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Biopsie

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  • Biopsie

    Hallo Herr Dr. Kahmann,
    Bei dem Patienten (66 J.) wurde am 13.11.02 ein PSA Wert von 3,59 , freie PSA 0,65, Quotient 18% festgestellt. Der kritische Wert wurde seinerzeit mit 3,5 - 4 PSA angegeben.

    Nach einem Arztwechsel (Januar 04) wurde dort der kritische Wert mit 5,0 angegeben und bei der nachfolgenden Blutuntersuchen ein PSA-Wert von 5,7 festgestellt. Die drauffolgende transrektale Ultraschalluntersuchung zeigte eine Vergroesserung der Prostata mit braunen Flecken (ca. 0,5 -0,8 cm).
    Frage: weisen diese Flecken auf ein Ca hin und ist somit eine Biopsie ratsam, bzw notwendig?

    Wenn ja, welche bestmoeglichen Thearapien gibt es z. Zt. (Klinik?)?

    Vielen Dank im voraus fuer Ihre Antwort.

    Mit freundlichem Gruss Gabi V.


  • RE: Biopsie


    Der PSA Wert von 5,7 gibt ein erhöhtes Risiko an, daß ein Patient an Prostatakrebs erkrankt sein kann. Der PSA Wert ist jedoch nicht beweisend für eine Erkrankung, da er auch durch gutartige Prozesse erhöht sein kann. Beweisend ist nur eine Biospie der Prostata, die man auch empfehlen würde. Diese kann bei einem Urologen ambulant oder auch stationär durchgeführt werden. Abhängig von der Biopsie muss dann über die Therapie nachgedacht werden. Diesbezüglich würde ich Ihnen empfehlen mit etwaigen Dteails der Biopsie nochmals hier im Forum an zu fragen.

    Kommentar


    • RE: Biopsie


      Herzlichen Dank fuer die schnelle Antwort.
      Werde mich wieder im Forum melden.

      Gruss
      Gabi V.

      Kommentar


      • RE: Biopsie


        Sehr geehrter Herr Dr. Kahmann,

        Da die Details der Biopsie jetzt vorliegen, moechte ich diese Ihnen zugehen lassen.


        Klinische Angaben:
        Prostatastanzen: 1. Basis rechts, 2. Mitte rechts. 3. Apex rechts, 4. Basis links, 5. Mitte links, 6. Apex links, 7. medial rechts, 8. medial links.

        Makroskopischer Befund:
        1. Ein 13 mm langer Stanzzylinder, 2. Ein 12mm langer Stanzzylinder. 3., 4., 6.: Ein 10 mm langer Stanzzylinder.
        5. Ein 14 mm langer Stanzzylinder.
        7. Ein 8 mm langer Stanzzylinder.
        8. Ein 11 mm langer Stanzzylinder.

        Mikroskopischer Befund:
        1. - 8.: Parafinschnitte in 8 Stufen.

        1. Prostatastanze mit teilweise dicht gelagerten papilär konfigurierten Drüsen ohne Atypien mit deutlicher Basalzellschicht, am Ende der Stanze spärliche atypische Drüsen mit geringen bis mäßigen Atypien ohne Basalzellen mit graublauem Zystoplasma.
        2. Ähnlicher Befund wie in Probe 1), atypische Drüsen hier in wesentlich größerer Zahl auftretend und etwas 40% der Stanzanschnittsfläche einnehmend, Lumina und Lagerung der Drüsen unregelmäßi, Drüsenlumina z. T. kleinzystisch aufgeweitet, kleine Schleimseen in der Umgebung der Drüsen.

        3. Ähnlicher Befund wie in Probe 2), hier 60% der Stanzanschnittsfläche von Tumorgewebe eingenommen, kristalloides Sekret in der Lumina der atypischen Drüsen.

        4. Prostatastanze, Drüsen unregelmäßig gelagert, papilläres Binnenrelief bei dichter Lagerung, am Ende der Stanze kleines Areal infiltriert durch die unter 1) beschreibenen atypischen Drüsen.

        5. Prostatastanze mit spärlichen teilweise atrophischen und delatierten Drüsen, etwa 1/3 der Stanzfläche eingenommen durch die atypischen drüsigen Proliferate mit unregelmäßiger Lagerung und teilweise Verzweigung.

        6. Prostatastanze, Drüsen unregelmäßig teilweise dicht gelagert, teilweise papilläres Binnenrelief, Sekretkondensate, kein Nachweis atypischer Drüsen.

        7. Ähnlicher Befund wie in Probe 6), in einigen dilatierten Drüsen Sekretkondensaten, keine atypischen Drüsen.

        8. Prostatastanze mit teils dicht gelagerten hellzelligen papillär konfigurierten Drüsen, daneben, etwa 10% der Stanzfläche einnehnend, atypische drüsige Proliferate mit teils verstreuter Lagerung und kristalloidem Sekret sowie bis mäßige Atypien


        Beurteilung:
        1. - 5., 8.: Tubulo-azinäres Adenokarzinom der Prostata G1b.

        1. - 8.: Glanduläre Hyperplasie der Prostata mit Sekretsondensaten.

        ICD-O: M8140/3 G1b (BZ 1)
        UICC : pT1c
        Gleason-Score: 2 + 3
        T77100

        Nun meine Frage: welche Behandlungsmethode kommt in Frage: Abwarten und Kontrolliern, Seedsimplantate oder Totaloperation? Was Würden Sie empfehlen?
        Falls eine Totaloperation, wer ist der beste Operateur in Berlin und in Hamburg bzw. Deutschland.
        Und ist eine Inkontinenz und Impotenz unvermeidbar oder wäre das wieder in den Griff zu kriegen?

        Der Patient ist Hobbyradsportler, gäbe es bei der Seeds Methode Sitzbeschwerden?

        Lieber Herr Dr. Kahman, ich bedanke mich im voraus für Ihre Aufmerksamkeit und verbleibe mit freundlichem Gruss

        Gabi v.




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