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Schlechteres sehen nach refraktivem Linsentausch

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  • Schlechteres sehen nach refraktivem Linsentausch

    Guten Tag zusammen,

    ich habe am 21.10. das rechte Auge und am 28.10.17 das zweite Auge operieren lassen.

    Ich weiß es ist noch nicht lange her, aber ich habe trotzdem etwas Panik und wollte daher auch einmal ein andere Meinung hören.

    Ich entschied mich freiwillig zu der OP da ich in allen Bereichen schlecht sah (Ferne und Zwischenbereich verschwommen) und in der Nähe ging es nur mit Lesebrille. Ich wollte daher eine Brillenfreiheit haben und man hat mir die Okulentis Premium Linsen eingesetzt.

    Laut Untersuchungen ist alles okay, wobei bei mir noch kein Sehtest gemacht wurde es wurde nur ins Auge geschaut ob alles okay ist.

    Ich muss sagen dass ich kleineres jetzt wieder lesen kann, allerdings auch nicht ganze scharf (auch nicht wenn ich mir der Armlänge spiele) ich kneifen immer noch leicht die Augen zu damit ich es lesen kann. Auch sonst sehe ich als noch recht unscharf, kann also nicht wirklich einen großen Unterschied sehen.

    Der Arzt meinte nur ich bräuchte etwas Geduld, es wurde von Tag zu Tag besser, ich würde das merken, das Auge wäre halt "beleidigt" von der OP usw.. Ich merke jetzt leider aber noch gar nichts und habe Angst dass es so bleibt. Was im Prinzip dann schlechter wäre als davor.

    Ich bedanke mich vorab für Antworten.

    Viele liebe Grüße
    Sandra

  • Re: Schlechteres sehen nach refraktivem Linsentausch

    Hallo,

    ich muss noch mal fragen wann die op genau war? Im September nehme ich an?
    Also prinzipiell, glaube ich, kann man auch nach der OP nie 100 % Sehleistung erwarten.
    Es wäre schön zu wissen was vorher für eine Sehschwäche vorhanden war? Brillenwert ?

    Dann dauert die Heilung wirklich ein paar Tage / Wochen.
    Es kann sein, dass eine Brille dennoch nötig ist, wenn eine Hornhautverkrümmung vorliegt.

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    • Re: Schlechteres sehen nach refraktivem Linsentausch

      Sorry natürlich im September.

      100 % habe ich ehrlich gesagt auch nicht erwartet, aber zumindest das ich nicht alles verschwommen sehe.

      Die Linsen sind speziell für Hornhautverkrümmung welche ich habe, diese sollten laut Aussage Ferne, Nähe, Zwischenbereich für PC Arbeiten ausgleichen.

      Ich habe noch keine starke Brille gehabt, beim Lesen waren es 2 - 2.5 das weiß ich. Ferne und Hornhautverkrümmung waren nicht stark, aber stark genug um Probleme zu machen.

      Mein Problem war das ich mit einer Gleitsichtbrille absolut nicht zurecht kam, ohne aber auch nicht mehr wirklich.

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      • Re: Schlechteres sehen nach refraktivem Linsentausch

        "Okulentis Premium Linsen" ist ein Sammelbegriff für viele verschiedene Linsentypen
        http://www.oculentis.com/IOL.html

        Bei Multifokallinsen wird das fokussierte Bild immer von mehreren Bildern desselben Objekts überlagert. Dadurch wird das Bild unscharf und verliert an Kontrast. Das wird dem Patienten im Aufklärungsgespräch häufig vorenthalten bzw. ihm wird versprochen, dass das Gehirn sich daran gewöhnt. Scheint aber nicht jedem Gehirn zu gefallen...
        http://www.kyb.tuebingen.mpg.de/file...Kirschfeld.pdf

        Viele Patienten gewöhnen sich nie daran.

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        • Re: Schlechteres sehen nach refraktivem Linsentausch

          Danke erstmal soweit für die Antwort. Also multifokale Linsen sind es nicht, das weiß ich sicher weil man mir sagte dass diese die sogenannten Halus haben und das hätten meinte nicht. Soweit ich weiß habe ich Trifokallinsen (wenn das einen Unterschied macht)

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          • Re: Schlechteres sehen nach refraktivem Linsentausch

            Bei Bi- und Trifokallinsen muss ebenfalls Konstrastminderung und Unschärfe des betrachteten Objekts in Kauf genommen werden. Steht alles genau beschrieben in dem Artikel von Kirschfeld. Abbild 2 auf Seite 1143 zeigt den Seheindruck mit Bifokallinse. Auch wenn man hier und da einen Fachbegriff aufsuchen muss, lohnt sich die Lektüre. In der Zusammenfassung auf S. 1141 steht, dass das Gehirn sich daran nicht gewöhnen kann, im Text wird erklärt, warum das so ist.

            Noch wäre Zeit für einen Linsenaustausch, wenn du meinst, dass du damit nicht glücklich wirst. Unbedingt den Operateur darauf ansprechen. Ist allerdings wieder mit OP-Risiken verbunden.

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            • Re: Schlechteres sehen nach refraktivem Linsentausch

              Ok danke ja hab ich schon durchgelesen. Habe gestern auch gelesen bei Oculentis das die meisten Patienten nach 12 Wochen das beste Sehergebnis hatten (Normalsichtigkeit). Da steht auch dass das Gehirn sich daran gewöhnt. Wieso schreiben, sagen dass dann alle? Verarschen die einen dann überall nur?

              Und um nochmal kurz von dem Thema weg zu kommen. Bei mir ist es bei weitem schlechter als auf den Bildern von daher weiß ich nicht ob überhaupt meine Linsen stimmen, oder was auch immer ist? Ich habe im Bekanntenkreis 2 Leute die sich beide multifokale Linsen haben implantierten lassen, die hatten Beide nicht die von mir beschrieben Probleme und sehen sehr gut damit.

              Ich bin total verunsichert jetzt was ich tun soll. Morgen habe ich wieder einen Kontrolltermin, meine Ärztin meinte nur dass braucht Zeit und wird von Tag zu Tag besser.

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              • Re: Schlechteres sehen nach refraktivem Linsentausch

                Tja, Premium Linsen werden "verkauft" und das geht am besten, wenn man den Interessenten nicht vollständig über das zu erwartende Ergebnis aufklärt. Jemandem "Brillenfreiheit" zu versprechen ist schon mal nicht seriös. Denn "Brillenfreiheit" ist nicht automatisch "Brillenslosigkeit". Genau in diese Falle lässt man Patienten gerne tappen, denn Brillenfreiheit bedeutet nicht, dass man für einige Aktivitäten doch noch eine Brille braucht. Wer versteht das schon vor der OP?

                Aufklärungsgespräche dauern i. d. R. keine 5 Minuten.Dass du zwei Bekannten hast, die mit einer Multifokalbrille zufrieden sind, kann nie als Basis zur Beurteilung der eigenen Situation genommen werden, da die Werte (Fehlsichtigkeiten) vor der OP bei jedem ganz unterschiedlich sind.

                Wenn ein Normalsichtiger z. B. durch einen Unfall plötzlich eine neue Linse braucht, ist das eine ganz andere Situation als wenn ein Kurzsichtiger mit - 5 dpt oder höher sich eine neue Linse einsetzen lässt. Der Normalsichtige wird kreuzunglücklich sein mit der Kunstlinse, weil die Akkomodation verloren gegangen ist und der Kurzsichtige wird schwärmen, dass er noch nie im Leben so gut gesehen hat, ja sogar ohne Brille duschen kann! Und das wenn beide mit einer Monofokallinse auf 0 für die Ferne versorgt wurden.

                Was ist zu tun? Kennst du denn deine jetzige Dpt-Werte schon? Welcher Visus kann ohne und welcher mit Korrektur erreicht werden? Das muss jetzt unbedingt abgeklärt werden. Bevor du zum Arzt gehst, kannst du das schon beim Optiker messen lassen (um etwaige "Mogeleien" vorzubeugen). Diese Werte dann noch mal vom AA überprüfen lassen. Wenn zwischen beiden Messungen zu große Unterschiede liegen, dann von einem anderen AA überprüfen lassen.

                Folgender Thread ist sehr interessant, vor allem weil dort Patienten über ihre Erfahrungen mit bi- und trifokalen (multifokalen) Linsen berichten. Die Beiträge von "Augenoperateur" sind auch 1A! Patienten, die so vor einer OP aufgeklärt werden, können sich glücklich achten. Die Kunst besteht darin, eine solchen Operateur zu finden!

                http://www.medizin-forum.de/phpbb/vi...23989&start=15

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                • Re: Schlechteres sehen nach refraktivem Linsentausch

                  Oh je da wird mir ja ganz Bange. Da kann ich ja jetzt gar nicht mehr viel machen oder? Wird bei mir dann wohl eher der Fall sein dass ich unglücklich bin weil ich ja noch nicht soo fehlsichtig war. Mir wurde gesagt ich bräuchte dann keine Brille mehr im Alltag nur unter Umständen wenn ich ganz ganz viel lese oder es arg dunkel ist das ich dann evtl. eine leichte Lesebrille bräuchte wenn die Augen schlapp machen.

                  Gut ich habe morgen Termin zur Nachkontrolle werde da genau Fragen wie meine Werte jetzt sind und wie genau die waren. Aber viel ändern kann ich ja am der Situation jetzt leider wohl nichts mehr.

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                  • Re: Schlechteres sehen nach refraktivem Linsentausch

                    Was meinst du mit "noch nicht soo fehlsichtig war"? Warst du immer normalsichtig, hast nie eine Brille getragen und warst in letzter Zeit erst ein bisschen "altersweitsichtig geworden? Hattest du keine Linseneintrübung, sondern hast du dir die Premium Linsen nur wegen des "verschwommenen Sehens" einsetzen lassen?

                    Die Implantation am RA ist ja schon 16 Tage und die des LA 9 Tage her; da muss jetzt unbedingt der Visus gemessen werden, mit und ohne Korrektur. Setzte dich bloß durch, wenn immer noch abgewimmelt wird. Erst aus den neuen Werten lässt sich ableiten woran du bist.

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                    • Re: Schlechteres sehen nach refraktivem Linsentausch

                      Natürlich bin ich nicht erst in letzter Zeit nur etwas weitsichtig geworden. Ich bin schon seit knapp 10 Alterssichtig und trage seit über 4 Jahren regelmäßig beim Arbeiten, lesen usw. eine Lesebrille. Seit gut 2 - 3 Jahren hatte ich jetzt auch Probleme ich die Ferne. Ich habe vor knapp 2 Jahren dann angefangen mit Gleitsichtbrillen aber egal wie oft ich es probiert habe (2 Monate und länger und auch bei verschiedenen Optikern) ich kann nicht damit klar. aber genug davon jetzt. Ich war ja Freitag nochmal zur Kontrolle.

                      Meine Ärztin hat einen Sehtest gemacht der aber mit dem linken Auge noch nicht zufrieden stellend war. Sie hat mir auch erklärt dass ich wohl doch Multifokallinsen im Auge habe, jedoch rechts beim dominanten Auge wäre die Ferne und der mittlere Nahbereich eingestellt, und beim linken Auge der mittlere Nahbereich und der Lesebereich (soll wohl besser sein als normale Linsen weil man dann keine Halos oder nicht so viele hat). Sie hat mir andere Augentropfen verschrieben, jetzt habe ich wenigstens nicht mehr so ein komisches Druckgefühl als ob ich ewig gehäult hätte und die Kopfschmerzen sind jetzt auch weg. Sie meinte dass Auge braucht bis zur kompletten Heilung 6 - 8 Wochen und hat mir garantiert, auf mein zweimaliges nachfragen ob ich irgendwann ohne Brille ein Blatt Papier auf den Tisch liegen habe und das auch lesen kann, das es kommen würde ich müsse etwas Geduld haben. Wenn sie mich nicht ganz unverschämt und frech ins Gesicht lügt, wohin ich jetzt mal ausgehe, dann hat sie das sehr zuversichtlich gesagt.

                      In zwei Wochen habe ich wieder Kontrolltermin bei Ihr. Bis dahin bleibt mir ja nur zu hoffen dass es stimmt was sie mir sagt. Sie meinte wenn es beim Arbeiten jetzt total anstrengt könne ich für die Übergangszeit auch eine leichte Lesebrille tragen, es würde dem Heilungsverlauf nichts ausmachen und der letztendlichen Schärfe auch nicht.

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