Blutverdünner: 8 mögliche Nebenwirkungen von Gerinnungshemmern
Blutgerinnsel entstehen, wenn das Blut an einer Stelle dickflüssiger wird und zusammenklebt. Das ist ein normaler Vorgang im Körper. So werden zum Beispiel Wunden nach einer Verletzung verschlossen und Blutungen gestoppt.
Problematisch wird es, wenn sich solche Gerinnsel im Inneren von Blutgefäßen bilden. Dann können sie den Blutfluss behindern oder vollständig blockieren. Je nach betroffenem Gefäß kann das schwerwiegende Folgen haben, etwa eine Thrombose, eine Lungenembolie oder einen Schlaganfall.
Blutverdünner, auch Gerinnungshemmer genannt, senken dieses Risiko. Gleichzeitig kann es bei der Einnahme zu Nebenwirkungen kommen. Welche das sind und worauf Betroffene achten sollten, zeigt die Bildergalerie.
Blutverdünner: Erhöhte Blutungsneigung als Nebenwirkung
Die häufigste Nebenwirkung von Blutverdünnern ist eine erhöhte Blutungsneigung. Schon kleine Verletzungen können länger bluten als gewohnt. Auch Nasen- oder Zahnfleischbluten sind möglich. Treten Blutungen ungewöhnlich häufig, stark oder langanhaltend auf, sollte das ärztlich abgeklärt werden. Dies kann ein Hinweis darauf sein, dass die Dosis des Medikaments zu hoch ist.
Lesetipp: Gibt es natürliche Blutverdünner?
Hämatome: Typische Nebenwirkung von Blutverdünnern
Unter der Einnahme von Gerinnungshemmern kommt es häufiger zu blauen Flecken (Hämatomen), auch ohne offensichtlichen Anlass. Sie entstehen, weil Blut leichter aus kleinen Gefäßen ins Gewebe austritt und langsamer gestoppt wird. Meist sind Blutergüsse harmlos. Treten sie jedoch sehr häufig oder besonders ausgeprägt auf, kann das darauf hindeuten, dass die Blutgerinnung zu stark gehemmt ist.
Lesetipp: Was hinter blauen Flecken stecken kann
Blut im Urin oder Stuhl: Nebenwirkung von Gerinnungshemmern
Blutverdünner können innere Blutungen begünstigen. Diese können sich zum Beispiel durch Blut im Urin oder Stuhl bemerkbar machen. Blut im Stuhl kann unterschiedlich aussehen. Frisches Blut ist meist hellrot. Ist der Stuhl dagegen schwarz und teerartig, kann das auf eine Blutung im oberen Magen-Darm-Trakt hindeuten. Solche Anzeichen sollten immer ernst genommen und ärztlich abgeklärt werden.
Lesetipp: Mögliche Ursachen für Blut im Stuhl
Blutverdünner: Magen-Darm-Beschwerden als Nebenwirkung
Einige Gerinnungshemmer können den Magen reizen. Mögliche Nebenwirkungen sind Übelkeit, Magenschmerzen oder Sodbrennen. In seltenen Fällen kann es auch zu Schleimhautverletzungen oder Magenblutungen kommen. Wer anhaltende oder starke Beschwerden hat, sollte die Einnahme ärztlich überprüfen lassen.
Schwindel und Schwäche: Mögliche Nebenwirkung von Blutverdünnern
Durch die Einnahme von Gerinnungshemmern kann es zu Schwindel oder einem allgemeinen Schwächegefühl kommen. Diese Beschwerden können zum Beispiel auftreten, wenn der Körper durch kleine, unbemerkte Blutverluste belastet ist. Vor allem wenn die Symptome plötzlich auftreten, anhalten oder sich verstärken, sollten sie ärztlich abgeklärt werden.
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Blutverdünner: Hautausschlag als Nebenwirkung
Einige Menschen reagieren allergisch auf bestimmte Wirkstoffe in Blutverdünnern. Das kann sich durch Hautausschlag, Juckreiz oder Rötungen bemerkbar machen. Treten solche Beschwerden neu auf oder nehmen sie zu, kann ein Wechsel des Medikaments notwendig sein.
Lesetipp: 9 Lebensmittel, die oft zu Wechselwirkungen mit Medikamenten führen
Haarausfall: Seltene Nebenwirkung von Gerinnungshemmern
Einige Blutverdünner können als seltene Nebenwirkung Haarausfall verursachen. Dieser tritt meist diffus auf und entwickelt sich über Wochen. Auch wenn dieser Effekt medizinisch meist unbedenklich ist, kann er für Betroffene belastend sein und sollte ärztlich besprochen werden.
Schwere Blutungen: Gefährliche Nebenwirkung von Blutverdünnern
In seltenen Fällen kann es zu schweren oder lebensbedrohlichen Blutungen kommen, etwa im Gehirn oder im Magen-Darm-Trakt. Warnzeichen sind starke Kopfschmerzen, plötzliche neurologische Ausfälle, anhaltendes Erbrechen oder starke Bauchschmerzen. Solche Symptome erfordern sofortige medizinische Hilfe.
Lesetipp: Diese Symptome sprechen für einen medizinischen Notfall
Blutgerinnsel entstehen, wenn das Blut an einer Stelle dickflüssiger wird und zusammenklebt. Das ist ein normaler Vorgang im Körper. So werden zum Beispiel Wunden nach einer Verletzung verschlossen und Blutungen gestoppt.
Problematisch wird es, wenn sich solche Gerinnsel im Inneren von Blutgefäßen bilden. Dann können sie den Blutfluss behindern oder vollständig blockieren. Je nach betroffenem Gefäß kann das schwerwiegende Folgen haben, etwa eine Thrombose, eine Lungenembolie oder einen Schlaganfall.
Blutverdünner, auch Gerinnungshemmer genannt, senken dieses Risiko. Gleichzeitig kann es bei der Einnahme zu Nebenwirkungen kommen. Welche das sind und worauf Betroffene achten sollten, zeigt die Bildergalerie.
- Online-Informationen der Deutschen Herzstiftung e. V.: Unbemerkte Blutungen: Nebenwirkung von Gerinnungshemmern: https://herzstiftung.de/herz-sprechstunde/alle-fragen/gerinnungshemmer-nebenwirkung-unbemerkte-blutungen (Abruf: 04/2026)
- Online-Informationen der Deutschen Herzstiftung e. V.: Medikamente zur Blutverdünnung: https://herzstiftung.de/infos-zu-herzerkrankungen/gerinnungshemmung-und-medikamente/blutverduenner-wie-wirken-sie (Abruf: 04/2026)
- Online-Informationen der Deutschen Hämophiliegesellschaft zur Bekämpfung von Blutungskrankheiten e. V.: Ablauf der Blutgerinnung: https://www.dhg.de/blutungskrankheiten/ablauf-der-blutgerinnung.html (Abruf: 04/2026)
- Online-Informationen von Deximed: Blutverdünnende Medikamente und Vitamin K in Lebensmitteln: https://deximed.de/home/klinische-themen/herz-gefaesse-kreislauf/patienteninformationen/behandlungen/blutverduennde-medikamente-und-vitamin-k-in-lebensmitteln (Abruf: 04/2026)