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Chemo nach operativer Entfernung Leber-Metas

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  • Chemo nach operativer Entfernung Leber-Metas

    Hallo,
    ich habe eine Frage:
    im April 07 hatte ich ein Rektum-Ca. Dabei wurde vorher eine kombinierte Chemo-Radiotherapie durchgeführt. Es wurde dann 14 cm Rektum plus 13 Lymphknoten entfernt.Die histologische Untersuchung ergab tumorzellenfreiheit in allen Geweben (ypT0, ypN0 G2). Jetzt im Oktober wurden 3 kleine Metastasen in der Leber gefunden und letzte Wocher operativ erfolgreich und komplett entfernt (ca. 30% der Leber wurde entfernt).
    Jetzt meine Frage: wäre es jetzt sinnvoll anschließend eine Chemotherapie zu machen?

    Vielen Dank im voraus für Ihre Rückmeldung

    Mit freundlichen Grüßen
    Angie47


  • Re: Chemo nach operativer Entfernung Leber-Metas


    Auch wenn es zu dieser Konstellation keine klare Studie gibt so zeigt eine Zusammenfassung aller dazu vorliegenden Informationen doch, daß eine Chemotherapie hier Sinn macht. Sprechen Sie Ihren Onkologen darauf an, die damalige Therapie evtl. zu erweitern um sog. zielgerichtete Therapien.

    Kommentar


    • Re: Chemo nach operativer Entfernung Leber-Metas


      Sehr geehrter Dr. Hennesser,
      Vielen Dank für Ihre Antwort.
      Ich muss dazu sagen, dass ich die Chemotherapie Oxalinplatin/Xeloda nicht sehr gut vertragen habe.
      Ich habe vor allem eine sehr starke Neuropathie entwickelt. Mein Onkologe hat gemeint dass die Vorteile einer Chemotherapie in meinem Fall nicht klinisch belegt sind.

      Aufgrund diesen Nebenwirkungen bin ich nicht sonderlich erpicht darauf eine neue Chemotherapie zu machen.
      Aber ich werde wohl das alles mit meinem Onkologen besprechen und Ihnen gerne wenn sIe möchten unsere Entscheidung mitteilen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Angie47

      Kommentar


      • Re: Chemo nach operativer Entfernung Leber-Metas


        Wie gesagt, es gibt keine klaren klinischen Studien dazu. Allenfalls eine Tendenz, die für die Durchführung einer Therapie spricht. Insofern bleibt die Entscheidung individuell, in die Abwägung sollten dann natürlich auch Ihre Erfahrungen mit der vorangegangenen Chemotherapie einfließen.

        Kommentar



        • Re: Chemo nach operativer Entfernung Leber-Metas


          Wie in meinem Fall jetzt verfahren wird, ist noch offen.
          Mein Onkologe vor Ort wartet noch auf eine Empfehlung von den Onkologen aus der Universitätsspital Zürich wo man mir die Metastasen entfernte. Außerdem werde ich mein Fall in der Onkologischen Tagesklinik in Ulm vorstellen, um eine 2. Meinung zu bekommen.

          Was mir wohl im Moment am meisten zu schaffen macht, ist wohl die Ungewissheit darüber wie die Krankheit verlaufen wird - Remission oder Rezidiv -und ob eine Chemotherapie, die auch selbst belastend sein kann - eine Erhöhung meiner Lebenschancen - bringen kann.

          Aber gerade die diese Unsicherheit/Unwissen ist einer der charakterischen Merkmale dieser Krankheit. Bisher hat das Wachstum der Tumore keine von mir wahrnehmbarer Beschwerden verursacht.
          Ich habe nur unter den Therapien gelitten. Das ist ja wohl typisch für diese Krankheit.

          Vielen Dank für Ihre Einschätzung
          Mit freundlichen Grüßen
          Angie47

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          • Re: Chemo nach operativer Entfernung Leber-Metas


            Hallo Dr. Hennesser und alle Interessierten,

            ich wollte Ihnen von meiner weiteren Behandlung erzählen.
            Meine Frage war, ob ich eine Chemotherapie nach der Entfernung der Metastasen in meiner Leber bekommen soll.
            Nachwievor war mein Onkologe unentschlossen. Bei eigenen Recherchen im Internet bin ich auf eine Studie über eine Radioimmuntherapie mit Labetuzumab, die an der Uniklinik Göttingen mit guten Ergebnissen durchgeführt wurde/wird. Diese Therapie wird Patienten mit genau meinem Krankheitsverlauf gegebenen. Sie ist eine gezielte Therapie, sie ist wie eine kleine Bestrahlung von innen. Kurz und gut: ich habe dort angefragt und wurde für die Therapie angenommen, die in dann im Dezember 07 erhielt. Sie ist erheblich nebenwirkungsärmer als Chemotherapie, und viel wirksamer, da sie gezielt die Krebszellenverbände < 1 mm angreift und zerstört.
            Allerdings wurde bei den Vorunstersuchungen einen sehr kleinen Schatten in der oberen linken Lunge gefunden. Trotzdem erhielt ich die Therapie.
            Nächste Woche wird die Lunge noch einmal angeschaut. Ich hoffe sehr, dass dieser kleine Schatten verschunden ist. Ansonsten wenn er gewachsen ist, werde ich wohl eine kleine Lungen-OP bekommen. Meine Tumormarkerwerte sind inzwischen bestimmt wurden und sie sind in den Normbereich von 22 vor der Leber-OP auf 3 (CEA) und von 45 auf 24 (CA19-9). Das ist zumindest ein gutes Zeichen.
            Auch wenn ich die OP brauchen sollte, wird die RAIT Therapie wiederholt. So werden eben Kleinstherde zerstört und das Risiko, erneut ein Rezidiv zu bekommen, erheblich gesenkt. (Meiner Meinung nach besser als mit Chemotherapie, die nur unspezifisch wirkt).

            Ich habe gedacht, diese Therapie wäre vielleicht für Sie von Interesse. Sie stellt in bestimmten Fälle eine gute Alternative zur Standardtherapie dar. Mein Onkologe vor Ort ist sehr zufrieden damit. Aber die Therapie habe ich letztendlich nur dank meiner eigenen Initiative bekommen.
            Zum Glück bin ich jung und gebildet genug um persönlich für meine Gesundheit etwas zu tun.

            Ich finde, der Versuch ist es alle Mal Wert. Die Standardtherapie mit Chemotherapie, falls nötig, kann ja immer noch gegeben werden.

            Viele Grüße
            Angie47

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            • Re: Chemo nach operativer Entfernung Leber-Metas


              Ds ist sehr erfreulich, insbesondere die Tatsache, daß nun diese Studie durchgeführt wird, auf deren Ergebnisse wir gespannt warten.

              Kommentar