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keine genetische Komponente bei Diabetes?

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  • keine genetische Komponente bei Diabetes?

    Moinmoin,

    http://www.diabetesincontrol.com/ind...tid=1&Itemid=8 da bahnt sich eine veritable Gemeinheit an. Schließlich machte sich bisher immer ganz gut, wenn man spätestens mit auffällig mehrfachem Auftreten einer Krankheit wenigstens im weiteren Familienkreis zur Erklärung auf den alten Mendel zeigen konnte - auch wenn sich wie beim Diabetes die Zahlen viel schneller erhöh(t)en, als tatsächlich auf Grund von Vererbung nachrechenbar. Aber wer wird schon nachrechnen, wenn das Ergebnis doch sooo offensichtlich auf der Hand liegt?

    Und nun kommt ein wahnsinnsdatenverbanktes Rechenprojekt und lässt von den Krankheiten, die wir bislang gern mit einer kranken Genkombination - nicht die mit den defekten Einzelgenen! - erklärt haben, praktisch keine mehr übrig. Weil es aus aller Rechnerei allenfalls statistisch unbedeutende Hinweise auf mögliche Verbindungen gäbe, die wir bislang so sicher geglaubt hatten :-(

    Die Autoren verkaufen das Ergebnis keineswegs als schlechte Nachricht. Wenn unser Schicksal nicht in unseren Genen gefangen sei, dann kann unser genetischer Fingeabdruck nicht von Personalern wie unsere persönliche Gesundheits-Perspektive ausgelesen werden und dann können wir endlich daran gehen, unsere Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen, so ihr Trost.

    Bisdann, Jürgen


  • Re: keine genetische Komponente bei Diabetes?


    Hallo,

    sehr interessanter Artikel. Super, dass du den hier verlinkt hast.
    Gerne mehr davon...

    Viele Grüße
    Murmeltier

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    • Re: keine genetische Komponente bei Diabetes?


      hallo,
      mein (nicht vorhandenes) problem mit solchen studien , ist :
      da hat jemand aus anderen studien, daten genommen und "gerechnet", vergessen dabei wird immer ist die grundlage eine
      "bank" , ist das rechenprogramm valid.
      das gute und vertrauenerweckende an der wissenschaftlichen medizin ist --> morgen kann ein anderer wissenschaftler mit besserer grundlage, besseren argumenten, das gegenteil veröffentlichen. was ja vorher auch schon war.
      mißtrauisch war ich schon immer bei solchen absoluten % angaben der vererbung,wie 5% , 8% 20% usw, da diabetes in d nicht meldepflichtig ist, und alle behauptugen auf klein klein, beruhten.
      "daß die erkenntnisse dieser studie an einer sinnvollen und positiven therapie nichts ändern haben die verfasser ja schon angedeutet"
      mal sehen was noch so kommt, denn daß was kommt ist sicher.
      mfg. klaus

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      • Re: keine genetische Komponente bei Diabetes?


        MM handelt es sich um eine Einzelmeinung! Ein Multifaktorielle Vererbung sieht man bei vielen Dingen und Krankheiten, nicht nur bei Diabetes!

        Kommentar



        • Re: keine genetische Komponente bei Diabetes?


          hallo

          Ich habe recherchiert wo diese Untersuchung herkommt, kommt von eine Webseite und Institut das durch die hersteller von Food in Leben gehalten wird.

          Die Studie Resultaten sind zu stande gekommen durch Auswertung von andere Studien, leider nicht ausgewertet durch eine Statistiker aber durch eine Wissenschaftler die im Agrarwissenschaften abstudiert ist.

          Somit sind für mich die Auskünften vor mich mit vorsicht zu geniessen.

          LG

          Hajo Janse

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          • Re: keine genetische Komponente bei Diabetes?


            Moin Hajo,

            danke für die Recherche! Das Ergebnis könnte zur Kellogs-Pyramide passen, denn die stammt ja mit ihren Grundlagen aus dem usanischen Landwirtschafts-Ministerium vom Ende der 70ger Jahre des vorigen Jahrhunderts ;-)

            Hier mal ein aktueller Widerspruch http://www.diabetesincontrol.com/ind...id=1&Itemid=17

            Wobei der mich (Laie!) nicht grad besonders überzeugt, z.B. mit den Typ1-Zwillingen, bei denen mehr als 50% eben gemeinsam Typ1 haben - wenn man lange genug wartet (was immer das bedeutet?). Aber offenbar nicht über 60%, und bis heute gibt es wenige Anhaltspunkte, um welche Kombination aus welchen Genen es sich dabei handeln könnte. -
            Irgendwie muss ich bei dieser Art Diskussion der Frage, ob jetzt genetisch oder doch nicht, an das Glas Wasser denken, halbVOLL oder halbLEER?

            Noch auffälliger das Spiel mit möglichen Genen bei Typ2. Klar kann man den genetischen Zusammenhang schon daran sehen, dass die meisten dicker sind, oder? Wenigstens wenn man den Beginn des Typ2 mit der Diagnosereife setzt und ausblendet, dass die organischen Defekte, die den BZ endlich über die Diagnose-Schwelle heben, schon dann beobachtet werden können, wenn die Betroffenen noch schlank sind und der BZ erst ab und zu und wenig über den gesunden Rahmen hinaus schaut.
            Wenn genetisch bedingt, dann müsste man schon vor diesen Anfangsdefekten allein aus den Genen mit mehr als Münzwurfwahrscheinlichkeit sagen können, bei wem diese Defekte schließlich auftreten werden, und bei wem nicht, oder?

            Ursprünglich waren die Pima-Indianer mal das Parade-Beispiel für genetische Disposition: Und zwar hatten demnach alle Pimas das Typ2 Gen. Aber nur der Teil von ihnen, der infolge eines politischen Umbruchs auf die westliche Lebensstil-Seite geriet, entwickelte auf dieser vermutet genetischen Grundlage zusammen mit dem verderblichen Lebensstil-Einfluss die Insulinresistenz, die den Typ2 macht. Gemein nur, dass die das offenbar gar nicht tut, denn bei näheren Untersuchungen wurde entdeckt, dass die weitaus meisten Menschen mit Insulinresistenz bei den Pimas und überall in der Welt voll gesund sind und offenbar auch bleiben. Denn sie haben schlicht eine für ihre Insulinresistenz ausreichend große Insulinproduktion. Und nun sucht man natürlich weiter, jetzt eben nach den Genen, die dafür verantwortlich sind, dass die Insulinproduktion und -ausgabe bei denen, die Typ2 entwickeln, immer mehr abstirbt. -

            So betrachtet kommt mir die Genfraktion irgendwie theologisch vor, denn die Gottheiten mussten ja auch mit fortschreitender Erkenntnis aus immer mehr von ihren angestammten Orten in immer entferntere und schließlich in den Himmel umziehen ;-)

            Bisdann, Jürgen

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            • Re: keine genetische Komponente bei Diabetes?


              hallo an alle,
              nach mm sollte man "studien" und ihre "interpretation" grundsätzlich zuerst mal gelassen betrachten.
              aus diesen gründen:
              1. die "hurraschreier" das fing schon ganz früh an, mir am eidrucksvollsten der spinat-irrtum 1928, der nach "14 tagen" korrigiert wurde,(es war ein kommafehler) trotzdem hatte ich 50 jahre später mühe meie frau davon zu überzeugen daß spinat nicht auf den speiseplan eines babys gehört. --> der letzte hurraschrei - bloß icht den bz i gesunde bahnen lenken, dann sterben die leut an hk-sachen, - sogar der zweig der studie wurde abgebrochen ! wieviele leute wissen heute daß gerade die mit den"schlechten werten" und nicht die mit den guten werten ein höheres mortalitätsrisiko hatten.
              2. wir (diabetiker) sind nicht der mittelpunkt der wissenschaftlichen welt, jeden tag werden x studien zu allem möglichen veröffentlicht, (auch zu diabetes) die sich mal so ud mal anders anhören, und wir sollten uns auf keine fall von solchen "veröffentlichungen" die morgen schon überholt sein können, von unserem weg abbringen lassen.
              3. da außer in der damaligen ddr niemand eine sinvolle diabetesstatistik geführt hat, halte ich alle konkreten aussagen für gewürfelt, speziell bei "ganz genauen" zahlen.
              (durch nichts läßt sich ein mangelhaftes verständnis besser feststellen als durch eine übertriebene genauigkeit im zahlenrechnen, je mehr stellenhiter dem komma desto unwesentlicher das ergebnis ) (außer man kann nachweisen "weshalb")
              4. hat eigentlich schon mal jemand von der statistikermeute darüber nachgedacht, daß zb der heutige anstieg des t1 auch auf der bessere behandlung, des dm beruhen kann ?
              "nicht nur" daß die lebenserwartung stieg, sooo lange ist es nicht her daß weibl t1 von schwangerschaft abgeraten wurde.
              mfg. klaus
              und wie man statistiken "biegen" kann wissen wir doch alle seit sawicki und seinem "institut" - daher hoffe ich auf den neuen, der mir erheblich kompetenter erscheint.

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              • Re: keine genetische Komponente bei Diabetes?


                Moinmoin,

                nach meiner Meinung werden Gene heute ähnlich allgemein statt sachlicher Ergründung und Erklärung genommen, wie früher die Götter.

                Kein einzelnes Gen kann offenbar für den Diabetes verantwortlich gemacht werden. Deswegen wird vielfach davon ausgegangen, dass besondere Ausprägungen einer Vielzahl von Genen in der passenden Kombination halt für die Vererbung von Diabetes zuständig sein könnten. Wie ich nun das Genom-Scanning verstehe, werden dabei komplette Gensätze verglichen und etwa darauf hin untersucht, ob z.B. alle Diabetiker eine Menge X besonders kombinierte Genmerkmale gemeinsam haben, die Nicht-Diabetiker in der Form nicht haben. Und solche ausschließlich für ALLE Diabetiker eines Typs zutreffenden Merkmal-Kombinationsmengen sind halt wider allgemeines Erwarten nicht entdeckt worden.

                Tatsächlich hat beim Diabetes allein schon die Entwicklung der Betroffenen-Zahlen jede mögliche noch so starke erbliche Komponente längst weit überholt. Und tatsächlich lassen sich auf der anderen Seite manche auffällige bis ins Organische reichende Gemeinsamkeiten unter mehreren Menschen, die in keiner Weise miteinander verwandt sind, am ehesten mit einer Art im weitesten Sinne umwelt(multi)faktorieller Weitergabe/Teilhabe erklären. Und da solche Weitergabe/Teilhabe in familieren Zusammenhängen besonders ausgeprägt sein kann, liegt der Vererbungsschluss natürlich nahe.

                Auf einen guten Rest von 2011,
                Jürgen

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                • Re: keine genetische Komponente bei Diabetes?


                  Also ich kenne die Studie nicht, aber die Oma meines Vaters hatte Diabetes, die Mutter hatte es, mein Vater seit dem frühen Erwachsenenalter und meine Mutter hat es auch. Alle Typ 2. Ich weiß nicht, ob man so etwas vererben kann, aber die Veranlagung dazu ist mit Sicherheit vererbbar.

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