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Darmkrebs/lebermetastasen

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  • Darmkrebs/lebermetastasen

    Hallo Doktor! Mein Schwager hat Darmkrebs , er hat schon eine Chemotherapie hinter sich, der Tumor ist kleiner geworden, dann musste Op folgen , aber nach der nächste Untersuchung hat sich herausgestelt, dass er 7 lebermetastasen hat, eine davon ist 10,6 cm. Metastasen sind inerhalb 2 Wochen um 30% gröser geworden. Diagnose ICD:C20.91 Ca recti (was bedeutet das?). Zur Zeit wird er mit FolFox+Avastin therapiert, wie wirksam ist dieser medikament?. Warum wird sein Tumor im Darm nicht Operiert , zu der Zeit in der sich die Metastasen in seine Leber befinden. Frage, wie lange kann eine Person mit dieser Diagnose noch leben.


  • RE: Darmkrebs/lebermetastasen


    Lebermetastasen sind je nach Lage und Ausdehnung (beide Leberlappen oder nur einer) operabel, dies muß der Chirurg immer im Einzelfall entscheiden. Als allgemeine Faustregel sind Metastasen meist dann operabel, wenn sie nur einen Leberlappen betreffen, bis 5cm groß sind und nicht mehr als 5 Stück betragen. Angesichts der von Ihnen beschriebenen Befunde spricht vieles gegen die OP, denn bei 7 Herden muß man leider annehmen, daß noch viele weitere Herde verteilt sind, die man gegenwärtig nicht sehen kann und man praktisch die ganze Leber herausnehmen müßte, was wiederum nicht lebensfähig ist. FolFox und Avastin sind derzeit das Beste was machbar ist.
    Zu der Lebenserwartung äußere ich mich nicht via Internet, denn diese hängt von sehr vielen weiteren Faktoren ab, aber man sollte offen mit Ihnen sein, daß es sich hier leider nicht mehr um eine Heilung handeln kann.

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    • RE: Darmkrebs/lebermetastasen


      Sehr geehrter Herr Dr. Hennesser!
      Darf ich zur Operabilität der Lebermetastasen eine Anmerkung machen. Die von Ihnen beschriebene Faustregel ist zwar richtig, aber ein erfahrener Chirurg ist unter bestimmten Voraussetzungen auch in der Lage, Metastasen die auf beide Leberlappen verstreut sind, zu opererieren. Eine Resektion eines ganzen Leberlappens kann durchaus mit einer Radiofrequenzablation (LITT) beim anderen Leberlappen (je nach Größe und Ausdehnung der Metastasen) kombiniert werden (atypische Leberresektion). Die Faustregel erfahrener Chirurgen lautet eher, daß 1/3 des gesunden Lebervolumens übrig bleiben muss. Zudem müsste unbedingt auch kontrolliert werden, ob durch die Chemo (Folfox + Avastin) die Metastasen sich möglicherweise derart verkleinern, daß eine OP doch noch möglich wird. Ob nach einer Metastasenoperation- bzw. ablation, bei der alle Metastasen entfernt wurden, neue Metastasen nachwachsen ist meines Erachtens fraglich. Es ist dies durchaus möglich, muss aber nicht zwingend der Fall sein. Die Metastasenoperation ist auf jeden Fall erste Wahl, sollte eine solche möglich sein. Die von tanja.m beschriebene Situation ist zwar extrem ernst, aber nicht prinzipiell ohne Aussicht. Das müsste man sich genauer ansehen.
      Mit herzlichen Grüßen.
      Vinnie

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      • RE: Darmkrebs/lebermetastasen


        Es geht weniger um die Frage, was technisch machbar ist als vielmehr um die Sinnhaftigkeit und um die Erläuertung für den Fragesteller, warum man sich hier offenbar für diesen Weg und gegen den anderen entschieden hat. Eine vor Ort festgelegte Therapiestrategie grundsätzlich in Frage zu stellen vermag ich ohne Kenntnis des Patienten und der gesamten Befunde hier nicht. Und falsche Hoffnungen wecken möchte ich nicht.

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        • RE: Darmkrebs/lebermetastasen


          Sehr geehrte Dr.Henneser, ich bedanke mich für ihre Anwort, werde aber mich bald wider melden.

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          • RE: Darmkrebs/lebermetastasen


            Hallo Dr. Hennesser. Mein Schwager bekommt seit 2 Wochen FolFox+Avastin, sein Zustand ist nicht sehr gut. Er hat wieder nächtliches Fiber über 39°C und das Schwitzen. Was kann dass bedeuten? Gibt es gegen das Schwitzen ein Mittel, der nicht das Leber belastet. Danke im Vorauß für Ihre Anwort.

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            • RE: Darmkrebs/lebermetastasen


              Hallo Dr.Hennesser! Ich habe im Internet gelesen über Haelan 951, ein fermentierte Soja Getränk, der sollte helfen Chemo besser zu vertragen und das er bei der heilung hilft .Was sagen Sie dazu?

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              • RE: Darmkrebs/lebermetastasen


                Hallo Herr Dr. Hennesser,

                mein Vater bekommt nach Operation von Lebermetastasen (Darmkrebs 1995/Lebermetastasen 1999, 2006 erneut 2 Lebermetastasen) die Chemotherapie Folfox per Port. Während der beiden "Chemo-Tage" geht es ihm eigentlich ganz gut, erst am 4. und 5. Tag hat er sehr mit Nebenwirkungen zu kämpfen (Durchfall, Appetitlosigkeit). Können Sie mir einen Tip geben, was man begleitend einnehmen kann, um diese etwas zu lindern?
                Evi Loreth

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