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Lebermetastasen nach Darmkrebs

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  • Lebermetastasen nach Darmkrebs

    2004 hatte mein Vater einen tiefsitzenden Rektumkarzinom. Er wurde erfolgreich operiert. Es ging Ihm soweit sehr gut, bis auf den Stuhlgang ( Am Anfang 20 bis 30 mal ). Durch Tabletten hat er es einigermaßen im Griff. Ich habe mich nur gewundert das er nicht zur Nachuntersuchung ging. Er sagte mir, die Ärzte hätten Ihm gesagt das er das nicht braucht. Jetzt kam der Schock. Er hatte Oberbauchschmerzen und wurde dann untersucht. Man stellte eine leichte Gastritis fest.Die Schmerzen gingen und kamen. Am 6.02.2008 machte man ein CT.
    Und das Ergebniss: Ca.9,5 x 12 cm Filia linker U seg 2 & 3 ( an der Leber). Was können wir jetzt machen?????
    Die besorgte Tochte


  • Re: Lebermetastasen nach Darmkrebs


    Eine Metastase dieses Ausmaßes wird man wahrscheinlich nicht operieren können. Dennoch sollte man diese Option durch einen Chirurgen prüfen lassen. Sinnvoller ist wahrscheinlich der Weg einer Chemotherapie mit dem Ziel der Verkleinerung und evtl. anschließender OP. Leider muß man befürchten, daß vereinzelte Tumorzellen auch an anderen Stellen der Leber sitzen, daher wird man vor einer OP nochmal ein Ultraschall und ein MRT der Leber anfertigen.

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    • Re: Lebermetastasen nach Darmkrebs


      Habe heute den Bericht bekommen der lautet:
      Unauffällige Darstellung der basalen Lungenabschnitte bds.. Die Leber zeigt innerhalb des linken Leberlappens in den Segmenten 2 und 3 ca 9,5 x 12 cm große Raumforderung mit Anhebung der ventralen Kapselanteile des linken Leberlappens.In Nativtechnik stellt sich diese Raumforderung homogen hypodens dar. Nach KM - Gabe zeigt die frühe portovenöse Phase eine deutliche Demarkierung der Struktur mit randständigem KM - Enhancement. Eine weitere Hyponsität findet sich innerhalb des rechten Leberlappens subkapsulär im Segment 6 mit einem Durchmesser von ca. 5 mm. Hier gleichbeibende Darstellung in den nativen, arteriellen und spätportovenösen Phasen. Pankreas unauffällig. Nebenniere und Nieren regelrecht. Keine Zeichen eines Aufstaus. Keine pathologisch vergrößerten Lymphknoten. Soweit beurteilbar unauffällige Darstellung des Darmkonvolutes.

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      • Re: Lebermetastasen nach Darmkrebs


        Neue Aspekte ergeben sich daraus nicht, der Befund bestätigt Ihre mitgeteilten ursprünglichen Ergebnisse. Dennoch besten Dank!

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        • Re: Lebermetastasen nach Darmkrebs


          Was halten Sie davon?????
          Mein Vater hat heute Bescheid bekommen, das er nächste Woche operiert werden soll. Eine Chemo soll nicht gemacht werden.
          Die Lunge ist untersucht worden. Ist alles in Ordnung.

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          • Re: Lebermetastasen nach Darmkrebs


            Ehrlich gesagt bin ich überrascht. Aber wenn der Operateur die Metastase für komplett operabel hält ist das natürlich das beste Vorgehen. Voraussetzung ist daß man mit der OP den Herd komplett entfernen kann und daß keine weiteren Herde vorliegen. In dieser Situation wäre die Strategie völlig korrekt.

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            • Re: Lebermetastasen nach Darmkrebs


              Hallo Herr Dr. Hennesser.
              Ich habe ja geschrieben das die Lunge OK ist.
              Gestern bekam er den Bericht.
              Beurteilung: Nachweis von multiplen medlastinalen Lymphknoten wie o.b. von denen einzelne auch einem maximalen Durchmesser von 1,3 cm pathologisch vergrößert sind. Nicht sicher auszuschließende kleine rechtshiläre Raumforderung. Zur genauen Abklärung dieser Struktur wäre sicherheitshalber die Bronchoskopie zu empfehlen.< Kein Nachweis einer intrapulmonalen Rundherdsetzung. Herzvergrößerung. Initiale Teichen der pulmonalen Hypertonie. Altersemphsern. Nebenbefundlich Darstellung der bekannten Leberraumforderung.

              Ich habe darauf bestanden das er sich nicht sofort operieren lassen soll. Ab Montag bekommt er die erste Chemo.

              Ist das alles richtig??????
              Und was halten Sie von dem Bericht????
              MfG
              Roswitha Bohnenkamp

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              • Re: Lebermetastasen nach Darmkrebs


                Der Lungenbericht wirft in der Tat Fragen auf, die sich aber derzeit auch nicht beantworten lassen. Sind die Vergößerungen darauf Metastasen oder nicht? Das wird nur der Verlauf zeigen. Insofern ist es durchaus sinnvoll, zunächst eine Chemotherapie zu starten, ein durchaus übliches Vorgehen vor einer evtl. anstehenden Entfernung der Lebermetastase(n).

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                • Re: Lebermetastasen nach Darmkrebs


                  Habe mich lange nicht bei Ihnen gemeldet. Mein Vater hat sich noch nicht operieren lassen sondern erst einmal die Chemo gemacht. Ich habe Ihn zur UNI Göttingen gebracht wo man Ihn untersucht hat.
                  DIAGNOSEN:
                  Hepatisch pulmonal mediestenal und fraglich peritoneal metastasierendes Rektumkarzinom.
                  Z.n. neoadjuvanter Radio-Chemotherapie mit FU Folinsäure und Radiatio bis 50,4 Gy 07-08/2004.
                  Z.n. tiefer anteriorer Rektumresektion (TME) 09/2004
                  Z.n. vier Zyklen adjuvanter Chemotherapie mit 5 FU Folinsäure 01-04/2005
                  ED einer großen Lebermetastase im linken Leberlappen 02/2008
                  Z.n. chemotherapie ( FOLFIRI plus Avestin) bis 06/2008
                  Arterieller Hypertonus
                  Lungenemphysem
                  Z.n.Appoplex.
                  Anamnese und Verlauf:
                  In der initialambulanten Vorstellung wurde H. Rackowitsch aufgrund seines guten AZ eine intensivierte Diagnostig empfohlen. Dies vor dem Hintergrund, dass die bekannte Lebermetastase grundsächlich als resektabel angesehen werden konnte. Die zudem in der Computertomographie zur Darstellung gekommender Rundherde waren aufgrund ihrer Größe ätiologisch nicht sicher einzuordnen, jedoch ebenfalls grundsächlich resektabel.
                  In der hier durchgeführten intersivierten Diagnostik mit Ganzkörper FDG PET fand sich ein pathologischer Uptake in dem linken Leberlappen, passend zur bekannten Metastase. Darüber hinaus zeigte sich ein deutlicher Uptake im Bereich des Mediastinums, so dass sie dort vorbeschriebenen grenzwertig vergrößerten Lymphknoten als Metastasen zu interpretieren sind. Darüber hinaus zeigten sich kaudal der Leber mehrere, eindeutig pathologische Anreicherungen, die mit einer Peritonealkarzinose vereinbar sind. Die in der CT gesehenen Lungenherde kamen nicht zur Darstellung, sind jedoch aufgrund ihrer geringen Größe im PET wahrscheinlich nicht darstellbar.
                  Unter Gesamtschau der Befunde ist aus unserer Sicht zum jetzigen Zeitpunkt die Indikation zur chirurgischen Sanierung nicht gegeben.Wir haben dies ausführlich mit H. R. besprochen. Aus unsere Sicht ist die Fortsetzung der Chemotherapie indizirt, ggf. verbunden mit einem Wechsel des Therapieschemas. Nach Rücksprache mit H. Dr. Liepke sahen wir von einer Histologiegewinnung ab, da erforderliche Untersuchungen z.B. zum K-ras Mutationsstatus am Primärtumor durchgeführt werden können. Um H.R. eine Perspeiktive aufzuzeigen haben wir H.R. eine intensivietes Restaging in 3 Monaten angeboten um erneut die Möglichkeit einer operativen Sanierung zu evaluieren.
                  So der Bericht von Göttingen.
                  Mein Vater meint er würde ohne OP länger leben als mit OP. Was halten Sie davon??
                  Roswitha Bohnenkamp ( Tochter )

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                  • Re: Lebermetastasen nach Darmkrebs


                    Sehr geehrter Herr Dr. Hennesser.
                    Könnten Sie mie schreiben was wir richtig machen.
                    OP oder weiter nur Chemo.
                    MfG
                    Roswitha Bohnenkamp

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                    • Re: Lebermetastasen nach Darmkrebs


                      Ihr Vater hat Recht, daß man nur von einer OP profitiert, bei der sicher alle Tumorherde entfernt werden können. Glaubt man dem PET-Ergebnis, so wäre dies nicht möglich. Im Gegenteil, dann würde eine OP zur Verzögerung der Chemotherapie führen und die Lebenserwartung sogar verkürzen.

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                      • Re: Lebermetastasen nach Darmkrebs


                        Sehr geehrter Herr Dr. Hennesser.
                        Habe neue Ergebnisse von meinem Vater. Mein Vater will sich nicht mehr operieren lassen und bekommt auch keine Chemo. Man will ihn alle 6 Wochen erstmal nur untersuchen.
                        Die neusten Ergebnisse:
                        Multi-Slice CT des Thorax, Abdomen u. Becken nach oraler sowie i.v. KM-Gabe vom 30.03.09:
                        Zum Befundvergleich werden Voraufnahmen aus der Uniklinik Göttingen vom 21.11.08 herangezogen. Unauffällige infra- und supraclaviculäre Region. Regelrechte Schilddrüse. Li. epipectoral gelegendes Port-Katheter-System mit regelrechtem Sondenverlauf. Im Medisatinum/aorto-pulmonalen Fenster finden sich einzelne, nach CT-Kriterien normal große LK, unverändert zur Voruntersuchung vom 21.11.08. In der Lungenfenstereinspielung findet sich eine leichtgradige Akzentuierung eines re. apical gelegenen Lungenrundherdes. Neu auftretene pulmonale Metastasen finden sich nicht. Infradiaphragmal insgesamt deutlich vergrößerter li. Leberlappen, der nahezu komplett von Tumorgewebe durchsetzt erscheint. Die RF zeigt in etwa eine Größe von ca. 14 x 10 cm und ist im Vergl. zur Voruntersuchung vom 21.11.08 größenkonstant dargestellt. Eine weiter caudal im re. Leberlappen gelegene cystisch imponierende Metastase zeigt aktuell einen max. Durchmesser von 21 mm, zuvor ca. 15mm.
                        Regelrechte Darstellung von Gallenblase, Milz sowie Pankreas. Eine länglich-ovale LK-Vergrößerung von 22 mm Maximaldurchmesser stellt sich im Verlauf unverändert dar. Keine neu auftretenen Lymphome. Im kleinen Becken finden sich - bis auf eine deutliche Vergrößerung der Prostata mit 66 x 44 mm Durchmesser - keine weiteren pathologischen Veränderungen. Hüft-TEP rechts. Keine Osteodestruktionen.

                        Was halten Sie von dem Ergebniss.
                        Der Tumor in d. li. Leberlappen war vor der Chemo kleiner und man sprach auch nicht vorher davon das der li. Leberlappem nahe zu komplett von Tumorgewebe durchsetzt ist.
                        Was mein Vater jetzt auch noch bekommen hat ist das er immer schlechter laufen kann. Er meint er geht auf Steinen und hat auch kribbeln in den Füßen und Händen. Was kann das sein?????
                        MfG
                        Die besorgte Tochter
                        Roswitha Bohnenkamp

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                        • Re: Lebermetastasen nach Darmkrebs


                          Sehr geehrter Herr Dr. Hennesser,
                          was halten Sie von den dem neuen Bericht vom 20.04.2009 ???
                          MfG
                          Roswitha Bohnenkamp

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                          • Re: Lebermetastasen nach Darmkrebs


                            Der Befund ist insgesamt erfreulich, da der Tumor in den meisten Regionen konstant geblieben und nicht gewachsen ist.

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                            • Re: Lebermetastasen nach Darmkrebs


                              Sehr geehrter H. Dr Hennesser.

                              Bei meinem Vater wird das kribbeln in den Beinen und Händen immer schlimmer. Er kann kaum laufen und kaum etwas anpacken. Er sagte mir, die Schmerzen könnte er nicht mehr aushalten. Kann das von der Chemo kommen??????
                              Was können wir machen ???

                              MfG
                              Roswitha Bohnenkamp

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                              • Re: Lebermetastasen nach Darmkrebs


                                Ursache kann die Gabe von Platinbestandteilen der Chemotherapie sein. In etwa der Hälfte dieser Situationen helfen B-Vitamine und die Einnahme von Gabapentin. Sprechen Sie Ihren Onkologen darauf an. Am wirksamsten ist das Pausieren einer Therapie bzw. Wechsel der Substanz.

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                                • Re: Lebermetastasen nach Darmkrebs


                                  Sehr geehrter H. Dr. Hennesser.

                                  Haben heute für uns eine nicht gute Nachricht bekommen. Die Blutuntersuchung ergab, das der Tumor wächst oder ein anderer sich bildet ( lt. Onkologe). Jetzt will man eine Gewebeprobe entnehmen und wenn es geht eine Antikörperbehandlung vornehmen.
                                  Wir haben davon noch nichts gehört. Kann diese Behandlung helfen????
                                  Oder was kann man noch machen????
                                  Roswitha Bohnenkamp

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                                  • Re: Lebermetastasen nach Darmkrebs


                                    Sehr geehrter Herr Dr. Hennesser.
                                    Mein Vater bekommt wieder Chemo. Leider kann er sie nicht jedo Woche bekommen, denn alle 14 Tage fehlen ihm weiße Blutkörperchen. Dann muß er wieder spritzen damit er wieder seine Chemo bekommt. Vorher hat er keine Probleme gehabt. Ist das normal??
                                    MfG
                                    Roswitha Bohnenkamp

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                                    • Re: Lebermetastasen nach Darmkrebs


                                      Ich habe mich lange nicht gemeldet. Habe heute erfahren das man bei meinem Vater nichts mehr machen ( keine Chemo).
                                      Bis jetzt hat er immer weitere Chemos bekommen.
                                      Der letzte Bericht lautet:
                                      Zum Vergleich liegt eine Voruntersuchung vom 6.11.09 vor.
                                      Die Lungen sind ausgedehnt. Port-a-cath-System von links. Regressive Schilddrüsenveränderungen mit zystischen Läsionen. Aortenplaques. Kein auffälliger mediastinaler oder hilärer Lymphknotenbefund. Unverändert kleiner ventraler Pericarderguß.
                                      Im Lungenalgorithmus zeigen sich multiple Lungenmetastasen. Neu auftretene Lungenmetastase rechts im Segment S8/9. Eine Größenzunahme der Lungenmetastase rechts basal bei S10 von 11 nach 12mm. Metastasendurchsetzter linker Leberlappen: hier Größenzunahme der tumorösen Raumforderung von 9,4 nach 10,2 cm. Typische eingestreute Verkalkungen dieser Lebermetasierung bei Colectam-Carcinom. Eine blande Leberzyste im rechten Leberlappen. Keine CHolestase und keine Harntransportstörung. Die Milz ist nicht vergrößert. Seitengleicher nephrographischer Effekt nach KM-Applikation. Pankreas frei. LKein auffälliger retroperitonealer Lymphknotenbefund. Nach wie vor grenzwertiger Lymphknoten im Ligamentum hepatoduodenale. Regelrechte Kontrastierung der intestinalen Strukturen. Das kleine Becken frei. Massive Prostatahypertrophie. Blasenbodenimpression. Prraesacale Narbenbildung. TEP rechte Hüfte.
                                      Beurteilung:
                                      Leider insgesamt Progress der Tumorerkrankung. Leichte Größenzunahme von Lungenmetastasen, leichte Größenzunahme der hepatischen Metastasierung.

                                      Kann man nichts mehr machen ????????????
                                      Gruß
                                      Roswitha Bohnenkamp

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                                      • Re: Lebermetastasen nach Darmkrebs


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                                        haben Sie meinen Bericht vom 30.04.2010 gelesen?
                                        Würde mich freuen wenn Sie mir kurz antworten würden.
                                        Danke
                                        Roswitha Bohnenkamp

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                                        • Re: Lebermetastasen nach Darmkrebs


                                          "Nichts mehr machen" ist möglicherweise nur auf die Frage weiterer Chemotherapien bezogen. Deren Möglichkeiten hängen von der Vortherapien, ihrer Verträglichkeit und dem Zustand Ihres Vaters ab. Grundsätzlich gibt es beim Darmkrebs sehr viele Therapiemöglichkeiten, vielleicht haben Sie die Möglichkeit, die bisherigen Therapien in einem neuen Beitragsbaum zusammenzufassen.

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                                          • Re: Lebermetastasen nach Darmkrebs


                                            Gerne, s.o.

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