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Carbamazepin -- langfristige Nebenwirkungen

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  • Carbamazepin -- langfristige Nebenwirkungen

    Guten Tag,

    meiner Mutter (59 Jahre alt) wurde vor ca. 20 Jahren ein Gehirntumor entfernt. Zur Vorbeugung epileptischer Anfälle nimmt sie seitdem Carbamazepin (momentan 400g retard).

    Seit ca. 5 Jahren leidet meine Mutter häufig unter starkem Schwindel und Gehstörungen und traut sich deshalb kaum alleine aus dem Haus, aus Angst zu stürzen (ist ihr auch schon mehrfach passiert). Bisher konnte kein Arzt sagen woher der Schwindel kommt.
    Zudem hat sie seit mehreren Jahren vermehrt Gedächtnisstörungen und schafft es nicht, selbst einfache Kausalzusammenhänge zu verstehen. Sie hat das auch schon selbst bemerkt und ist mit der Situation nicht zufrieden.
    Beide Entwicklungen machen uns Sorgen und schränken die Bewegungs- und Handlungsfähigkeit meiner Mutter stark ein.

    Jetzt hat die Neurologin meiner Mutter ihr geraten, das Carbamazepin auszusetzen. Meine Mutter lehnt das strickt ab aus Angst vor epileptischen Anfällen (sie hatte einmal einen solchen nachdem sie kurz nach der Kopf-OP auf Anraten eines Arztes das Medikamt abgesetzt hatte). Jetzt will die Neurologin anhand des Blutbildes prüfen, ob zumindest eine Verringerung der Dosis in Frage kommt.
    Daraufhin habe ich mich näher über Carbamazepin erkundigt (auf Onmeda) und festgestellt, dass o.g. Beschwerden exakt als "sehr häufige" Nebenwirkungen genannt werden.

    Meine Fragen:
    - Ist es nach 20 Jahren Beschwerdefreiheit sinnvoll, das Carbamazepin komplett abzusetzen? Wie hoch sind die Risiken dass noch ein epileptischer Anfall auftritt?
    - Kann es sein dass die o.g. Beschwerden auf Carbamazepin zurückzuführen sind?
    - Falls ja, besteht die Aussicht (nach so langer Zeit) dass die Beschwerden wieder zurückgehen falls das Medikament abgesetzt wird?
    - Gibt es ein Ersatzpräparat mit weniger Nebenwirkungen? (zB Oxcarbazepin)

    Besten Dank für Ihren Rat!

    Freundliche Gruesse
    Peter Be.