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Beginn Demenz?

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  • Beginn Demenz?

    Hallo zusammen,
    ich werde im nächsten Jahr 70 und stehe noch voll im Leben. Aber ich vergesse immer sehr viel und tue mir sehr schwer, mir etwas zu merken. Jetzt fange ich an, meinen Haushalt so zu organisieren, dass immer alles auf seinem Platz liegt, weil mir das ewige Suchen auf die Nerven geht. Da mein Mann ein fürchterlicher Schlamper ist, gibt es immer wieder Ärger.
    Ich bin Alkoholiker aber seit 15 Jahren wirklich trocken. Meine Leber hat sich wieder gut erholt und alle Werte sind in Ordnung.
    Hat mein Alkoholmißbrauch eine Auswirkung und begünstigt das die Demenzentwicklung?
    Wie erkenne ich bei mir selber, ob meine Angst vor Demenz berechtigt ist?
    Danke und allen ein schönes Wochenende

    christamarie


  • Re: Beginn Demenz?


    Hallo christamarie,
    gehen Sie zum Hausarzt, besorgen Sie sich einen Überweisungsschein für einen
    niedergelassenen Psychiater oder Neurologen. Eine Gedächtnisambulanz ist auch zu empfehlen. Sie können dann dort einen Termin zu einer " Demenztestung " vereinbaren.
    Lesen Sie evtl. auch meine Berichte.
    Alles Gute
    Ischwalm

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    • Re: Beginn Demenz?


      Hallo Ischwalm,

      Danke für Ihre Zeilen. Wo finde ich Ihre Berichte?

      Herzliche Grüsse

      Christamarie

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      • Re: Beginn Demenz?


        Hallo,
        auf der ersten und zweiten Seite der Themenübersicht vom Forum!
        LG
        Ischwalm

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        • Re: Beginn Demenz?


          Sehr geehrte christamarie,

          ich schließe mich der Empfehlung von Ischwalm an. Sie sollten einen Neurologen, Psychiater oder eine Gedächtnissprechstunde/Memory-klinik aufsuchen.
          Bezüglich Ihrer Frage nach den Zusammenhängen zwischen Alkoholmißbrauch und Demenz: grundsätzlich erhöht ein chronischer Alkoholmißbrauch statistisch das Risiko für das Auftreten verschiedener Demenzerkrankungen. Dies heißt aber nicht, daß alle entsprechenden Patienten auch irgendwann eine Demenz entwickeln.

          Mit freundlichen Grüßen,

          Spruth

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          • Re: Beginn Demenz?


            Hallo,
            zuerst ein Danke an alle, die mir geantwortet haben. Vielleicht interessiert es Euch, zu hören, wie es mir in der Gedächtnissprechstunde gegangen ist:
            Die Aufgaben, die zu lösen waren, habe ich teils sehr gut, aber auch teilweise sehr schlecht gemacht. Man konnte genau feststellen, dass räumliche Orientierung und die Aufmerksamkeit zu wünschen übrig ließen. Das ist aber erklärbar mit einer Verdickung im Gehirn, die man erstmalig 2oo1 festgestellt hat. Ansonsten waren die Ergebnisse sehr gut. Ich werde nächstes Jahr wieder zur Untersuchung dort sein und anhand der Veränderungen kann man mehr sehen. Der Arzt meinte aber - Alzheimer eher nein.
            Er gab mir mit auf den Weg:
            Immer nur ein Ding machen, aber mit voller Konzentration. Also nur Musik hören oder nur Bügeln. Außerdem Hilfsmittel verwenden: Kalender, Zettel, Diktiergerät usw.
            Und was mir besonders erwähneswert erscheint, alles mit Genuß zu tun. Zum Beispiel, Strümpfe anziehen: Bisher hüpfte ich auf einem Bein und stülpte mir schnell die Socke über. Das ist falsch. Ich setze mich hin, nehme die Socken, fühle sie, ob sie schön weich sind und ziehe sie an. Ich streiche mit den Händen über meine Beine und freue mich, dass sie so gut passen. Und ich nehme mir viel Zeit. Seit einer Woche versuche ich, mich nicht mehr hetzen zu lassen und alle Tätigkeiten zu genießen. Es hat fast etwas mit Luxus zu tun....

            Das sind sicher Ratschläge für ältere Leute. (Ich bin 7o Jahre alt!) Trotzdem: Probiert es einfach mal aus.

            Hat jemand ähnliche Erfahrungen und mag mir mal schreiben? Ich würde mich freuen.

            Liebe Grüsse aus dem Bayerwald

            christamarie

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            • Re: Beginn Demenz?


              Hallo christamarie,
              ich freue mich für Sie! Klarheit durch eine fachärztliche Untersuchung hilft und in Ihrem Fall gibt Sie neue Kraft und Mut. Bei einem Verdacht auf eine Demenz sollte dies jeder tun.
              Bleiben Sie am Ball!
              Alles Liebe
              Ischwalm

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              • Re: Beginn Demenz?


                Liebe christamarie,
                ich freue mich für Sie, dass die Untersuchung so zufriedenstellend ausgegangen ist. Ihre Anleitung im Umgang mit sich selbst finde ich wunderbar und werde versuchen sie mir zu Herzen zu nehmen.
                Es sind oft die ganz einfachen Dinge, die wir vernachlässigen und die uns doch so wohl tun würden.
                Alles Liebe
                Leona

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                • Re: Beginn Demenz?


                  Hallo Chistamarie,

                  klasse, wie Sie das angehen und super, wie Sie Ihr Alkoholproblem in den Griff bekommen haben. 15 Jahre trocken - das ist was, worauf Sie stolz sein dürfen.

                  Ich habe mal einen Menschen gekannt, der wegen seiner Alkoholabhängigkeit zu den Anonymen Alkoholikern gegangen ist und es mit Gruppenhilfe geschafft hat. Er hatte mir erklärt, dass es hauptsächlich darum gehe, im Heute zu leben und Gottvertrauen zu entwickeln. Die "Philosophie" der AA und ähnlicher Gruppen funktioniert und bietet vmtl. auch Hilfe über das eigentliche Problem hinaus.

                  Bei lang andauernder Alkoholabhängigkeit kann es u.U. zur einer sog. Korsakow-Krankhait kommen, das ist eine Art Demenz. Die haben Sie aber nicht und werden sie vmtl. auch nicht bekommen, da sie schon lange abstinent leben. Der Schauspieler und Entertainer Harald Juhnke hatte es trotz mehrerer Anläufe leider nicht geschafft und bekam diese Krankheit. Ich würde aber auch wetten, dass er nie in einer Selbsthilfegruppe war. Promis findet man dort wohl eher selten mit Ausnahme des Schriftstellers Ernst Herhaus.

                  Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Kraft und Glück und v.a. Gesundheit und ein langes Leben!

                  Liebe Grüße
                  Egon-Martin

                  Kommentar


                  • Re: Beginn Demenz?


                    Hallo lieber Egon-Martin,

                    ich danke Ihnen vielmals für Ihre warmen Worte. Ja, die Geschichte mit dem Alkohol war eine lange, schwierige Sache. Gesundheitlich habe ich mich wirklich wieder erholt obwohl mir vor 15 Jahren die Ärzte keine Hoffnung gemacht haben. Leider habe ich keinen tiefen Gottesglauben. Trotzdem sage ich, der liebe Gott hat mir geholfen.

                    Liebe Grüsse aus dem sonnigen Bayerwald.
                    christamarie

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