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Altershirndruck

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  • Altershirndruck

    Liebe Forumteilnehmer,lieber Herr Dr. Spruth

    meine Mutter leidet seit 2 Jahren an dem sogenannten Altershirndruck-in der Fachsprache- Normaldruckhydrocephalus-.
    Leider wurde meine Mutter falsch diagnostiziert und als Alzheimerpatientin/ schwere Demenz/ medikamentös eingestellt und behandelt.
    Am Anfang wollte man eine Shunt-OP zum Ablauf des Liquors anstreben. Diese OP wurde aber nie durchgeführt, da meine Mutter ständig Infekte hatte. Anschließend versuchte man es mit einer Lumbalpunktion. Die aber auch nicht zu dem gewünschten Ergebnis führte!

    Nun meine Frage, wer hat Erfahrungen mit dieser Krankheit gemacht oder pflegt einen Angehörigen? Oder gibt es Alternativen
    zu einer OP? Wie ist die Langzeitprognose? Ich bin für "JEDEN" Hinweis dankbar!

    Herzlichen Dank!
    Gruss
    Rosenmädchen

  • Re: Altershirndruck


    Hallo Rosenmädchen,
    aber wann wurde die Diagnose geändert?
    Herr Dr. Spruth wird sicherlich antworten
    Herzliche Grüße, Flieder

    Kommentar


    • Re: Altershirndruck


      Hallo Flieder,

      meine Mutter wurde ungefähr 1 1/2 Jahre als Alzheimerpatientin
      behandelt und seit ca. 1 Jahr weiss man vom Hirndruck. Die letzte Lumbalpunktion ist jetzt auch ca. 1 Jahr her.
      Der Resonanz nach hier im Forum zu urteilen, ist der Altershirndruck wohl nicht sehr bekannt!?
      Ich hoffe auch auf eine Antwort von Herrn Dr. Spruth!!?

      Ganz liebe Grüsse....auch an Deine Familie!
      Rosenmädchen

      Kommentar


      • Re: Altershirndruck


        Hallo Herr Dr. Spruth!

        Haben Sie mich vergessen?? Ich habe bis heute keine Antwort auf
        meine Fragen bekommen!?
        Wobei andere Teilnehmer an einem regen Gedankenaustausch mit Ihnen teilnehmen durften....verstehe ich nicht!!???

        Gruß
        Rosenmädchen

        Kommentar



        • Re: Altershirndruck


          Sehr geehrte(s) Rosenmädchen,

          der Normaldruckhydrocephalus ist eine vermutlich unterdiagnostizierte Erkrankung, bei der ein Mißverhältnis zwischen Poduktion und Resorption/Abfluß von Nervenwasser (Liquor) besteht, welches das Gehirn um- und in einem Höhlensystem durchspült. In der Folge kommt es zu einer Aufweitung der inneren Liquorräume und einem Druck auf v.a. die davor liegenden Hirnanteile. Klinisch zeigen sich bei einem Vollbild der Erkrankung Hirnleistungsstörungen bis zur Demenz, eine Gangstörung, die der eines Parkinson-Patienten ähnelt und eine Inkontinenz. Die Therapie besteht darin, den Druck im Hirnkammersystem zu senken indem der von Ihnen angeführten Shunt gelegt wird, d.h. eine Ableitung von Nervenwasser durch ein druckreguliertes Ventil nach außerhalb des Kopfes (z.B. in den Herzvorhof). Diese Therapie ist aber nur sinnvoll, wenn von einer klinischen Besserung nach Drucksenkung auszugehen ist. Um dies zu überprüfen und die Diagnose überhaupt zu sichern wird eine Lumbalpunktion vorgenommen, bei welcher eine größere Menge Nervenwasser abgelassen werden. Kommt es in der Folge zu keiner Besserung wiederholt man diese Maßnahme. Erst wenn der Patient eindeutig hierauf anspricht, sollte ein neurochirurgischer Eingriff vorgenommen werden. Alternativ können auch, wenn die Besserung über eine längere Zeit anhält, wiederholt Lumbalpunktionen vorgenommen werden. Die Prognose ist umso besser, je kürzer die Erkrankung vorliegt. Der Langzeitverlauf ist individuell sehr unterschiedlich und hängt auch sehr vom therapeutischen Erfolg der o.g. Behandlungen ab. Aus diesem Grunde möchte ich hierzu keine konkreten Angaben machen.
          Daß ich Ihnen bisher noch nicht antwortete und anderen schon ist Zufall, da ich meist leider vielleicht etwas zu willkürlich einige Beiträge "herausziehe" und bearbeite. Ich bitte um Entschuldigung.

          Mit freundlichen Grüßen,

          Spruth

          Kommentar


          • Re: Altershirndruck


            Vielen Dank Herr Dr. Spruth für die ausführliche Antwort!
            Sie haben mir sehr weiter geholfen!

            Mit freundlichen Grüßen
            Rosenmädchen

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