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Krebsverdacht?

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  • Krebsverdacht?

    Sehr geehrter Herr Dr. Wust,
    Bei einer urologischen Abklärung wurde mir der Verlust des Blasenfüllungsgefühls, das ich seit längerer Zeit beim Hausarzt beklagte, bestätigt. Die entsprechenden Nerven scheinen nicht mehr zu funktionieren. MS wurde ausgeschlossen, ebenfalls Rückenmarkstumor. Operationen, die für die Nervenschädigung/-zerstörung verantwortlich sein könnten, gab es keine.
    Im MRT Abdomen wurden lediglich Zysten an der Gebärmutter festgestellt (vermutlich Ovula nabothi), PAP-Werte waren jedoch in Ordnung, Ultraschall ebenfalls). Magen-Darm-Spiegelung ohne Befund. Blasenspiegelung makroskopisch ohne Befund.
    Was kann Ihrer Meinung noch zu weiterer Diagnostik beitragen?
    Welche Art Tumor würde überhaupt in Frage kommen und wie könnte man ihn finden, wenn nicht durch Bildgebung?
    PET im Uro-Genitalbereich sei nicht sehr zielführend, wurde mir auf Anfrage erklärt.

    Vielen Dank für Ihre Bemühungen
    Romea

  • Re: Krebsverdacht?


    Um eine Raumforderung im Bereich des Spinalkanals (Höhe L5 – S3) und eventuell weiter peripher im Verlauf des Plexus sacralis auszuschließen, bedarf es sehr subtiler MRT-Untersuchungen, ev. mit Kontrastmittel (auch Myelographie). Ich bin mir nicht sicher, ob diese MR-Untersuchungen der Wirbelsäule durchgeführt wurden. Letztlich muss man auch eine RF vor dem Kreuzbein bzw. hinter der Blase ausschließen. Um die knöchernen Strukturen besser zu beurteilen, wäre auch ein CT (Knochenfenster) sinnvoll. Ein CT ist als ergänzende Untersuchung zu empfehlen und eigentlich auch ein Knochenszintigramm (was für Knochenumbau am empfindlichsten ist). Zunächst sollten die bildgebenden Verfahren in der beschriebenen Form ausgeschöpft werden. Erst wenn man nichts findet, muss man weiter sehen.

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    • Re: Krebsverdacht?


      Sehr geehrter Herr Prof. Wust,
      Herzlichen Dank für die ausführliche Information.
      Für mich bleibt nun die Frage, wie ich zu diesen gründlichen Untersuchungen kommen soll.
      Hausarzt, Neurologe, Urologe, Gynäkologe sind sich einig, dass mit den von mir beschriebenen Untersuchungen (da fehlen allerdings Myelographie, CT-Knochenfenster, Knochenszintigramm) alles Notwendige getan wurde.
      Wie würde man denn eine RF vor dem Kreuzbein oder hinter der Blase ausschließen? Genügt da auch nicht das normale MRT?
      Welchen Rat geben Sie mir als Patientin, wenn die Ärzte keine weiteren Untersuchungen veranlassen? Habe ich die Möglichkeit auf Eigeninitiative bsw. ein Knochenszintigramm zu erbitten (mir wurde gesagt, dies werde nur bei bestehender Krebsdiagnose zum Metastasenausschluss im Knochenbereich eingesetzt).
      Vielen Dank für eine Antwort im Voraus
      romea

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