sind zur genauen Beurteilung der Chancen und Risiken noch nicht ausreichend. Für eine genaue Beurteilung fehlt noch der sog. Gleason Wert. Die Aussage, daß ein Drittel der Zellen befallen sind ist auch ungenau. Sind das einDrittel in jeder Biopsie oder ein Drittel der Biopsien. Wurde der Tumor nur auf einer Seite festgestellt oder auf beiden. Diese Informationen wären noch wichtig. Der PSA unter 7 ist günstig; auch daß im Ultraschall und durch das Tasten der Tumor nicht festgestellt werden konnte, ist günstig. Bitte übersenden Sie mir noch die restlichen Informationen dann kann ich IHnen auskunft über die möglichen Therapieoptionen und der Heilungschancen geben.

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    • RE: Diagnose?


      Hallo Herr Dr. Kahmann,

      Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
      weitere Informationen darüber habe ich momentan leider nicht.
      Sobald ich wieder mit meinem Vater telefoniert habe, melde ich mich.

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      • weitere Informationen


        Hallo Dr. Kahmann,

        über den Gleason-Wert wusste mein Vater leider nichts.
        Er hatte vom Arzt die Information bekommen, das in vier von 12 Biopsien (12 Gewebsproben wurden entnommen) Tumorzellen festgestellt wurden.
        Über die betroffene(n) Seite(n) hatte er leider auch keine Informationen.

        Noch eine andere Frage:

        Bedeutet die "Nervenschonende" OP-Methode eine Endoskopische Operation? Welche Kliniken wenden diese in Sachsen an?
        Der Arzt meinte, das er ihn an die "Universitätsklinik" überweist. Nun wissen wir nicht, ob Dresden oder Leipzig gemeint ist.

        Vielen Dank.

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        • RE: weitere Informationen


          Hallo Uwe,
          zunächst zu Ihren Fragen: nervenschonende Operation hat etwas mit der Präparation der Prostata und der Nerven-Gefäßstränge, die an der Prostata entlang zum Schwellkörper ziehen und für die Potenz zuständig sind, zu tun. Dies kann sowohl offen chirurgisch als auch laparoskopisch als sog. Schlüssellochchirugie erfolgen. Die endoskopische/laparoskopische OP wird in Sachsen auch angeboten. In Leipzig gibt es einen sehr guten Operateur, der die sogenannte endoskopische extraperitoneale Prostatektomie durchführt. Ich habe anlässlich des Urologenkongresses in Hamburg eine Live-Übertragung einer solchen Operation geehen und war begeistert. Der Kollege heisst Stolzenburg, ist aber nicht in der Uni sondern meines Erachtens im KH St. Georg. Leider benötige ich zur genauen Abschätzung und Beratung weiterhin die Angaben zur Histologie. Falls Sie dies weiterhin wünschen, müssten Sie sich eine Kopie der Histologie vom Urologen geben lassen und mir zuschicken.

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          • nach Operation


            Hallo Dr. Kahmann,

            vielen Dank für Ihre bisherige Hilfe und ein gutes neues Jahr.

            Mittlerweile wurde mein Vater in Dresden (Uniklinik) operiert (8.1.04). Eine endoskopische Behandlung konnte leider nicht angewendet werden.
            Es wurden außer der kompletten Prostata auch noch ein oder mehrere (weiß ich nicht genau) Lymphknoten zur Untersuchung entfernt. Der Befund über das entnommene Gewebe steht noch aus.

            Er hat die Operation augenscheinlich sehr gut überstanden und soll schon morgen (5 Tage nach der OP) entlassen werden. Nach ca. 20 Tagen soll dann der Katheder in der Klinik entfernt werden.
            Ist so eine frühe Entlassung üblich? Am Anfang wurde von ca. 10 Tagen Aufenthalt gesprochen.

            Außerdem habe ich im Zusammenhang mit Prostatakrebs gelesen, das dieser zuerst in die Knochen "streut" und die deshalb daraufhin untersucht werden sollen.
            Nun meinte aber der Arzt in Dresden, das dies aufgrund der Werte nicht notwendig wäre.
            Den kompletten KH-Einlieferungsbefund habe ich als Fax vor mir liegen.
            Der Gleasonwert liegt bei 6
            Prostata 66 qcm
            Wenn sie möchten, kann ich Ihnen den Befund faxen.

            Vielen Dank für Ihre Antwort.

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