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Keuchhusten als Erwachsener

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  • Keuchhusten als Erwachsener

    Guten Tag,

    ich bin jetzt seit etwa 6 Wochen an Keuchhusten erkrankt und habe die Krankheit immer noch nicht überstanden. Er kann mir hierzu seine Erfahrungen mitteilen. Hilft jetzt noch die Einnahme von homöopathischen Medikamenten? Mein Arzt hat nach der etwa 4 Wochen festgestellt, daß die Erreger immer noch vorhanden sind und mir erneut Antibiotika verschrieben. Was bringen die jetzt? Seitdem ich diese einnehme, geht es mir noch schlechter. Der Husten ist wieder stärker geworden, vor allem nachts. Ich habe mit der Einnahem begonnen, reagiere aber ziemlich empfindlich auf Antibiotikum. Erythromicin, welches mir mein Hausarzt erst vor kurzem verschrieben hatte, ahbe ich nicht vertragen. Ich reagierte mit starker stunden langer Übelkeit und Erbrechen und mußte die Einnahme absetzen. ich habe einfach Angst, daß nach dieser Krankheit chronische Schäden zurückbleiben. Sind diese Ängste unbegründet? Wäre es ratsam, auch mal die Lunge zu röntgen?? Mein Arzt hat mich bisher nur abgehört, aber mittlerweile tut mir der Brustbereich ziemlich weh.
    Vielleicht gibt es hier Betroffene?

    Gruß, Sabine.




  • RE: Keuchhusten als Erwachsener


    Wie alt sind sie?
    wurden sie gegen Keuchhusten nicht geimpft?
    Welche Antibiotika haben sie bisher genau bekommen und nehmen sie momentan?
    Falls die diagnose richtig ist, sollte rasch ein geeignetes und vertraegliches ab gefunden werden. suchen sie ihren oder einen alternativen arzt auf!
    gute besserung!

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    • Nachtrag


      Nachtrag:
      angenommen die diagnose Keuchhusten ist richtig.
      dann ist der erreger Bordetella pertussis.
      dieser ist empfindlich gegenueber Cotrimoxacol und aminopenicillinen sowie makroliden (allesamt typen von antibiotika).
      bei fruehzeitiger gabe, d.h. waehrend der inkubationszeit, waehrend des sogenannten stadium catarrhale sowie im fruehen stadium convulsivum, vermoegen antibiotika als mittel der wahl die krankheit abzuschwaechen. makrolide eliminieren B. pertussis innerhalb weniger tage. die patienten sind dann danach auch nicht mehr ansteckend. (ihre umgebung!). makrolide eigenen sich dann auch als prophylaxe fuer exponierte personen.
      wenn sie(die antibiotika) - und das ist WICHTIG - erst im stadium convulsivum gegeben werden, haben sie KEINEN EINFLUSS mehr auf den klinischen verlauf des keuchhustens, weil die wirkung der bereits produzierten toxine dadurch nicht mehr beeinflusst wird. deshlab ist es wichtig, einen erfahrenen arzt aufzusuchen, der den verlauf der krankheit kennt:
      inkubationszeit 7-14 tage
      prodromalstadium (stadium catarrhale) - schnupfen, erhoehte temperatur, abgeschlagenheit....
      stadium convulsivum ( gekennzeichnet durch die typischen hustenattacken bis zum apnoischen intervall). dieses stadium ist eindeutig am blutbild durch leukozytose und relativer lymphozytose erkennbar!)
      letztes stadium ( stadium decrementi) gekennzeichnet durch die abnahme der anfaelle) 3 - 6 wochen
      alles in allem eine recht lange zeit.
      de facto muss man - so nicht zeitig genug die richtigen ab verabreicht wurden unter strenger beobachtung die krankheit "durchstehen". mir scheint, ihr arzt hat dies etwas unterschaetzt.
      ALLES GUTE nochmals!

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      • RE: Nachtrag


        Hallo!

        Vielen Dank für den Beitrag. Ich bin 35 Jahre alt. Als ich nach einer Woche der ersten Anzeichen zum Arzt gegangen bin und ihn darauf ansprach, ob es Keuchhusten ist, hat er dies kategorisch verneint, obwohl dies hier bei Kindern in unserer Stadt wieder verstärkt aufgetreten ist. Ich bekam also nach dem ersten besuch gar keine medikamente. Erst nach einer erneuten Vorstellung eine Woche später erhielt ich für etwa 16 Tage Doxiciclin. Ich habe eigentlich keine wesentliche Besserung verspürt, wie Sie schon geschrieben haben, die Symptome werden nicht behoben, sondern nur die Ansteckung vermindert. Keuchhusten wurde dann in der 2. Woche etwa, auf mein Drängen hin, durch Blutabnahme nachgewiesen. Ich mußte ein paar Tage später zum Gesundheitsamt und es melden. Ich wurde nur als Kind grundimmunisiert so wie bei vielen. Hatte vor 10 jahren meine Auffrischung, allerdings wurde Keuchhusten ausgelassen. Ich wurde nur gegen Diphterie und Wundstarrkrampf geimpft. So steht es in meinem Impfausweis. Ich nehme nun in der 6.Woche der Erkrankung wieer Antibiotikum, diesmal Ciprofloxacin und habe nachgelesen, daß es allgemein gegen Atemwegserreger etc. wirkt. Ich frage mich natürlich, was das jetzt bringen soll. Ich nehme den 2.Tag das zeugs und habe mehr Nebenwirkungen als Wirkungen. (unter anderem Schlaflosigkeit, vermehrter Husten). Kann ich durch Einnahme von homöopathischen Mitteln den Husten etwas dämpfen? Gelesen habe ich da von Cuprum metallicum D6. Ich habe den Eindruck, ich hätte mich schon fast selbst therapiert- hier gibt es eben keine große Auswahl an Ärzten, so daß mein Hausarzt rein schulmedizinisch behandelt.

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        • RE: Nachtrag


          Ich habe kein Fachwissen in Homoeophatie. leider. somit kann ich diesbezueglich keine Hinweise oder ratschlaege aussprechen. gegen das pertussistoxin und seine wirkungen duerften homöop. mittel jedoch nicht das mittel der wahl sein. die geschichte ist wirklich schlecht fuer sie gelaufen und ich finde es schlimm, dass auf ihre initiative hin ueberhaupt nach pertussis gesucht wurde. leider haben sie erythromycin initial nicht vertragen. ein penicillin waere als nachfolger eigentlich deutlich besser geeignet gewesen. es ist aus der ferne schlecht zu beurteilen. aber ich "schaetze", sie sind bereits im dritten stadium. somit wuerde ich an ihrer stelle versuchen, den husten zu lindern und die erkrankung zu ueberstehen.
          alles gute!

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          • RE: Nachtrag


            Flar, nur zur Info,

            Keuchhustenimmunität, sowohl durch Impfung, als auch durch die durchgemachte Krankheit ist nicht von Dauer, sondern hält "nur" ca 7 bis 10 Jahre. Es gibt jetzt mehrere Impfstoffe zur Auffrischung, die auch für Erwachsene zugelassen sind (Boostrix: DTaP und Repevax: DTaP, IPV).

            Catherina

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            • RE: Nachtrag


              Hallo Flar,

              danke für Ihre Nachricht- j, ich denke auch, daß ich das Schlimmste schon hinter mich gebracht habe und nun die Krankheit einfach überstehen muß. Danke und Ihnen auch alles Gute.

              Sabine.

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              • RE: Keuchhusten als Erwachsener


                Wenn bei Dir sicher Keuchhusten diagnostiziert wurde und Du tatsächlich bereits seit so vielen Wochen darunter leidest, solltest Du tatsächlich einfach geduldig den Rest überstehen.
                Antibiotika helfen hier auch nicht mehr (höchstens im Frühststadium).
                Du solltest Dich (bzw. von Deinem Arzt) gut beobachten lassen, um etwaigen Komplikationen rechtzeitig den Garaus zu machen, sämtliche „Störfaktoren“ (wie aktives oder passives Rauchen, Unruhe, Stress etc.) vermeiden, für gute Luftzufuhr/Luftbefeuchtung sorgen in den Zimmern, in denen Du Dich aufhältst.
                Wichtig ist auch, dass Du keine hustenstillenden, sondern auswurffördernde Medikamente bekommst.
                Du hast auch nach homöopathischen Wegen gefragt. Natürlich gibt es hier auch viele unterstützende Mittel, die aber nur von einem erfahrenen Homöopathen verabreicht werden sollten. Gerade bei Keuchhusten gibt es so viele, dass ich mir nicht anmaßen kann, selbst nur einige zu benennen.
                Gute Besserung Pépé

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                • RE: Keuchhusten als Erwachsener


                  Hallo pépé,

                  danke für Deine Tipps- ich denke, ich werde es so machen. Da ich mit den Antibiotika angefangen habe, werde ich diese aber auch zu Ende nehmen. Ansonsten werde ich Deinen rat befolgen, denn das Schlimmste habe ich wirklich überstanden. Und das, was Stress betrifft und große Anstrengungen, da hast Du auch recht. Das muß ich vermeiden. ich merke es auch selbst. Herzliche Grüße, Sabine.

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                  • RE: Keuchhusten als Erwachsener


                    Hallo Sabine,
                    mich interessiert, ob dein Keuchusten mittlerweile vorbei ist und wie du ihn wegbekommen hast. Ich habe selbst seit 7 Wochen Keuchhusten. Durch die Antibiotika ist der Hustenreiz merklich zurückgegangen, er ist jetzt nach dem Absetzen aber sofort wiedergekommen, zwar nicht so heftig, aber doch merklich. Da ich jetzt auch noch einen Schnupfen bekommen habe könnte es jedoch auch ein Influenzahusten sein. So langsam habe ich das Gefühl, dass die Erreger sich festgefressen haben. Ich finde, dass man eine enorme Portion Geduld braucht, um diesen Husten durchzustehen. Ich freue mich auch über Rückmeldungen von anderen, die ähnliches erlebt haben, oder noch eine alternative Methode der Keuchhustenbekämpfung kennen.
                    Viele Grüße von Dieti

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