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Fehldiagnose Hirntumor bei meinem Sohn?

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  • Fehldiagnose Hirntumor bei meinem Sohn?

    Hallo liebe Experten,
    bei meinem 13-jährigen Sohn wurde nach Kopfschmerz ein MRT gemacht, mit der folgenden Diagnose:
    "...Rechtsseitig im Bereich des Hirnstamms zeigt sich...gutm 40 mm mal 10 mm messende in der T2-Wichtung hyperintense Läsion. Es läßt sich kein Kontrastmittel abgrenzen. ...in der mitdargestellten NNH diskrete Schleimhautschwellung im linken Sinus max...Keine Hinweise einer frischen ischämischen Läsion. ---trotz der geringen KM-Aufnahme ist zuerst an ein low-grade Astrcotom zu denken..."

    zwei unterschiedliche Professoren sagten mir "kann alles sein, auch alte Narbe" , der andere "sicher ein Hirntumor" und machte meinen Sohn, der dabei saß, verrückt!
    Meine Frage: Mein Sohn hatte Sauerstoffmangel bei der Geburt, kann die Läsion daher stammen? Er ist fit, hat keine Entwicklungsdefizite und ist beschwerdefrei. Auch die Kopfschmerzen sind weg.
    Frdl. Grüße

  • Re: Fehldiagnose Hirntumor bei meinem Sohn?

    Ergänzung: Die Kopfschmerzen sind weg, waren Spannungskopfschmerz bei Schulstress. Auch hat er keine Schwindelattacken und auch der Besuch beim Augenarzt ergab keinen Befund. Auch der Augeninnendruck ist normal. Desweiteren zeigt er auch (laut Prof 2 "noch") keine tumortypischen Symptome.

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    • Re: Fehldiagnose Hirntumor bei meinem Sohn?

      Zunächst einmal freut es mich sehr, dass es Ihrem Kind anscheinend wieder gut geht und die Symptomatik verschwunden ist. Der gute Gesundheitszustand macht es in meinen Augen auch sehr unwahrscheinlich, dass es sich bei der beschriebenen Auffälligkeit um einen Tumor handelt. Schliesslich würde man erwarten, dass ein Tumor dieser Größe (4 x 1 cm) im Hirnstamm doch erhebliche Symptome hervorrufen müsste. Vermutlich ist eine Kontrolle des MRT in einigen Monaten geplant. Da müsste man bei einem Tumor eine Veränderung erwarten. Wie wollen die behandelnden Ärzte weiter vorgehen?
      Es gibt eine Reihe von unspezifischen Veränderungen, die im MRT Hirn gefunden werden können und die man oftmals ursächlich nicht einordnen kann. Daher wird sich nicht klären lassen, ob das Sauerstoffdefizit unter Geburt eine Ursache sein kann. Ich denke aber eher nicht.

      Dr. Overmann

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      • Re: Fehldiagnose Hirntumor bei meinem Sohn?

        Sehr geehrter Herr Dr. Overmann,

        vielen Dank für Ihre Nachricht. Es beruhigt mich ein wenig, dass es außer der gerade im Raum stehenden Diagnose noch eine weitere Meinung gibt. Geplant ist ein weiteres MRT in vier Wochen. Der befundende Professor meinte, dass er natürlich ohne Biopsie (die nicht gemacht wird) nicht hundertprozentg sagen kann, was genau diese Läsion jetzt ist, aber zum jetzigen Zeitpunkt geht er davon aus, dass es sich um ein sehr langsam wachsendes Astrocytom handelt.
        Jetzt hat mir mein Sohn (so ganz nebenbei) erzählt, dass er vor einiger Zeit (ca 1-1 1/2 Jahre her) bei einem Auffahrunfall dabei war. Er saß bei seinem Vater hinten mit im Auto, die standen an einer roten Ampel und eine PKw-Fahrerin ist ihnen hinten (wohl ziemlich ungebremst) reingefahren. Mein Sohn ist dann mit dem Hinterkopf beim Aufprall gegen die Kopfstütze geschlagen. Ich war erst mal ziemlich baff, dass mir das keiner gesagt hatte, aber könnte das eventuell die Ursache dieser Läsion sein? Ich versuche irgendwie, von dieser Tumordiagnose wegzukommen...:/

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        • Re: Fehldiagnose Hirntumor bei meinem Sohn?

          Die behandelnden Ärzte sagen: Abwarten und weiter beobachten. Soalnge keine Symptome da sind, wird nichts gemacht.

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          • Re: Fehldiagnose Hirntumor bei meinem Sohn?

            Ich halte es eher für unwahrscheinlich, dass der Unfall zu den MRT Veränderungen geführt hat. Hier würde es zu einer Blutung kommen, die sich im MRT anders darstellt. Außerdem wäre ihr Kind vermutlich nicht beschwerdefrei. Ist das Kontroll-MRT schon erfolgt? Dr. Overmann

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            • Re: Fehldiagnose Hirntumor bei meinem Sohn?

              Sehr geehrter Herr Dr. Overmann,
              das Kontroll-MRT wäre für übermorgen geplant gewesen, wir haben uns (vor allem aber mein Sohn) dazu entschieden, dieses abzusagen. Als mit uns die Diagnose besprochen wurde, war mein Sohn mit dabei. Ihm wurde ohne Schonung gesagt, er hätte einen Tumor im Hirn, man könne da nichts machen und er solle die Zeit seines Lebens noch genießen. Seitdem hat er nächtliche Alpträume. Wir kehren langsam wieder zur Normalität zurück und haben uns dafür entschieden, uns diesem psychologisch belastenden Streß der "Kontroll-Untersuchungen" zum jetztigen Zeitpunkt nicht auszusetzen. Das MRT wurde mit einer Oberärztin im Tumorzentrum Heidelberg wohl noch besprochen, die meinte, das Bild sähe nach einem langsamst (wenn überhaupt) wachsenden Astrocytom aus. Oder aber auch nach einem Fehlbildungstumor. Angedacht wären 6monatige Kontrollen über einen Zeitraum von zwei Jahren, wenn sich dann nichts tut, keine Kontrollen mehr, erst bei einer Klinik.
              Ich muß gestehen, dass ich diesem mit extremer Unsensibiltät geführtem "Diagnosegespräch" mein Vertrauen in die Ärzte weitestgehend verloren habe.

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              • Re: Fehldiagnose Hirntumor bei meinem Sohn?

                Hallo Schaflocke,

                darf ich fragen, wie die Sache ausgegangen ist? Hoffentlich gut... Mein Sohn ist im Moment in der gleichen Situation. Vorauschauend haben wir unseren Sohn nicht zum Arzt mitgenommen, da wir genau das vermutet haben, was dann eben auch eingetreten wäre. Der Arzt hätte unserem Sohn beinhart alles reingesagt. Wir haben in einem Monat ein Kontroll MRT. Wissen nicht ob wir es machen sollten, da keinerlei Symptome vorhanden sind und die jetztige Neurologin einen Tumor so gut wie ausschließt.
                Danke

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