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Darmkrebs mit Metastasen

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  • Darmkrebs mit Metastasen

    Liebes Expertenteam,

    vor zwei Wochen haben wir die niederschmetternde Diagnose Darmkrebs mit Auffälligkeiten in der Leber nach einer Darmspiegelung bei meinem Mann bekommen. Er ist 58 Jahre alt.
    Vier Tage später wurde ein ca. 5 cm großer Tumor im aufsteigenden Dickdarm entfernt. Dabei hat sich herausgestellt, dass 15 von 23 Lymphknoten befallen sind, das Bauchfell und die Leber von Metastasen befallen sind.
    Diagnose: Kolon ascendens Karzinom G3 pT4 pN2 (12/23) pM1 (HEP, PER) L1 V2 R1
    Es ist eine palliative Chemotherapie indiziert.
    Was heißt das genau?
    Im Voaus vielen Dank für die Antwort.
    MfG die völlig verzweifelte Ehefrau

  • Re: Darmkrebs mit Metastasen


    Hallo,

    Birne schrieb:
    vor zwei Wochen haben wir die niederschmetternde Diagnose Darmkrebs mit Auffälligkeiten in der Leber nach einer Darmspiegelung bei meinem Mann bekommen. Er ist 58 Jahre alt.
    Vier Tage später wurde ein ca. 5 cm großer Tumor im aufsteigenden Dickdarm entfernt. Dabei hat sich herausgestellt, dass 15 von 23 Lymphknoten befallen sind, das Bauchfell und die Leber von Metastasen befallen sind.
    Die genauen Bedeutungen der Abkürzungen kenne ich leider nicht, aber: Wenn bereits Metastasen in der Leber sind, ist eine Heilung sehr unwahrscheinlich oder unmöglich.
    Es ist eine palliative Chemotherapie indiziert.
    "Palliative Chemotherapie" ist ein unglücklicher Ausdruck; "palliativ" bedeutet eigentlich etwas anderes: http://de.wikipedia.org/wiki/Palliativ
    Hier hingegen ist mit "palliativ" vermutlich "lebensverlängernd" gemeint.

    Einer möglichen Lebensverlängerung durch eine Chemotherapie stehen deren Nebenwirkungen gegenüber, die häufig zu einer erheblichen Verminderung der Lebensqualität führen.

    Ich wünsche euch viel Kraft!

    Liebe Grüße,
    Braunauge (die 2 Angehörige durch Leberkrebs als Folge von Darmkrebs verloren hat)

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    • Re: Darmkrebs mit Metastasen


      Palliativ bedeutet hier lindernd, man versucht die Symptome des Tumors so lange wie möglichhinauszuzögern und somit die Lebensqualität zu erhalten und Lebenszeit zu gewinnen. Das geht beim Darmkrebs durch ambulante Therapien, heutzutage oft kombiniert durch Chemo-und Immuntherapie.

      Kommentar


      • Re: Darmkrebs mit Metastasen


        Liebes Braunauge,

        ich danke dir.Wäre es zu viel verlangt, wenn du mir sagen würdest, was für ein Zeitraum bei deinen Angehörigen zwischen der Diagnosestellung bis zum Tod " lebensverlängernd und schmerzlindernd" war.
        Alle machen mir Hoffnung "das wird schon", "Kopf hoch" usw.
        Liebe Grüße
        Birne

        Kommentar



        • Re: Darmkrebs mit Metastasen


          Vielen Dank für die Antwort.


          Jetzt kommt erschwerend hinzu, dass mein Mann immer Fieber hat (38.8).
          Gehört das zum Krankheitsbild. Macht es Sinn, dieses Fieber zu drücken? Auch hat er innerhalb kurzer Zeit 10 kg abgenommen.
          In wenigen Tagen haben wir einen Termin beim Onkoogen, um die Chemo zu besprechen. Was wäre wichtig, diesen zu Fragen bzw. mit ihm abzuklären?
          Jetzt schon Danke fürs Bemühen.
          Birne

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          • Re: Darmkrebs mit Metastasen


            Fieber gehört zum Darmkrebs nicht dazu. Vor Start einer Therapie wird man zunächst die Ursache des Fiebers suchen (Portinfektion? Wundinfektion? Bauchbeschwerden?)

            Kommentar


            • Re: Darmkrebs mit Metastasen


              Vielen Dank Herr Dr. Hennesser für die schnelle Antwort.
              Soweit ich das beurteilen kann, befindet sich mein Mann in keinem körperlich guten Zustand - auch wenn man das Fieber mal außer Acht läßt. Wird man trotzdem mit einer Chemotherapie beginnen. Und vor allem, wie dringlich muß man beginnen. Spielen da ein paar Wochen eine Rolle. Wie schnell wachsen denn die Tumorzellen? Auch nimmt er - trotz meiner Mühen beim Speisen zubereiten leider eher ab als zu.
              Für Ihre Antwort schoen jetzt herzlichen Dank.

              Kommentar



              • Re: Darmkrebs mit Metastasen


                Hallo Birne,
                auch mein Mann hat Darmkrebs mit Leber- und Knochenmetastasen. Die ersten Beschwerden hatte er im Dezember 2007, hat sich eine Überweisung zu einer Darmspiegelung geholt und die wäre am 12.08.08 gewesen. -wir haben die ganze Zeit gedacht, dass es Hämorrhoiden sind. Nachdem sich aber trotz Salbe nix gebessert haben wir versucht, in einer anderen Arztpraxis einen Termin zu bekommen und der war dann am 16.06. und dann gings ganz schnell. Darmspiegelung, nächster Tag Krankenhaus und Anus Praeter - keine Darm-OP. Abheilen 2 Wochen im Krankenhaus, 3 Wochen warten, bis der Körper sich nach der OP erholt hat und danach Vorgespräche in der Onkologie. Chemo ist jetzt angesagt und zwar ambulant. In 14 tägigen Abstand erhält er die Chemo, die zu Hause in 48 Stunden durchläuft. Es wird jedes Mal u.a. das Blut kontrolliert und wenn das nicht ok ist, gibt es keine Chemo (momentan ist das so). Das bedeutet, wenn der Körper also durch Krankheit geschwächt ist, kann keine Chemo erfolgen, da der Körper viel Kraft braucht, um die Chemo zu verarbeiten. Vor der Chemo wird also dein Mann auf jeden Fall durchgecheckt und gegen eventuelle Krankheiten etwas getan!
                Du kannst mich auch über Privatnachrichten erreichen...
                Gib deinem Mann Kraft und nutzt jeden Tag und jede Stunde für euch!
                Flor58

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                • Re: Darmkrebs mit Metastasen


                  Liebe Flor58,

                  ich hab dir privat geantwortet.
                  Wie kann es sein, dass ihr erst so spät einen Termin zur Darmspiegelung bekommen konntet? Das ist ja fast kriminell!!

                  Liebe Grüße
                  Birne

                  Kommentar


                  • Re: Darmkrebs mit Metastasen


                    Hallo,

                    Bitte entschuldige die späte Antwort.

                    Birne schrieb:
                    Liebes Braunauge,

                    ich danke dir.Wäre es zu viel verlangt, wenn du mir sagen würdest, was für ein Zeitraum bei deinen Angehörigen zwischen der Diagnosestellung bis zum Tod " lebensverlängernd und schmerzlindernd" war.
                    Bei der einen – die keine Chemo hatte – folgte nach der Entfernung des Darmkrebs eine symptomfreie Zeit von 2 Jahren, danach ging es immer schneller bergab, etwa 3 Monate lang litt sie unter den Symptomen, 2 Wochen lang war sie völlig bettlägerig.
                    Bei der zweiten – die Chemotherapien hatte – folgte nach der Entfernung des Darmkrebs eine symptomfreie Zeit von gut einem Jahr, danach litt sie mehrere Monate lang unter den Symptomen, am Schluß ging alles ziemlich schnell, sie war nur wenige Tage lang bettlägerig.
                    Alle machen mir Hoffnung "das wird schon", "Kopf hoch" usw.
                    Weder sich selber noch anderen sollte man versuchen, etwas vorzumachen. Es ist besser, sich rechtzeitig mit dem Unvermeidlichen auseinanderzusetzen, dann kann man einen Teil der verbleibenden Zeit sogar u.U. noch genießen.

                    Liebe Grüße,
                    Braunauge

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                    • Re: Darmkrebs mit Metastasen


                      Liebes Braunauge,

                      vielen Dank für die Antowrt.

                      Ich habe einfach die Befürchtung, dass uns nicht genug Zeit bleibt, um alles zu klären. Mein Mann ist sehr hoffnungsvoll und will von einem negativen Ausgang gar nichts wissen und ich möchte natürlich auch nicht die Pessimistin sein. Nichts desto trotz habe ich ein - ich denke, nicht unberechtiges Interesse daran, alles für die Zukunft zu ordnen.

                      Auch ich gehöre zu den Menschen die, so furchrtbar es sein mag, trotzdem lieber mit der Realität konfrontiert wird als sich irgendwelchen Hoffnungen hinzugeben, die nicht realisistisch sind.

                      Nochmal vielen Dank für die ehrliche Auskunft, liebes Braunauge.

                      Die zu tiefst traurige Birne

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                      • Re: Darmkrebs mit Metastasen


                        Hallo Birne!
                        Ich war lange nicht mehr im Forum,drum hab ich eben erst Deinen
                        Artikel gelesen.Will hier auch
                        mal eine (leider seltene) aber positive Geschichte loswerden.
                        Vor fast 20Jahren hatte ich eine ähnliche Diagnose.Man sagte mir:"Nehmen sie ihre Kinder aus der Schule u. machen sie noch mal ein paar Tage zusammen Urlaub".Es lohnte sich lt.Essener Klinik angebl. auch keine Chemo mehr.Colon-Ca mit Leber u. Lymphdrüsenmetastasen, war das Untersuchungsergebnis.Durch einen Zufall bekamen wir
                        die Adresse eines Arztes aus D`dorf,der Schulmedizinisch,aber auch viel Naturmedizinisch be-
                        handelt.Habe dort eine sehr intensive,kombinierte Behandlung gemacht.Das Ergebnis kann sich sehen lassen.Die Metastasen sind langsam verschwunden,ich habe mich sehr gut erholt,
                        konnte wieder arbeiten u.s.w..
                        Ich weiss ja nicht,wie es Deinem Mann z.Zt.geht,aber vielleicht kann ich mit meiner Geschichte
                        etwas Hoffnung machen.Du kannst mich gerne privat kontaktieren,dann erzähl ich Dir mehr.
                        Alles Liebe u. viele Grüße

                        Huettenprofi

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