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Zahnfleischschwund nach Implantaten

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  • Zahnfleischschwund nach Implantaten

    Hallo,
    mir wurden die 2 vorderen Schneidezähne im Unterkiefer wegen einer langjährigen Entzündung und Zyste an der Wurzel gezogen und nun wurden vor einigen Wochen dort zwei Implantate eingesetzt. Bislang sind noch keine Kronen drauf, nur eben die Implantate. Vor ca 2 Wochen wurden die Fäden am Zahnfleisch gezogen und nun ist mir auf einmal aufgefallen, dass das Zahnfleisch an den beiden Schneidezähnen unmittelbar neben den fehlenden Schneidezähnen (wo nun die Implantate sind) stark zurückgegangen ist seitdem die Fäden gezogen wurden, der Anblick hat mich regelrecht erschrocken, das Zahnfleisch an diesen Zähne ist sicherlich ca 3-5 mm zurückgegangen.
    Meine Fragen: ist das normal? und lässt sich das wieder reparieren? bzw. lässt sich das zurückgegangene Zahnfleisch wieder zurückbekommen (evtl. durch Zahnfleischtransplantation)? Mir macht zum einen die Ästhetik Sorgen, die freilegenden Zahnhälse und länger wirkenden Zähne sehen für mich erschreckend aus, ferner mache ich mir auch Sorgen um einen Stabilitätsverlust dieser Zähne, da das Zahnfleisch ja auch für einen festen Halt der Zähne sorgt.

    Meine 2. Frage betrifft den Kieferknochenstand: durch eine Knochenatrofie ist der Kieferknochen bei der Stelle der gezogenen Zähne trotz Knochenaufbau deutlich abgesunken. Lässt sich das im Nachhinein durch weiteren Knochenaufbau korrigieren (auch nach einsetzten der Implantate)? Oder ist hier das Anbringen von Kronen mit künstlichem Zahnfleisch unumgänglich? Was mir hier vor allem Sorgen macht ist wiederum die Ästhetik bei der Verwendung von Kronen mit künstlichem Zahnfleisch. Lässt sich so etwas realisieren ohne dass es deutlich und sichtbar ist dass künstliches Zahnfleisch unter den beiden vorderen Schneidezähnen liegt? Was wäre hier die ästhetisch schönste/beste Lösung?

    Vielen Dank!


  • Re: Zahnfleischschwund nach Implantaten

    [QUOTE=7string;n2797584]Hallo,
    mir wurden die 2 vorderen Schneidezähne im Unterkiefer wegen einer langjährigen Entzündung und Zyste an der Wurzel gezogen und nun wurden vor einigen Wochen dort zwei Implantate eingesetzt. Bislang sind noch keine Kronen drauf, nur eben die Implantate. Vor ca 2 Wochen wurden die Fäden am Zahnfleisch gezogen und nun ist mir auf einmal aufgefallen, dass das Zahnfleisch an den beiden Schneidezähnen unmittelbar neben den fehlenden Schneidezähnen (wo nun die Implantate sind) stark zurückgegangen ist seitdem die Fäden gezogen wurden, der Anblick hat mich regelrecht erschrocken, das Zahnfleisch an diesen Zähne ist sicherlich ca 3-5 mm zurückgegangen.
    Meine Fragen: ist das normal? und lässt sich das wieder reparieren? bzw. lässt sich das zurückgegangene Zahnfleisch wieder zurückbekommen (evtl. durch Zahnfleischtransplantation)? Mir macht zum einen die Ästhetik Sorgen, die freilegenden Zahnhälse und länger wirkenden Zähne sehen für mich erschreckend aus, ferner mache ich mir auch Sorgen um einen Stabilitätsverlust dieser Zähne, da das Zahnfleisch ja auch für einen festen Halt der Zähne sorgt.

    - aus der Ferrne nicht zu beurteilen. Klingt eher danach, als ob das Problem schon im Vorfeld bestand bzw nach der Zahnentfernung. Es ist vermutlich nicht durch die Implantation entstanden.


    Meine 2. Frage betrifft den Kieferknochenstand: durch eine Knochenatrofie ist der Kieferknochen bei der Stelle der gezogenen Zähne trotz Knochenaufbau deutlich abgesunken. Lässt sich das im Nachhinein durch weiteren Knochenaufbau korrigieren (auch nach einsetzten der Implantate)?
    - nein, man kann im Nachhinein den Knochen nicht höher bauen. Evt kann man etwas Zahnfleisch aufbauen.

    Oder ist hier das Anbringen von Kronen mit künstlichem Zahnfleisch unumgänglich? Was mir hier vor allem Sorgen macht ist wiederum die Ästhetik bei der Verwendung von Kronen mit künstlichem Zahnfleisch. Lässt sich so etwas realisieren ohne dass es deutlich und sichtbar ist dass künstliches Zahnfleisch unter den beiden vorderen Schneidezähnen liegt? Was wäre hier die ästhetisch schönste/beste Lösung?
    - pauschal nicht zu beantworten. HIer muss man auch ganz klar unterscheiden, was für "alle" sichtbar sein könnte und was nur für Sie.

    Schöne Grüße,

    Peter Schmitz-Hüser


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    • Re: Zahnfleischschwund nach Implantaten

      Hallo Herr Dr. Schmitz-Hüser,

      vielen herzlichen Dank für Ihre Antworten.
      Wenn man in diesem Falle das Zahnfleisch wie Sie sagen eventuell aufbauen kann, wäre das eine Zahnfleischtransplantation oder gibt es da noch andere Möglichkeiten? Und müsste das noch vor dem Anbringen der Kronen geschehen, oder kann das auch nach dem Aufsetzen der Kronen noch gemacht werden?

      Wo ich mir momentan Sorgen mache ist, dass dann die Kronen bald aufgesetzt werden und ich dann eventuell mit dem Ergebnis von der Ästhetik her unzufrieden bin, dann aber eventuell nichts mehr verändert/verbessert werden kann, da es dann "zu spät'" ist.

      vielen Dank!


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      • Re: Zahnfleischschwund nach Implantaten

        Vor den Kronen. Aber haben Sie bitte keine zu hohe Erwartungshaltung, man kann das Gewebe etwas verdicken, aber nicht "in die Höhe anheben"

        Gruß Peter Schmitz-Hüser

        Kommentar



        • Re: Zahnfleischschwund nach Implantaten

          Vielen Dank Herr Dr. Schmitz-Hüser,

          wäre das dann eine Zahnfleischtransplantation?

          Wäre eine solche Behandlung dann auch medizinisch gesehen sinnvoll oder wäre das dann etwas, das lediglich aus kosmetischen Gründen durchgeführt wird?

          Kann das dann auch beim Implantologen durchgeführt werden, oder muss ich damit zu einem anderen Spezialisten? Würde ich dann ggf. vom Implantologen eine Verweisung zu einem solchen Spezialisten bekommen?

          vielen Dank!

          Kommentar


          • Re: Zahnfleischschwund nach Implantaten

            Ziel ist es, um Implantate herum sogenanntes "befestigtes Zahnfleisch (attached gingiva)" zu haben, weil man vermutet/ weiß, dass es sich positiv auf die Vermeidung von Entzündungen auswirkt. Daneben wird mit dieser Art von Gewebe aber auch die Zahnfleischästhetik gestaltet. Frage ist dann hatl, wie wichtig die im behandelten Bereich ist.

            Jemand der implantiert, sollte auch dieses Problem eischätzen und lösen können. Wird in der Realität leider nicht so sein, dann könnte man einen Parodontologen oder Oralchirurgen hinzuziehen.

            Gruß Peter Schmitz-Hüser

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            • Re: Zahnfleischschwund nach Implantaten

              Hallo Herr Dr. Schmitz-Hüser,

              wiederum vielen herzlichen Dank.
              Wäre davon auszugehen, dass ich vom implantierenden Zahnarzt ggf. weiterverwiesen werde, wenn ich das 'Zahnfleisch-Problem' bespreche? Oder sollte ich mich da selbst an einen Parodontologen oder Oralchirurgen wenden?

              Kommentar



              • Re: Zahnfleischschwund nach Implantaten

                Das hängt vom Wesen Ihres Zahnarztes ab, ich weiß nicht wie er reagiert. Sprechen SIe Ihn drauf an und hören sich seine Meinung an. Wenn Sie unzufrieden sind, holen Sie sich eine eigene zweite Meinung.

                Stellen Sie gerne mal ein Foto hier ein, vielleicht kann ich dann auch etwas konkreter werden.

                Gruß Peter Schmitz-Hüser

                Kommentar


                • Re: Zahnfleischschwund nach Implantaten

                  Vielen Dank Hallo Herr Dr. Schmitz-Hüser,

                  hier ist ein link zu einem Foto der Stelle wo momentan noch dir Kronen fehlen. Der Zahnfleischschwund bzw. Knochenabbau ist denke ich gut darauf zu erkennen:

                  https://www.dropbox.com/s/n9s1jj31wx...1120a.jpg?dl=0

                  vielen Dank!

                  Kommentar


                  • Re: Zahnfleischschwund nach Implantaten

                    Das Foto zeigt leider zu wenige Details. Von dem, was ich erkennen kann, finde ich es aber nicht zu dramatisch. Ziehen Sie mal gedanklich eine Linie zwischen den tiefsten Punkten der Nachbarzähne, da liegt das Zahnfleisch der Implantate auf der Linie. Das Kann man hinbekommen.

                    Gruß Peter Schmitz-Hüser

                    Kommentar



                    • Re: Zahnfleischschwund nach Implantaten

                      Hallo Herr Dr. Schmitz-Hüser,

                      vielen Dank!

                      Das Foto war leider etwas unscharf geworden, ich habe mit einer besseren Kamera neue Fotos gemacht, die wesentlich schärfer geworden sind, hier sind Links von drei neuen Fotos, auf denen die Situation besser zu erkennen ist:

                      https://www.dropbox.com/s/adbb7toi8w..._1707.JPG?dl=0

                      https://www.dropbox.com/s/tidal3tjvu..._1711.JPG?dl=0

                      https://www.dropbox.com/s/1075qmajwi..._1713.JPG?dl=0

                      Ändern diese neuen Fotos etwas an Ihrer Einschätzung?

                      Kommentar


                      • Re: Zahnfleischschwund nach Implantaten

                        Hmm, das sieht leider scon anders aus... Und auch ungewöhnlich. Gibt es dazu ein Röntgenbild?

                        Gruß Peter Schmitz-Hüser

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                        • Re: Zahnfleischschwund nach Implantaten

                          Hallo Herr Dr. Schmitz-Hüser,

                          nein, ein Röntgenbild liegt mir nicht vor. Es wurde bisher nur vor dem Implantieren ein 'rundum'-Röntgenbild gemacht.
                          Inwiefern sieht das ungewöhnlich aus?

                          Die doppelte Zahnlücke (es wurden die vorderen beiden Zähne gezogen) sah schon direkt nach dem Ziehen der Zähne so aus, der Kieferknochen zwischen den gezogenen Zähnen ist, wie mir der Implantologe erklärt hatte, aufgrund von Knochenatrophie nach dem Ziehen nicht mehr vorhanden (muss wohl beim Ziehen mit 'abgebrochen' sein, wie ich vermute).
                          Was allerdings erst einige Wochen nach dem Implantieren hinzu kam, ist der Zahnfleischschwund/Knochenabbau an den beiden Zähnen direkt neben der Lücke, vor allem an der einen Seite stärker ausgeprägt.
                          Lässt sich das Ihrer Einschätzung nach noch irgendwie so hinbekommen, dass es von der Ästhetik her ok aussehen wird?
                          Was würden Sie mir raten?

                          Vielen Dank!

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                          • Re: Zahnfleischschwund nach Implantaten

                            [QUOTE=7string;n2823686]Hallo Herr Dr. Schmitz-Hüser,

                            nein, ein Röntgenbild liegt mir nicht vor. Es wurde bisher nur vor dem Implantieren ein 'rundum'-Röntgenbild gemacht.
                            Inwiefern sieht das ungewöhnlich aus?
                            - NAch der Implantation wurde kein Bild gemacht?

                            Die doppelte Zahnlücke (es wurden die vorderen beiden Zähne gezogen) sah schon direkt nach dem Ziehen der Zähne so aus, der Kieferknochen zwischen den gezogenen Zähnen ist, wie mir der Implantologe erklärt hatte, aufgrund von Knochenatrophie nach dem Ziehen nicht mehr vorhanden (muss wohl beim Ziehen mit 'abgebrochen' sein, wie ich vermute).
                            - Was war denn der Grudn für den Zahnverlust? Sieht mir eher nach Parodontitis aus, dann ist der Knochen bereits abgebaut. Und weiterer Abbau findet nach der Entfernnung statt, das ist ganz normal. Wie lange wurde denn nach der Entfernung bis zur Implantation gewartet?

                            Was allerdings erst einige Wochen nach dem Implantieren hinzu kam, ist der Zahnfleischschwund/Knochenabbau an den beiden Zähnen direkt neben der Lücke, vor allem an der einen Seite stärker ausgeprägt.
                            - das kann ich nicht beurteilen. So wie es an den Nachbarzähnen jetzt aussieht kann es auch schon vorher ausgesehen haben. Aber auch das sind Dinge, die im Rahmen der Behandlung passieren können bzw. dass bereits vorhandener Schaden erst richtig zu Geltung kommt.

                            Lässt sich das Ihrer Einschätzung nach noch irgendwie so hinbekommen, dass es von der Ästhetik her ok aussehen wird?
                            - es gibt einiges, was man da machen kann, sowohl mit Zahnfleisch als auch mit dem Zahnersatz. Die Frage ist auch, was Ihr Anspruch ist. "Ok aussehen" ist etwas anderes als "perfekt und total natürlich aussehen". Letzteres wird sehr schwierig.

                            Was würden Sie mir raten?
                            - Aus der Ferne und ohne Röntgenbild gar nichts. Ich habe aber auch noch immer nicht ganz verstanden, was Sie stört: der Zahnfleischrückgang an den Nachbarzähnen oder der Gewebeeinbruch mittig in der Lücke. So oder so, eine erste Maßnahme kann eine Bindegewebstransplantation aus dem Gaumen sein.

                            Gruß Peter Schmitz-Hüser

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                            • Re: Zahnfleischschwund nach Implantaten

                              Hallo Herr Dr. Schmitz-Hüser,

                              wiederum vielen Dank für Ihre Antwort.


                              Nein, nach der Implantation wurde bisher kein Röntgenbild gemacht, allerdings hat der Implantologe den Implantierungs-prozess auf normalen Fotos festgehalten, somit auch nach abgeschlossener Implantierung ein normales (nicht-röntgen) Foto gemacht.


                              Nach dem Ziehen der Zähne wurde 6 Wochen bis zur Implantation gewartet.


                              Grund für das Entfernen der beiden vorderen Zähne war eine langjährige Wurzelentzündung mit Zyste, die zu immer mehr Knochenabbau führte. Vor über 20 Jahren wurde schon eine Wurzelkanalbehandlung gemacht sowie eine Apexresektion, was allerdings nicht zum Rückgang der Zyste führte.


                              Mein ästhetischer Anspruch ist eigentlich schon der, das ich mir wünsche, dass das Ganze nach dem Einsetzen der Kronen/des Zahnersatzes wieder natürlich aussieht, aber ich vermute, dass ich da wohl Abstriche werde machen müssen. So wie ich das verstanden habe, wird es wohl zum Einsatz von künstlichem Zahnfleisch an der Krone (bzw. Kronen, da es ja 2 Implantate sind) kommen , was – wie ich vermute - nie natürlich aussehen kann.


                              Lässt sich das Ihrer Meinung nach überhaupt ohne Verwendung von künstlichem Zahnfleisch an der Krone (rosafarbenes Porzellan) machen? Oder würde das im Endergebnis noch viel unnatürlicher aussehen?


                              Was mich von der Ästhetik her stört und mir Sorgen bereitet ist beides, sowohl der Zahnfleischrückgang an den Nachbarzähnen, sowie der fehlende Kieferknochen in der Mitte der Zahnlücke. Bei dem Zahnfleischrückgang kommt hinzu, dass ich mir auch vorstelle, dass die Zähne durch das fehlende Zahnfleisch auch weniger fest/sicher sitzen und weniger gut geschützt sind.


                              Mein nächster Termin beim Implantologen ist nächste Woche, dann soll mit den Kronen, bzw. Abutment begonnen werden. Sollte ich eine Gewebe-/Zahnfleischtransplantation am besten mit dem Implantologen beim meinen nächsten Termin besprechen? Ich nehme an, dass so etwas nicht vom Implantologen selbst durchgeführt wird, und dass eine Zahnfleischtransplantation vor dem Platzieren der Abutments stattfinden muss? Oder kann das auch danach (aber vor dem Anbringen der Kronen) geschehen?

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                              • Re: Zahnfleischschwund nach Implantaten

                                Sie sollten das mit dem Implantologen und mit dem Zahnersatz herstellenden Zahnarzt besprechen. Nur so können die Möglichkeiten, der Aufwand; Ihre Wünsche und natürlich auch der zeitliche Rahmen und die Kosten abgesteckt werden.

                                Gruß Peter Schmitz-Hüser

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