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Jahrelange Beschwerden-Darmkrebs?

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  • Jahrelange Beschwerden-Darmkrebs?

    Sehr geehrter Herr Hennesser,

    habe seit langer Zeit starke Bedenken um meine Darmgesundheit und möchte gerne Ihre Meinung dazu hören. Auch wenn es mir sehr peinlich ist, versuche ich meine Gedanken in Worte zu fassen.
    seit mehreren Jahren leide ich (weiblich, 27 Jahre,rauche und trinke nicht) an Verstopfung. Soweit man das Verstopfung nennen kann. Auf Toilette könnte ich alle paar Stunden gehen, jedoch bereitet er mir meist Probleme da ich unter hartem Stuhl leide. Manchmal ist er etwas weicher (normal würd ich sagen), dann aber wieder hart.
    Als Kind hatte ich oft Probleme aufs Klo gehen zu können und dann wurde es auf einmal besser. Seit 4 Jahren ist das Problem wieder da. Das war zu der Zeit als ich mal meine Pille aufgehört hatte zu nehmen, dann aber nach einer Woche wieder begonnen hab einzunehmen (Weiß nicht ob das auch daran liegen könnte?)
    Ich hatte immer harten Stuhlgang und aufgrund der Angst, es könnte was schlimmes sein, habe ich immer im Internet recherchiert. Als ich gelesen habe dass es harmlos ist soweit kein Schleim dabei ist, war ich beruhigt. Nach einigen Monaten war dann auch merkwürdigerweise Schleim dabei. Dann hab ich über schlimme Anzeichen von Blut gelesen und auch das war nach einiger Zeit dabei.
    Blut und Schleim sind seit ca. 2 Jahren immer mal wieder dabei. Blut vor allen Dingen wenn ich paar Tage nur kleine Mengen gehen konnte und es dann wieder richtig viel Stuhlgang ist. Das sind dann so kleine hellrote Blutauflagerungen. Schleim ist vor allem dabei wenn ich stark pressen muss und nur wenig Stuhlgang herauskommt. Oder auch ca. eine halbe Stunde nach dem Stuhlgang dass ich aufs Klo gehe und aus dem After etwas Schleim läuft. Mal weiß, mal gelb bis hellbraun (wahrscheinlich mit Stuhlgang vermischt?), wobei auch da manchmal sehr wenige Blutfransen dabei sind.
    War wegen den Problemen schon bei verschiedenen Heilpraktikern wo ich schon viele Medikamente zum Darmaufbau bekommen habe (2 davon hatten ein „Leaky Gut“-Syndrom festgestellt). Gesundheitlich hat sich aber alles nicht verändert und ich musste die Behandlungen abbrechen, weil es einfach zu viel Geld kostete (schon mehrere tausend Euro dafür investiert). Auch war ich bei einem Osteopathen, bei einer Psychologin (bin eine sehr ängstliche, sensible Person und immer im Stress) und bei meinem Hausarzt. Alle versicherten mir dass es nichts schlimmes ist. Der Hausarzt hat auch die Blutbilder der letzten Jahre miteinander verglichen und meinte es sei alles in Ordnung.
    Stuhltest habe ich auch schon einige machen lassen, u.a. auch auf Darmkrebs. Kam aber nichts dabei raus.
    Auch in einer Klinik für Gastroenterologie war ich schon. Die Dame empfohl mir eine Darm-und Magenspiegelung meinte aber zugleich, dass wahrscheinlich nichts herauskommen wird. Als ich zur Spiegelung zusagte hatte ich über eine Woche starke Bauchschmerzen und der Stuhl wurde immer härter. Als ich den Termin für die Magen-Darmspiegelung absagte ging es mir wieder besser. Hatte und habe sehr viel Angst davor.
    Hatte/Habe auch schon andere gesundheitliche Probleme die alle verschwanden, sobald sie medizinsich abgeklärt wurden (Angst dass die Atmung stehen bleibt, Herzpoltern). Reizblase und Alpträume verfolgen mich allerdings weiterhin.
    Mit den Darmproblemen ist es das gleiche. Wenn ich von Freundinnen höre dass Blut im Stuhl immer für Darmkrebs steht oder im Internet lese dass Schleim im Stuhl immer mit einer Endoskopie abgeklärt werden muss, werden auch meine Beschwerden immer schlimmer. Denn dann kommt die Angst dass ich doch mal eine Darmspiegelung machen muss, vor der ich so viel Angst habe. Dann kommen auch Bauchschmerzen dazu, die ich ansonsten eher selten habe. Blähungen habe ich gelegentlich und Unterbauschmerzen (oft ein Brennen oder Stechen) nur wenn der Stuhlgang länger auf sich warten lässt.
    Ansonsten habe ich in den letzten Jahren weder ab-noch zugenommen (Normalgewicht), keine Blässe im Gesicht und einen gesunden Appetit ;-)
    Nach den vielen Beschreibungen hierzu meine Frage: Muss hinter Blut und Schleim im Stuhl immer eine schlimme Erkrankung stecken oder kann das tatsächlich auch nur durch den harten Stuhlgang kommen? Wäre es möglich dass das alles bei mir psychisch bedingt ist?
    Ich hoffe Sie finden Zeit alles hier zu lesen und ich freue mich sehr über Ihre Antwort,
    Lary

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  • Re: Jahrelange Beschwerden-Darmkrebs?

    Blutungen sollten abgeklärt werden, jedoch steht in den seltensten!! Fällen ein Darmkrebs dahinter. Viel ! haufiger sind gutartige Ursachen. Aber eben um nichts zu übersehen macht eine Abklärtung Sinn.
    Die Tatsache daß Ihre Beschwerden über einen so langen Zeitraum gehen ist aus meiner Sicht das allerbeste Argument daß es sich nicht um einen Krebs handelt.

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    • Re: Jahrelange Beschwerden-Darmkrebs?

      Vielen Dank Herr Hennesser für Ihre Antwort.
      Ja,ich bleib auf jeden Fall dahinter die Ursache zu klären.
      Ich dachte eher das der lange Zeitraum eher für einen Darmkrebs steht, weil er sich ja über Jahre hin entwickelt!?

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      • Re: Jahrelange Beschwerden-Darmkrebs?

        Nein, Darmkrebs wird -vielleicht hilft es an dieser Stelle mal die Statistik zu nennen- ohne Behandlung etwa 9 Monate überlebt.

        Was Sie meinen ist die Entwicklung eines Darmkrebs aus einem Darmpolypen, das dauert etwa 10 Jahre. Aber Darmpolypen verursachen keine typischen Symptome. Daher ist ja jede Koloskopie auch eine Art Darmkrebsvorsorge denn man entfernt dabei gleichzeitig eventuell vorhandene Polypen.

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