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Malignes Melanom

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  • Malignes Melanom

    Hallo,

    Mir wurde letzes Jahr am Rücken ein Muttermal entfernt , das sich als malignes Melanom herausstellte.
    Jetzt meine Frage: Wenn ich in die Sonne gehe, (natürlich nicht übertrieben lange), und nur die Arme und Beine beschienen werden, kann sich dann an einer anderen Stelle z.B. am Rücken wieder ein Melanom bilden? Oder wächst sowas nuran der Stelle, die direkt den Sonnenstrahlen ausgesetzt ist?
    Ich frage nur, weil ich einen Beruf ausübe, wo ich viel im Freien bin.

    Liebe Grüsse
    Birgit


  • Re: Malignes Melanom


    Der Risikofaktor UV-Licht wirkt nur an der exponierten Haut. Also hilft Abdecken der Haut durchaus. Außerdem möchte ich an Sonnenschutz-Creme erinnern.

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    • Re: Malignes Melanom


      Hallo Birgit,
      Melanome wachsen durchaus auch an Stellen, die nie der Sonne ausgesetzt waren. Wenn also die Sonne die Melanomgefahr erhöht, dann sollte möglichst der ganze Körper (auch Arme und Beine) geschützt werden.
      Mein Mann war NIE "Sonnenanbeter", er ging grundsätzlich nur in langen Hosen und T-shirts nach draußen. Trotzdem hatte er ein Melanom unterhalb der Brust. Bei ihm spielt vermutlich eine genetische Komponente mit, da er von seinem Vater Hunderte von Muttermalen geerbt hat.
      Aber ganz genau ist die Entstehung von Malignen Melanomen bis heute nicht erforscht. Es ist also besser für MM-Patienten, nach draußen möglichst ganzkörpergeschützt zu gehen.
      Gruß,

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      • Re: Malignes Melanom


        Natürlich kann ein MM auch in Bereichen entstehen, die nicht mit UV-Licht exponiert waren. Sonnenexposition ist ja nur ein Faktor in der Entstehung eines MM. Aber das UV-Licht kann nur da zur Risikoerhöhung beitragen, wo es direkt auf die Haut fällt. Mit dem „Ganzkörperschutz“ sollte man es vielleicht nicht übertreiben. Man sollte sich aus meiner Sicht nur nicht extra in die Sonne setzen (oder allenfalls kurze Zeit). Es gibt ja auch schattige Plätze.

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        • Re: Malignes Melanom


          Hallo,
          ich war heute beim Hautarzt und er hat ein Muttermal gefunden, das er gerne entfernen würde. Am 20.09 ist es soweit. Der Arzt meinte aber, er glaubt nicht, "dass es was ist".
          Mein Muttermal ist ca. 0,3 com groß( nicht tief sondern horizontal auf der Haut). Falls das Melanom nun doch bösartig sein sollte, kann es dann schon Metastasen gestreut haben oder wäre es wenn dann sowieso noch in einem Anfangsstadium? Denn wenn es das nicht wäre, hätte mich der Arzt mit der operativen Entfernung doch nicht noch 5 Wochen warten lassen, oder?

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          • Re: Malignes Melanom


            Es ist nach der Einschätzung Ihres Hausarztes sehr unwahrscheinlich, dass ein malignes Melanom vorliegt. Wenn es doch eines wäre, würde man es nach der histopathologischen Aufarbeitung erfahren. Dann ist die Eindringtiefe für die Prognose (also auch die Frage nach Metastasen) entscheidend – und diese Tiefe kann man jetzt von außen nicht kennen. Aufgrund der Kleinheit der Läsion ist vermutlich diese Eindringtiefe ebenfalls gering (am besten < 1 mm), so dass Ihre Prognose in jedem Fall (auch unter der ungünstigsten Annahme) sehr gut ist und Sie sich keine übertriebenen Sorgen machen sollten.

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            • Re: Malignes Melanom


              Vielen Dank für Ihre Antwort!

              Nach exakt 1 Woche nach der Entfernung des Muttermals habe ich einen Urlaub auf Fuerte Ventura gebucht. Kann ich mit der Narbe ins Meerwasser? Sonne lasse ich sowieso nur selten an meine Haut, habe meistens ein T-Shirt an...

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              • Re: Malignes Melanom


                Wenn die Wundheilung planmäßig verläuft, rechnen wir 10 Tage. Vielleicht geben Sie noch ein paar Tage dazu. Bei einer sehr kleinen Wundfläche könnte es etwas schneller gehen. Vielleicht sehen Sie mal selbst, ob die Narbe reizlos ist und schon eine ausreichende Barriere zum Körper bildet.

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                • Re: Malignes Melanom


                  Hallo Prof Wust,
                  kann man Ihnen auch eine Privatnachricht zukommen lassen? ich hätte eine private Frage zu malignen Melanomen und Aderhautmelanomen?
                  lg

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                  • Re: Malignes Melanom


                    In diesem Forum werden ja keine (echten) Namen mitgeteilt, es ist also anonym. Insofern können Sie alle Fragen stellen, sofern sie etwas mit dem Thema Krebserkrankungen zu tun haben. Es ist nicht möglich, den Fragenden zu ermitteln. Wo ist also das Problem?
                    Ich bitte um Verständnis, dass ich außerhalb dieses Forums i.allg. keine Fragen beantworte, da das eine nicht mehr vertretbar hohe zeitliche Belastung wäre (außer natürlich bei Patienten, die in unserer Klinik behandelt werden).

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                    • Re: Malignes Melanom


                      Hallo,
                      ok kein Problem, meine eigentliche Frage hat sich eig auch schon so geklärt, aber vllt können Sie mir ja vllt einen Punkt doch noch helfen. Das Aderhautmelanom metastasiert ja über die Blutbahn, aber wie steht es mit dem Melanom der Orbita, das metastasiert doch über die Lymphe, oder?
                      Liebe Grüße

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                      • Re: Malignes Melanom


                        Auch würde mich interessieren, wie Sie die Heilungschancen eines malignen Melanoms der Orbita sehen. Eignet sich prinzipiell auch eine Chemo. Das Melanom ist bis auf winzige Tumorreste, die nun mit Hilfe einer Bestrahlung entfernt werden sollen, bereits operativ entfernt worden.

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                        • Re: Malignes Melanom


                          Sehr geehrter Herr Prof. Dr Wust!
                          Ich hätte ebenfalls eine Frage zu dem malignen Melanom der Orbita: Können verbliebene Tumorreste streuen, bzw Metastasen bilden und wenn ja ab welchem Zeitpunkt. Müssen diese Reste überhaupt behandelt werden, oder kann man sie bedenkenlos belassen wenn der Hauptherd entfernt ist.
                          Mit freundliche Gruß
                          Ralf

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                          • Re: Malignes Melanom


                            Verbliebene Reste eines malignen Melanoms (z.B. im Bereich der Orbita) sind auf jeden Fall eine Gefahr. Sie können zu Metastasen (durch Streuung) oder auch (was ebenfalls sehr schwerwiegend ist) zu einem Lokalrezidiv führen (erneutes Tumorwachstum im ehemaligen Tumorbereich). Daher müssen diese Reste unbedingt beseitigt werden, sei es durch Nachresektion oder durch hochdosierte Bestrahlung.

                            Kommentar


                            • Re: Malignes Melanom


                              Danke, Prof. Wust!
                              Wie viel Fraktionen Bestrahlung mit Protonen, was sich für die orbita ja am besten anbietet, wären aus Ihrer Sicht denn für eine restlose Entfernung angebracht.
                              Metasiert das luymphogen oder über die Blutbahn und was würden Sie zu Heilungschance sagen?

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                              • Re: Malignes Melanom


                                Die Halslymphe sind entnommen und metastasenfrei auch wurden bislang keine weiteren Metas gefunden, ist damit die Wahrscheinlichkeit gegeben das auch keine Metas mehr kommen, oder kann auch über die Blutbahn metastasiert worden sein? Wir bekommen da nicht wirklich Auskunft...

                                Kommentar


                                • Re: Malignes Melanom


                                  Nach Ihren Angaben vermute ich, dass nach einem operativen Eingriff an der Orbita der Verdacht besteht, dass noch Reste des MM übrig sind. Da müsste man mehr über die Art der Operation, die Ausdehnung des Tumors und den histopathologischen Befund erfahren, um einen vernünftigen Rat zu geben. Man unterscheidet R0, R1 oder R2-Resektionen, bei letzterer liegen noch makroskopische Tumorreste vor. In diesem Fall wäre sogar eine Nachresektion zu erwägen. Bei einer R0-Resektion sollte eine Dosis von 50-60 Gy ausreichen, also 25-30 Fraktionen einer Photonenbestrahlung. Ob Protonen hier wirklich vorteilhaft sind, hängt von den Details ab. Was ist mit dem Auge?
                                  Das MM metastasiert nicht typischerweise in die Lymphknoten. Wenn also die Halslymphbahn frei von LK-Metastasen ist (nach Neck Dissection?), muss m.E. nicht unbedingt bestrahlt werden. Auch hier müsste man mehr Informationen haben, um eine fundierte Empfehlung zu geben.

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                                  • Re: Malignes Melanom


                                    R0. Ist es denn ein gutes Zeichen, dass die Lymphe frei waren und ist damit das Risiko, dass irgendwann noch Metas auftauchen geringer?

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                                    • Re: Malignes Melanom


                                      Es ist günstig, wenn kein Lymphknotenbefall vorliegt. Deswegen kann man ja möglicherweise auch auf eine Bestrahlung der Halslymphbahn verzichten und sich auf den primären Tumorbereich konzentrieren. Wenn keine Metastasen vorliegen (und hoffentlich auch nicht später kommen), ist die sog. lokale Kontrolle (also die Verhinderung eines lokalen Rückfalltumors) umso wichtiger.

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                                      • Re: Malignes Melanom


                                        Für wie wahrscheinlich halten Sie es denn, dass noch irgendwann Metastasen auftauchen? Und was für eine Prognose auf komplette heilung würden Sie geben?

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                                        • Re: Malignes Melanom


                                          Man unterscheidet LK-Metastasen, die beim MM eher selten sind, und hämatogene Metastasen. Letztere sind beim MM häufiger. Die Wahrscheinlichkeit der hämatogenen Metastasierung hängt vor allem vom Ausmaß (z.B. Infiltrationstiefe) des Primärtumors ab. Darüber habe ich keinerlei Informationen (ich weiß noch nicht einmal, welche Operation durchgeführt wurde). Auch den histopathologischen Befund kenne ich nicht, bis auf den Hinweis, dass es sich wohl um eine R0-Resektion handelt. Daher kann ich Ihre Frage beim besten Willen nicht beantworten. Nur einen Hinweis sollten Sie beachten: wenn es zu einem Lokalrezidiv kommt, ist die Heilungschance sehr gering (unabhängig vom Risiko einer hämatogenen Ausbreitung).

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                                          • Re: Malignes Melanom


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                                            bei meiner Tante wurde ein malignes Melanom festgestellt. Sie selber sagte, es habe hinter der Auge gesessen. Sie ist bereits operiert, die Methode nannte sich Exenteration. Zudem wurden die zervikalen Lymphknoten entnommen und auf Metastasen untersucht, wo aber glücklicher keine gefunden wurden und es waren bis jetzt wohl auch keine woanders im Körper. Auch wurde ihr Haut vom Unterarm genommen um diese in der Orbita wieder einzusetzen.
                                            Ich habe vorher nie gehört dass es in der Orbita haut gibt bzw melanome, an welcher Haut kann das sein.
                                            Zudem hat mein Onkel letztens iwas von einem Aderhautmelanom gesagt, aber dass kann sie doch eig nicht gehabt haben, wenn doch die Lymphe untersucht worden und sie sagt dass das hinterm Auge war. Zudem haben Sie ja auch bei den andern Fragen oben geschrieben, dass man bei einem AM keine Transplantation oder Lymphe braucht oder?
                                            Was sagen Sie zu der Sache würden Sie jetzt sagen es ist ein AM oder ein MM Orbita, und wenn ja wo hinter dem Auge ist eine Haut auf der ein Melanom enstehen kann und wie sind die Aussichten bei soetwas?
                                            Können Sie mir bitte helfen?
                                            Danke
                                            Maja

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                                            • Re: Malignes Melanom


                                              ?

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                                              • Re: Malignes Melanom


                                                Es gibt nicht nur in der Haut pigmentbildende Zellen, daher können MM auch in anderen Regionen des Körpers entstehen. Die Aderhaut (Chorioidea) enthält besonders viele Pigmentzellen, daher könnte hier ein Aderhautmelanom vorliegen, das in die Orbita eingewachsen ist.
                                                Bei einer Exenteration muss ein Wundverschluss erfolgen und unter Umständen eine Hauttransplantation zur Defektdeckung durchgeführt werden. Das ist jedoch nicht zwingend erforderlich, da es Techniken gibt, die die Haut der Lider zur Adaptation verwenden (und ohne Transplantation auskommen). Das hatte ich in einer früheren Antwort angemerkt. Wie die Defektdeckung bzw. der Wundverschluss erfolgt, muss man im individuellen Fall mit dem Chirurgen besprechen. Hier können auch kosmetische Aspekte eine Rolle spielen.

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