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Okklusionspflaster immer zur gleichen Zeit?

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  • Okklusionspflaster immer zur gleichen Zeit?

    Hallo,

    Vor 3 Monaten schrieb ich davon das mein inzwischen 6 jähriger Sohn als Erster in der Familie eine Brille bekam. Inzwischen hat er sich an die Brille die einen Unterschied von 3 Dioptrien ausgleichen soll (rechts +2 & links +5) gewöhnt. Nun haben wir auch Okklusionspflaster verschrieben bekommen die wir 2-3 Stunden täglich kleben sollen.

    Meine Frage nun.....Muss immer zur gleichen Zeit geklebt werden oder kann er am Wochenende wenn er nicht in die Schule muss statt Nachmittags auch mal Vormittags kleben?

    LG Restless

  • Re: Okklusionspflaster immer zur gleichen Zeit?

    Ja, das ist durchaus möglich, wenn dadurch die Gesamtdauer der Okklusion nicht reduziert wird. Prinzipiell ist es auch effektiver, die Okklusion unter visueller (Mehr-)belastung durchzuführen, also beim Fernsehen, Lesen, Malen, PC-Spiele usw., als bspw. beim Herumtoben, Spazierengehen etc. Es ist auch denkbar, dass man - wie in Ihrem Falle - die 2-3 Stunden Okklusionsbehandlung eines Tages in mehrere Zeitabschnitte aufteilt, in denen Ihr Sohn besonders konzentriert visuelle Tätigkeiten ausübt, also tatsächlich eine Art Training. Dann könnte man bei entsprechend zielführender Beschäftigung auch 2 Stunden am Morgen und 1 Stuned nachmittags okkludieren.

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    • Re: Okklusionspflaster immer zur gleichen Zeit?

      Ich habe mich mit Freunden in England unterhalten deren Kind auch ein schwächeres Auge hatte und die haben mir von einer anderen Methode erzählt, die sich für mich auch sinnvoll anhört, gerade weil mein Sohn ja "erst" 6 Jahre alt ist und somit noch eine kleine Chance besteht, dass sich die Sehkraft in seinem linken Auge ewtl doch noch besser einstellen könnte......Es ging um das "push-pull Training" in dem der "Konkurrenzkampf beider Augen wieder angeregt werden soll und sich so ewtl doch besseres räumliches Sehen einstellt. Wird dieses Training in Deutschland auch angewendet? Muss ich das extra ansprechen? Ich habe nichts dagegen das mein Kind Brillenträger ist, ich möchte ihm nur alle Chancen einräumen, vernünftig, räumlich zu sehen.

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      • Re: Okklusionspflaster immer zur gleichen Zeit?

        Hallo,
        die von Ihnen erwähnte Methode hat sich bis jetzt nur im Labor bewährt.
        Hier gibt es eine Alternative zur Okklusionstherapie.
        https://caterna.de/wie-wird-eine-amblyopie-behandelt/

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        • Re: Okklusionspflaster immer zur gleichen Zeit?

          Mit Caterna bin ich schon in Kontakt getreten. Schauen wir mal was dabei rum kommt.

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          • Re: Okklusionspflaster immer zur gleichen Zeit?

            Kann nicht schaden, aber bitte immer bedenken: eine Okklusionsbehandlung, Pleoptik-Schulung oder sonstiges visuelles Training ersetzt keine Brille! Die vorhandene Anisometropie von immerhin 3,00 Dioptrien wird dadurch nicht beseitigt oder verbessert, sondern "lediglich" ihre negativen Konsequenzen. Ihr Sohn wird bei diesem Befund immer ein Brillen- (oder ggf. Kontaktlinsen-)träger sein und bleiben.

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            • Re: Okklusionspflaster immer zur gleichen Zeit?

              ...eine Okklusionsbehandlung, Pleoptik-Schulung oder sonstiges visuelles Training ersetzt keine Brille! Die vorhandene Anisometropie von immerhin 3,00 Dioptrien wird dadurch nicht beseitigt oder verbessert, sondern "lediglich" ihre negativen Konsequenzen. Ihr Sohn wird bei diesem Befund immer ein Brillen- (oder ggf. Kontaktlinsen-)träger sein und bleiben.
              Das er Brillenträger bleibt, ist ja nicht weiter dramatisch, weil er sich inzwischen gut an die Brille gewöhnt hat. Dennoch gebe ich die Hoffnung natürlich nicht auf, dass sich die Anisometropie ewtl etwas bessern kann. So das der Unterschied nicht mehr ganz so hoch ist. Aber da mein Sohn wie gesagt erst seit etwas mehr als 3 Monaten eine Brille trägt und wir bisher erst einen Kontrolltermin hatten (bei dem immerhin festgestellt wurde, dass sich nichts verschlechtert hat) kann man dazu wohl noch keine Prognose abgeben.


              LG Restless

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              • Re: Okklusionspflaster immer zur gleichen Zeit?

                Die Anisometropie wird sich nicht wesentlich ändern, schon garnicht durch eine Amblyopiebehandlung mittels Okklusion etc., aber auch nicht durch das Tragen einer Brille. Die Weitsichtigkeit wird sich bedingt durch das natürliche Wachstum noch etwas reduzieren. Das würde sie aber auch ohne jegliche Behandlung. Eine Prognose ist in Unkenntnis der Befunde über Sehschärfe und Binokularfunktionen (z. B. Qualität des räumlichen Sehens), sowie der Frage, ob ein manifestes Schielen besteht, nicht zu stellen.

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                • Re: Okklusionspflaster immer zur gleichen Zeit?

                  Die Werte sind rechts Sph +2,00 und links Sph +5,00 Cyl -0,50/20° Was das genau bedeutet weiß ich nicht. Mein Sohn ist der erste Brillenträger in der Familie. Wenn es Augenkrankheiten oder ähnliches gegeben hätte, wären wir früher zum Augenarzt gegangen. Da er erst in der Schuluntersuchung auffällig war, kann der Arzt auch schlecht beurteilen, ob das linke Auge von Anfang an schwächer war oder nicht. Da mein Sohn seine Brille erst knapp 4 Monate trägt, ist es schwer Prognosen abzugeben. Allerdings hoffe ich, dass das linke Auge seine Arbeit durch die Brille und das Abkleben des rechten Auges über ein paar Stunden täglich, ewtl wieder etwas gewissenhafter aufnimmt.

                  LG

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                  • Re: Okklusionspflaster immer zur gleichen Zeit?

                    Wie genau ist die Sehschärfe (Visus) des rechten und linken Auges mit der Brille? Denn darauf kommt es ja an....

                    Die von Ihnen genannten Werte bedeuten, dass das rechte Brillenglas eine Weitsichtigkeit von 2 dptr. korrigiert, das linke Brillenglas eine von 5 dptr. und eine geringe Hornhautverkrümmung mit einem Zylinder von 0,5 dptr. in einer nicht ganz horizontalen Achse von 20 Grad.

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