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Tumor wurde entfernt - nun wieder da?

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  • Tumor wurde entfernt - nun wieder da?

    Hallo!

    Mein Name ist Jana und ich bin 17 Jahre alt. Wie Ihr seht bin ich neu, aber ich brauche DRINGEND eure Hilfe in diesem Forum geht es nicht um mich. Es geht um meine Mutter sie ist 48 und im Juni diesen Jahres wurde ein Tumor in ihrem Kopf festgestellt!
    Er wurde im Juli entfernt - sie macht jedoch weder Chemo-, noch Strahlentherapie - der Grund: Sie hält von all dem nichts und versuchte mit anderen Mitteln zu schauen das der Tumor nicht wieder kommt! Ihr ging es bis vor 2 Wochen sehr gut und keine hatte Zweifel dass wir das alles hinter uns haben... jetzt aber hat sich alles von einen auf den anderen Tag verändert! Sie ist wieder umgefallen, hat Anfälle und alle Symptome wie am Anfang!

    Ihr fällt es schwer dinge zu tun, sie vergisst Dinge (unsere Namen, u.s.w ...) BITTE HELFT MIR .. WIE KANN ICH IHR HELFEN?

    Brauche sofort Hilfe, Zeit spielt hier eine große Rolle!!!!!

    Danke!


  • Re: Tumor wurde entfernt - nun wieder da?


    Hallo,

    viele Hirntumore wachsen "infiltrierend", d.h. man kann sie bei der Operation nicht vollständig entfernen. Tumorzellen verbleiben an verschiedenen Stellen im Gehirn. Diese Zellen versucht man dann mit Strahlen und/oder chemischen Substanzen noch zu beseitigen, so weit es möglich ist.

    Bei bestimmten Hirntumoren ist - trotz vieler Fortschritte der Medizin - eine dauerhafte Heilung leider nicht möglich. Man operiert, bestrahlt usw., nach einiger Zeit kommt der Tumor aber trotzdem wieder. Ob das bei Ihrer Mutter jetzt der Fall ist, weiß ich natürlich nicht. Das kann nur durch spezielle Untersuchungen geklärt werden.

    Wenn Ihre Mutter eine von den Ärzten empfohlene Bestrahlung/Chemo abgelehnt hat, war das vermutlich keine so gute Idee. (Vielleicht hatte sie Angst vor Nebenwirkungen?) Sie sollten ihr aber keine Vorwürfe machen, das würde jetzt nicht weiterhelfen.

    Falls es in den letzten Tagen noch nicht geschehen ist, sollte sich Ihre Mutter **umgehend** ärztlich untersuchen lassen! Evtl. muß wieder ein MRT gemacht werden, um zu sehen, was im Gehirn los ist. Vielleicht ist dann auch eine erneute OP notwendig (wenn sie möglich ist).

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    • Re: Tumor wurde entfernt - nun wieder da?


      Was kann bei einer erneuten Operation alles schief gehen?

      Was wäre wenn sie sich nicht wieder operiernen lässen würde?

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      • Re: Tumor wurde entfernt - nun wieder da?


        [quote Jannahh]Was kann bei einer erneuten Operation alles schief gehen?
        Was wäre wenn sie sich nicht wieder operieren lassen würde?[/quote]

        Hallo,

        ich kann Ihnen dazu aus der Entfernung nicht viel sagen. Sie haben auch nicht geschrieben, welche Art von Tumor bei Ihrer Mutter operiert wurde. (Astrozytom? Welcher Grad? Evtl. Glioblastom?)
        Bei Hirntumoren (bzw. bei Verdacht auf ein Rezidiv) ist Betreuung durch ärztliche Spezialisten notwendig -- hauptsächlich Neurologen und Neurochirurgen.

        Falls es Ihrer Mutter sehr schlecht geht (körperlich oder psychisch bzw. mental), sollten Sie auch keine Scheu haben, ggfs. den ärztlichen Bereitschaftsdienst oder Notarzt zu rufen. Dieser kann entscheiden, ob eine Einweisung in's Krankenhaus notwendig ist.

        Gute Wünsche,
        th.

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        • Re: Tumor wurde entfernt - nun wieder da?


          Leider schreiben Sie nicht, wie die genaue Tumordiagnose bei Ihrer Mutter lautete. Da ihr offenbar eine postoperative Strahlen- und Chemotherapie (RCT) empfohlen wurde, könnte es sich um ein Glioblastom handeln (das wäre die häufigste Tumorart). Man muss davon ausgehen, dass jetzt nach 5 Monaten schon wieder ein Rezidivtumor gewachsen ist. Auf jeden Fall ist eine erneute Operation eine vernünftige Option. Das sollte geprüft werden. Diesmal wäre eine Nachbehandlung (RCT) dringend zu empfehlen. Sie haben ja selbst erlebt, wie kurz die Zeit bis zum Nachwachsen des Tumors ist. Da erwartet man erheblich längere tumorfreie Zeiten mit Hilfe einer Nachbehandlung.
          Ist eine erneute Operation nicht möglich, bleibt die alleinige RCT, die leider nicht so gute Ergebnisse bringt. Falls Ihre Mutter sämtliche Therapien ablehnt, muss man bei den schon bestehenden Beschwerden von einem schnellen und ungünstigen Verlauf ausgehen.

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          • Re: Tumor wurde entfernt - nun wieder da?


            Danke für die Antworten, habe mich wirklich darüber gefreut.

            Aber es hat sich wiedermal bestätigt was ich mich schon dachte.. -Die einzige Möglichkeit die Sie alle vorschlagen íst entweder die Strahlen-, bzw. Chemotherapie, oder sich mit einem Artz in Verbindung zu setzten der logischerweise genau dasselbe sagen wird.
            Eine weitere Operation steht für meine Mutter nicht in Frage. Leider habe ich Vermutungen wodurch der Tumor ausgebrochen sein könnte! Sie hatte eine wirklich schwere Kindheit.. aber rückgängig machen kann man das alles nicht mehr. Und helfen wird mir diese erkenntnis auch nichts.
            Ich danke Ihnen trotzallem für die Informationen.

            Nur hätte ich noch eine allerletzte Frage. Was halten Sie von Alternativmedizin?
            In Bezug jetzt auf Krebs.

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            • Re: Tumor wurde entfernt - nun wieder da?


              Leider haben Sie die Diagnose immer noch nicht mitgeteilt. Ich gehe davon aus, dass es sich um ein Glioblastom handelt. Bei einem Glioblastom haben auch die etablierten Verfahren nur begrenzte Wirksamkeit. Eine Heilung ist kaum möglich (oder zumindest sehr unwahrscheinlich). Die Alternativmedizin wird kaum in der Lage sein, den Krankheitsverlauf beim Glioblastom zu beeinflussen. Das ist reines Wunschdenken. Das Rezidiv ist offenbar da und wird in kurzer Zeit zu einer Verschlechterung der klinischen Situation führen, wenn jetzt keine Therapie erfolgt. Ich fürchte, dass hier eine Operation die einzige schnell wirksame Option ist, mit der noch eine Chance besteht.

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