• Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Kreuzallergie Lebensmittel

Einklappen

X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Kreuzallergie Lebensmittel

    Hallo,

    seit einigen Jahren habe ich, leicht stärker werdend, ein leichtes Brennen im Mund wenn ich bestimmte Lebensmittel esse (rohe Karotte, Äpfel, Steinobst, usw.). Da ich im selben Zeitraum eine recht deutlich ausgeprägte Birkenpollenallergie entwickelt habe, vermute ich Kreuzallergien.

    Meine Frage ist nun: Ist es bedenklich diese Lebensmittel gelegentlich zu essen? Wird die Allergie dadurch schlimmer? Gibt es noch weitere Effekte außer das Brennen im Mund die ich nicht bemerke (im Magen-Darm-Trakt z.B.) oder kann ich, wenn die Nektarine frisch vom Baum lockt abwägen, ob mir der Genuß in dem Augenblick die Viertelstunde leicht brennendes Gefühl im Mundraum wert ist?


  • Re: Kreuzallergie Lebensmittel

    Hallo,

    am häufigsten handelt es bei allergischen Reaktionen auf Kreuzallerien um Juckreiz und Schwellungen im Mund- und Rachenraum (Lippen, Zunge, Gaumen, Ohren, Rachen). Dies wird als orales Allergiesyndrom bezeichnet.
    Eher selten kommt es zu schweren Reaktionen der Haut (Quaddeln, Rötung, Schwellung), des Magen-Darm-Traktes (Durchfall, Erbrechen), der Atemwege (Asthma, Atemnot) und des Kreislaufsystems (Blutdruckabfall, Schock). In sehr wenigen Fällen jedoch kann es zu diesen lebensbedrohlichen Symptome kommen, die man als Anaphylaxie bezeichnet.
    Sie sollten also, wenn der Verzicht zu schwer ist, ein Antihistamin und ggf. wenn bei Ihnen bereits ein Asthma bronchiale bekannt ist, auch ein s.g. Notfallspray (Atemwegserweiterer) mit sich führen.
    Ich würde Ihnen eine Hyposensibilisierung empfehlen, die zumindest die Chance einer Verbesserung der Hauptallergie bietet und somit auch der Kreuzallergie. Außerdem kann dies eine Ausweitung der Allergie zu einem Etagenwechsel (von Kopf zu Lunge), also zu einem Asthma bronchiale verhindern.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dipl. med. Thomas Hagen

    Kommentar