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Metastasen

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  • Metastasen

    Sehr geehrter Herr Dr. Kahmann,

    bei meinem Onkel (56) wurde ein Prostatakarzinom mit Metastasen in den Knochen festgestellt. Der Tumor konnte nicht operiert werden, da der Tumor groß war und da die Nieren in ihrer Funktion beeinträchtigt. Letzteres hat sich, meines Wissens, normalisiert.
    Zur Zeit absolviert er eine Hormontherapie und hat auch eine Chemo (bzw. ein Zyklus?) hinter sich. Die Prognose lautet auf 5-7 Jahre Überlebenszeit.

    Die Ärzte im KH waren in Ordnung. Mit dem Urologen vor Ort kommt er nicht so klar u.a. da er ihn seine Fragen nur lax beantwortet.und für meinen Onkel auch der weitere Ablauf unklar ist z.B. weiß er nicht, wann ein erster Kontrolltermin stattfindet, wo man schaut, ob die Therapie angeschlagen hat, ob sich der Tumor und die Metastasten verändert haben.

    Das fördert nicht das Therapievertrauen.
    Somit richtet er nun sein Augenmerk auf klinische Studien.

    Meine Fragen:
    Wo bekommt man Infos zu klinischen Studien für Patienten mit Prostatakarzinom mit Metastasen?
    Ist eine Zweitmeinung sinnvoll und falls ja, wo kann er diese bekommen?
    Kann er die Therapien nicht auch im KH oder bei einem anderen Arzt durchführen lassen?

    Viele Grüße,
    Caroo


  • Re: Metastasen


    p.s.

    Mein Onkel wohnt in der Nähe von Potsdam.

    Gruß
    Caroo

    Kommentar


    • Re: Metastasen


      Hallo Caroo,

      auf der BPS-Homepage finden Sie unte Medizinisches/Studien einige Studien:

      http://www.prostatakrebs-bps.de/inde...135&Itemid=222

      Mehr Informationen finden Sie im Studienregister der Deutschen Krebsgesellschaft unter www.studien.de (Urologische Tumoren/Prostatakrebs).

      Wir sind im Rahmen des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. zur Zeit dabei, in obigem Register ein natioales Studienregister zum Prostatakrebs aufzubauen. Wir stehen erst am Anfang; aber immerhin finden Sie dort bereits 25 erfasste Studien, insbesondere zum fortgeschrittenen Prostatakarzinom mit Metastasen.

      Achten Sie aber auf die Ein- und Ausschlusskriterien. Manche Studien schließen mit Chemotherapie vorbehandelte Teilnehmer aus.

      Herzliche Grüße

      Hansjörg Burger
      Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Rhein-Neckar e.V-.

      Kommentar


      • Re: Metastasen


        Die Möglichkeiten, sich über Studien zu informieren hat Burger bereits freundlicherweise dargelegt.
        In Berlin gibt es einge Prostatazentren (z.B. Bndeswehrkrankenhaus in Mitte, Prostatakarzinomzentrum der Charite, Unfallkrankenhaus Berlin) , bei denen Sie sich eine zweite Meinung einholen können. Dies ist zu empfehlen, Dort werden Ihnen auch die derzeitigen Studien dargelegt.

        Kommentar



        • Re: Metastasen


          Vielen Dank für die Studieninfos, Herr Burger!
          Viel Erfolg beim Aufbau des Registers!

          Ich habe recherchiert und gesehen, dass es von der Berliner Selbsthilfegruppe auch Vorträge organisiert werden. Das ist vielleicht auch etwas für meinen Onkel, denn er hat ein großes Informationsbedürfnis und Interesse - nur kein Internet. :-)

          Viele Grüße,
          Carroo

          Kommentar


          • Re: Metastasen


            Vielen Dank für die Hinweise, Dr. Kahmann!

            Die Kontaktdaten der Prostatazentren BWKH und Charite habe ich eben rausgesucht und an die Familie weitergeleitet. Nun wird beraten.

            Braucht man für eine Zweitmeinung eine Überweisung?
            Bezahlt das die Krankenkasse oder man selbst?

            Viele Grüße,
            Caroo

            Kommentar


            • Re: Metastasen


              Man benötigt eine Überweisung des Urologen, dann zahlt die Kasse die Beratung.

              Kommentar



              • Re: Metastasen


                Kann der Urologe sich weigern solch eine Überweisung auszustellen?

                Kommentar


                • Re: Metastasen


                  Könnte er machen. Normalerweise ist es aber kein Problem, wenn man sich nochmals beraten lassen möchte. Ansonsten kann sicher auch der Hausarzt die Überweisung ausstellen. Da müssten Sie sich bei den Zweitmeinungszentren erkundigen, ob diese eine Überweisung vom Hausarzt annehmen können.

                  Kommentar


                  • Re: Metastasen


                    An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön!!!

                    Caroo

                    Kommentar



                    • Re: Metastasen


                      Hallo Caroo,
                      eine Zweitmeinung vor einer so wichtigen Therapieentscheidung ist nichts Anrüchiges und sollte vom behandelnden Arzt auch nicht als Herabsetzung gedeutet werden. Mein Arzt hat mir vor der Therapie sogar angeraten noch eine Zweitmeinung einzuholen.

                      Kommentar


                      • Re: Metastasen


                        Ich bin heute zum ersten Mal in diesem Forum und möchte Ihnen ein wenig Mut machen.
                        Bei meinem Mann ( 60 J.) wurde im März ebenfalls ein P-Ca mit Knochenmetas. diagnostiziert. Ich selbst bin OP-Schwester und kenne mich " etwas" aus. Wurde abgeklärt, um welche Art von Metas. es sich bei Ihrem Onkel handelt? Osteoblastisch oder osteolytisch? Wo sitzen denn die bösen Untermieter? Bei einzelnen Metas. besteht die Möglichkeit einer operativen Entfernung. Leider streut das P-Ca recht früh in die Knochen und leider auch meist diffus. Wurde über eine Bestrahlung nachgedacht? Mein Mann hat hier gute Erfolge, seine Metas. "ruhen" zur Zeit. Auch die 4 - wöchige Gabe von Zometa ist dringend erforderlich. Wie war denn der Gleason-Score Ihres Onkels?
                        Man kann heute einiges tun, um die Krankheit, die in diesem Stadium nicht mehr heilbar ist, zu bekämpfen ! Der Hinweis, daß man den Tumor Ihres Onkels nicht mehr operiert hat, weil dieser zu groß sei, ist sachlich völlig falsch.

                        Herzliche Grüße
                        andreah

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