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Nierenkrebs

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  • Nierenkrebs

    Bei meinem Vater wurde vor ca. 1 Woche ein Nierentumor entdeckt (durch eine Metastase am Hüftknochen, die ihm bereits seit 10 Monaten schlimme Schmerzen bereitet - wie kann das eigentlich passieren? Es wurden Röntgenaufnahmen gemacht, mehrere Ärzte haben ihn untersucht, wie kann so etwas so lang übersehen werden?).
    Im Laufe der Untersuchungen sind weitere Metastasen im Schädelknochen, in der Lunge, im Hüftbereich, in den Beinen und Füssen entdeckt worden. Chemotherapie wurde abgelehnt weil das zu gefährlich ist. Er ist jetzt 61...

    Gibt es noch Behandlungsmöglichkeiten?
    Vielen Dank für Ihre Mühe...

  • RE: Nierenkrebs


    So eine Geschichte ist leider nicht so ungewöhnlich. Die Patienten werden beim Orthopäden behandelt, der nicht in erster Linie an ein Krebsleiden denkt, sondern an die üblichen Altersveränderungen. Leider führen Orthopäden dann selbst die Röntgenuntersuchungen durch, verstehen aber nicht so viel von der Bildbeurteilung wie die Radiologen. Vor allem werden dann mitunter nicht die notwendigen Zusatzuntersuchungen gemacht wie CT oder Knochenszintigramm, die dann die Diagnose erbringen würden.
    Allerdings: frühere Diagnose hätte jetzt auch nicht den Verlauf wesentlich verändert. Hinsichtlich der Knochenmetastasen ist jetzt in den schmerzhaften Bereichen eine Bestrahlung empfehlenswert. Chemotherapie ist beim Hypernephrom (ich vermute, es ist ein Hypernephrom) nicht sehr wirksam. Es gibt aber immuntherapeutische Ansätze – diese werden von Urologen an Uni-Kliniken angeboten (z.B. an der Charité Berlin, Prof. Loening). Auch diese Therapien sind nicht sehr effektiv (und leider auch nicht ganz nebenwirkungsfrei), aber es ist vielleicht eine Chance.

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