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Hypopharynxkarzinom

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  • Hypopharynxkarzinom

    Sehr geehrter Herr Prof. Wust,

    nachdem unser Hausarzt am 07.06.02 diese Diagnose stellte ( übrigens vertraue ich im voll - da er mein Hypophysenadenom nach vergeblichen Versuchen anderer Ärzte
    erkannt und nunmehr seit ca. 5 Jahren mittels Pravidel 5mg (2x täglich) im Griff hat) habe ich mich vor geraumer Zeit bei Ihnen vorgestellt.
    Sie haben uns zu einer OP geraten. Mein Mann hat sich dagegen entschieden (verständlich).

    Nun hat mein Mann die Radio/Chemo hinter sich.

    Der Befund der Nachuntersuchung:

    CT-Hals mit KM:
    i.v. Injektion von 120 ml Imeron 300.

    In einem Befund des Halses v. 17.06.02 war ein craniocaudal 4,5 cm, transversal 3,5 cm und ap ( ????) 2,5 cm großér, gut abgrenzbarer linksseitiger
    Zungengrundtrumor beschrieben worden.
    Vorbehaltlich der Sensitivitätsunterschiede, die sich für den Vergl. einer MRT mit einer CT Untersuchung ergeben, ist der beschriebene Tumor im heutigen CT
    nicht mehr zu erkennen.
    Allgemeine Schwellung der Orpharynx-/Hypopharynxweichteile, subcutane Fettgewebsinjektion ohne nennenswerte Seitendifferenzen.
    Bds. zervikal kleinere, nicht tumortypisch veränderte LK.
    5 mm großer LK rechts paramedian prähyoidal.
    Im Lungenfenster: keine Rundherde.
    Im Knochenfenster: " Verschattung" des rechten Antrum.
    Keine metastasenverdächtigen Osteolysen.

    Heute war die 1. Untersuchung beim HNO-Prof. (Seiner Meinung nach positive Auskunft).
    Die Nachuntersuchungen sollen in 3 Monaten erfolgen.

    Lieber Herr Prof. Wust,
    als Ehefrau des Betroffenen habe ich mich fast täglich - vor allem bei Ihnen- im Internet befragt.

    Die momentane Diagnose ist sehr beruhigend für mich - und vor allem für meinen Mann.

    Allerdings weiß ich auch, daß die Heilungschance bei Hypopharynxkarzinomen sehr gering ist, da die Nachuntersuchungen nur den oberen Teil des Eisbergs erschließen, der Befund meist spät erkannt wird.
    Mein Mann ist seit ca. 4 Jahren Nichtraucher und trank bis zur Diagnose ca. 2-3 halbe Bier täglich, war selbständig und keineswegs Alkoholiker.
    Ich bin trotzallem sehr positiv und möchte das auch auf meinen Mann übertragen (der sich z.Zt. noch nicht mit seiner Krankheit auseinandersetzen kann und will).

    Wie beurteilen Sie die Chancen für uns. Ich bitte um Ihre ehrliche Antwort.
    Schöne Sprüche wie " Es wird schon wieder!" und Ähnliches (vor allem von Verwandten) mag ich nicht mehr hören.
    Ich kenne und liebe meinen Mann seit ca. 30 Jahren und denke, daß es mir zusteht zu wissen, wie lange ich Ihn noch -zumindest lt. Statistik- bei mir haben kann.

    Ich möchte gerne von Ihnen wissen, wie Sie unsere Chancen sehen - um sich darauf einstellen zu können, und fallls alles anders kommt (negativ wie auch positiv)
    ist es auch in Ordnung.

    Ich denke keiner kann Gewissheit geben - aber Menschen die täglich mit der Krankheit Krebs zu tun haben - wie Sie - können uns zumindest weiter helfen.

    Ich bedanke mich herzlichst für Ihre Antwort, da es wenig Möglichkeiten gibt, ehrliche Antworten zu erhalten.
    Drum - Bitte an Sie - nichts verschönigen- sondern klare Hilfestellung -.

    Lieben Dank an für Hilfe und Ihre Antwort.

    Herzliche Grüße aus 93138 Lappersdorf bei Regensburg
    email: Renate-Karl@t-online.de

  • RE: Hypopharynxkarzinom


    Bei Ihrem Mann liegt offenbar eine komplette Rückbildung eines (inoperablen?) Hypopharynx- oder Zungengrund (?) – Karzinoms vor. Ganz generell liegt die 3-5 Jahres-Überlebensrate in solchen Fällen bei 30-50%. Die Chancen stehen also gar nicht so schlecht. Allerdings ist diese Angabe nur ein Anhaltspunkt, zumal ich die wichtigen prognostischen Faktoren bei Ihrem Mann (TNM-Stadium u.a.), ja noch nicht einmal das Alter und die durchgeführte Therapie kenne.

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