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Lungenkrebs

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  • Lungenkrebs

    seit Freitag, den 13.06 bin ich wie in einem schlechten Traum. Bei meinem Mann (49 J. )wurde eine Metastase aus dem Kopf (Kleinhirn) operiert. Die Diagnose heute,23.06 steht. Lungenkrebs Kategorie G lll, nicht operabel, da es ungünstig sitzt und nicht kleinzellig.Drei Ärzte im selben Krankenhaus haben uns den Tumor in der Lunge geschildert. 1. Arzt: kompackt und oberflächlich. 2. Arzt: nicht operabel sitz zu nahe an der Blutzufuhr des linken Lungenflügel. 3. Arzt: zu weit auseinander gezogen und wenig differiziert. Was nun ?????


  • RE: Lungenkrebs


    hallo petra
    ich habe deine mail heute zufällig gelesen. ich bin thoraxchirurg in der lungenklinik hemer und operiere selber bronchialkarzinome.
    leider kann man aus deinen angaben entscheidende befunde zur beurteillung der operabilität nicht entnehmen. grundsätzlich liegt bei dem vorhandensein einer hirnmetastase bereits ein fortgeschrittenes tumorstadium vor. in einigen kliniken werden patienten in diesem sogenannten M1 stadium (das ist das zeichen für fernmetastasen) nicht mehr operiert. andere kliniken operieren dann trotzdem noch den primärtumor (=ausgangstumor, hier also der lungenkrebs offensichtlich) wenn durch umfangreiche untersuchungen sichergestellt ist dass das sicher der ursprungstumor ist und keine weitern metastasen vorliegen. aber zwei weiter wichtige voraussetzungen müssen auch noch erfüllt sein! der patient muss von seiner herz-kreislauffunktion her operabel sein (ich gehe davon aus, dass das bei deinem mann so ist) und der tumor muss von seiner anatomischen ausdehnung her operabel sein ( das wird im sogenannten TNM-stadium festgelegt).
    der ausdruck GIII sagt aus welchen differenzierungsgrad (quasi wie bösartig sein wachstumsverhalten ist) der tumor besitzt; er sagt nichts (!) über operabilität aus. auch ist es für eine operative therapie günstig, wenn der tumor ein Nicht-Kleinzeller ist! da kleinzellige tumore nur selten operiert werden können, nichtkleinzeller jedoch operiert werden sollen wenn sie die o.g. kriterien erfüllen!
    mehr kann ich leider nicht sagen, da mir wie gesagt wichtige informationen (TNM-Stadium, CT-Thorax-Befund etc) fehlen.
    sind die drei ärzte alle aus der gleichen abteilung (internisten/pneumologen=lungenfachärzte)? ist ein onkologe (tumorspezialist, spezialisierter internist) chirurg (möglichst thoraxchirurg) oder strahlentherapeut dabei ? hat die klinik überhaupt chirurgen die erfahren in lungeneingriffen sind?
    bei zweifeln rate ich dir eine zweitmeinung einzuholen bei der mindestens ein erfahrener lungenfacharzt und /oder thoraxchirurg beteiligt ist. wenn das nicht im selben haus oder am ort ist, brauchst du an unterlagen die befunde vom CT-Thorax, ggf. bronchoskopie/lungenspiegelung, brief der neurochirurgie, ultraschall vom abdomen, knochenszintigramm und lungenfunktion.
    ich hoffe dass die antwort dir weiterhilft und nicht die verwirrung steigert
    mfg uli

    Kommentar


    • RE: Lungenkrebs


      hallo petra
      ich habe deine mail heute zufällig gelesen. ich bin thoraxchirurg in der lungenklinik hemer und operiere selber bronchialkarzinome.
      leider kann man aus deinen angaben entscheidende befunde zur beurteillung der operabilität nicht entnehmen. grundsätzlich liegt bei dem vorhandensein einer hirnmetastase bereits ein fortgeschrittenes tumorstadium vor. in einigen kliniken werden patienten in diesem sogenannten M1 stadium (das ist das zeichen für fernmetastasen) nicht mehr operiert. andere kliniken operieren dann trotzdem noch den primärtumor (=ausgangstumor, hier also der lungenkrebs offensichtlich) wenn durch umfangreiche untersuchungen sichergestellt ist dass das sicher der ursprungstumor ist und keine weitern metastasen vorliegen. aber zwei weiter wichtige voraussetzungen müssen auch noch erfüllt sein! der patient muss von seiner herz-kreislauffunktion her operabel sein (ich gehe davon aus, dass das bei deinem mann so ist) und der tumor muss von seiner anatomischen ausdehnung her operabel sein ( das wird im sogenannten TNM-stadium festgelegt).
      der ausdruck GIII sagt aus welchen differenzierungsgrad (quasi wie bösartig sein wachstumsverhalten ist) der tumor besitzt; er sagt nichts (!) über operabilität aus. auch ist es für eine operative therapie günstig, wenn der tumor ein Nicht-Kleinzeller ist! da kleinzellige tumore nur selten operiert werden können, nichtkleinzeller jedoch operiert werden sollen wenn sie die o.g. kriterien erfüllen!
      mehr kann ich leider nicht sagen, da mir wie gesagt wichtige informationen (TNM-Stadium, CT-Thorax-Befund etc) fehlen.
      sind die drei ärzte alle aus der gleichen abteilung (internisten/pneumologen=lungenfachärzte)? ist ein onkologe (tumorspezialist, spezialisierter internist) chirurg (möglichst thoraxchirurg) oder strahlentherapeut dabei ? hat die klinik überhaupt chirurgen die erfahren in lungeneingriffen sind?
      bei zweifeln rate ich dir eine zweitmeinung einzuholen bei der mindestens ein erfahrener lungenfacharzt und /oder thoraxchirurg beteiligt ist. wenn das nicht im selben haus oder am ort ist, brauchst du an unterlagen die befunde vom CT-Thorax, ggf. bronchoskopie/lungenspiegelung, brief der neurochirurgie, ultraschall vom abdomen, knochenszintigramm und lungenfunktion.
      ich hoffe dass die antwort dir weiterhilft und nicht die verwirrung steigert
      mfg uli

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      • RE: Lungenkrebs


        hallo petra
        ich habe deine mail heute zufällig gelesen. ich bin thoraxchirurg in der lungenklinik hemer und operiere selber bronchialkarzinome.
        leider kann man aus deinen angaben entscheidende befunde zur beurteillung der operabilität nicht entnehmen. grundsätzlich liegt bei dem vorhandensein einer hirnmetastase bereits ein fortgeschrittenes tumorstadium vor. in einigen kliniken werden patienten in diesem sogenannten M1 stadium (das ist das zeichen für fernmetastasen) nicht mehr operiert. andere kliniken operieren dann trotzdem noch den primärtumor (=ausgangstumor, hier also der lungenkrebs offensichtlich) wenn durch umfangreiche untersuchungen sichergestellt ist dass das sicher der ursprungstumor ist und keine weitern metastasen vorliegen. aber zwei weiter wichtige voraussetzungen müssen auch noch erfüllt sein! der patient muss von seiner herz-kreislauffunktion her operabel sein (ich gehe davon aus, dass das bei deinem mann so ist) und der tumor muss von seiner anatomischen ausdehnung her operabel sein ( das wird im sogenannten TNM-stadium festgelegt).
        der ausdruck GIII sagt aus welchen differenzierungsgrad (quasi wie bösartig sein wachstumsverhalten ist) der tumor besitzt; er sagt nichts (!) über operabilität aus. auch ist es für eine operative therapie günstig, wenn der tumor ein Nicht-Kleinzeller ist! da kleinzellige tumore nur selten operiert werden können, nichtkleinzeller jedoch operiert werden sollen wenn sie die o.g. kriterien erfüllen!
        mehr kann ich leider nicht sagen, da mir wie gesagt wichtige informationen (TNM-Stadium, CT-Thorax-Befund etc) fehlen.
        sind die drei ärzte alle aus der gleichen abteilung (internisten/pneumologen=lungenfachärzte)? ist ein onkologe (tumorspezialist, spezialisierter internist) chirurg (möglichst thoraxchirurg) oder strahlentherapeut dabei ? hat die klinik überhaupt chirurgen die erfahren in lungeneingriffen sind?
        bei zweifeln rate ich dir eine zweitmeinung einzuholen bei der mindestens ein erfahrener lungenfacharzt und /oder thoraxchirurg beteiligt ist. wenn das nicht im selben haus oder am ort ist, brauchst du an unterlagen die befunde vom CT-Thorax, ggf. bronchoskopie/lungenspiegelung, brief der neurochirurgie, ultraschall vom abdomen, knochenszintigramm und lungenfunktion.
        ich hoffe dass die antwort dir weiterhilft und nicht die verwirrung steigert
        mfg uli

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        • RE: Lungenkrebs


          hallo petra
          ich habe deine mail heute zufällig gelesen. ich bin thoraxchirurg in der lungenklinik hemer und operiere selber bronchialkarzinome.
          leider kann man aus deinen angaben entscheidende befunde zur beurteillung der operabilität nicht entnehmen. grundsätzlich liegt bei dem vorhandensein einer hirnmetastase bereits ein fortgeschrittenes tumorstadium vor. in einigen kliniken werden patienten in diesem sogenannten M1 stadium (das ist das zeichen für fernmetastasen) nicht mehr operiert. andere kliniken operieren dann trotzdem noch den primärtumor (=ausgangstumor, hier also der lungenkrebs offensichtlich) wenn durch umfangreiche untersuchungen sichergestellt ist dass das sicher der ursprungstumor ist und keine weitern metastasen vorliegen. aber zwei weiter wichtige voraussetzungen müssen auch noch erfüllt sein! der patient muss von seiner herz-kreislauffunktion her operabel sein (ich gehe davon aus, dass das bei deinem mann so ist) und der tumor muss von seiner anatomischen ausdehnung her operabel sein ( das wird im sogenannten TNM-stadium festgelegt).
          der ausdruck GIII sagt aus welchen differenzierungsgrad (quasi wie bösartig sein wachstumsverhalten ist) der tumor besitzt; er sagt nichts (!) über operabilität aus. auch ist es für eine operative therapie günstig, wenn der tumor ein Nicht-Kleinzeller ist! da kleinzellige tumore nur selten operiert werden können, nichtkleinzeller jedoch operiert werden sollen wenn sie die o.g. kriterien erfüllen!
          mehr kann ich leider nicht sagen, da mir wie gesagt wichtige informationen (TNM-Stadium, CT-Thorax-Befund etc) fehlen.
          sind die drei ärzte alle aus der gleichen abteilung (internisten/pneumologen=lungenfachärzte)? ist ein onkologe (tumorspezialist, spezialisierter internist) chirurg (möglichst thoraxchirurg) oder strahlentherapeut dabei ? hat die klinik überhaupt chirurgen die erfahren in lungeneingriffen sind?
          bei zweifeln rate ich dir eine zweitmeinung einzuholen bei der mindestens ein erfahrener lungenfacharzt und /oder thoraxchirurg beteiligt ist. wenn das nicht im selben haus oder am ort ist, brauchst du an unterlagen die befunde vom CT-Thorax, ggf. bronchoskopie/lungenspiegelung, brief der neurochirurgie, ultraschall vom abdomen, knochenszintigramm und lungenfunktion.
          ich hoffe dass die antwort dir weiterhilft und nicht die verwirrung steigert
          mfg uli

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          • RE: Lungenkrebs


            guten morgen uli
            mein mann ist körperlich fit .CT bilder sind vorhanden. alles andere steht wohl noch an.werden uns auf alle fälle bei einem anderen facharzt vorstellen
            ich melde mich wenn ich meh infos habe
            mfg petr

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            • RE: Lungenkrebs


              Fragen: ich habe endlich den histologischen befund vom krankenhaus für meinen mann bekommen.er lautet: Kl-1 alle tumorzellen sind deutlich positiv, die zellen der granulosa interna und des kleinhirnparenchyms sowie die gefässwände negativ.
              Chromgranin: negative reaktion der tumorzellen.
              TTF-1: sehr starke positivität der tumorzellen. erstaunlicherweise sind auch die fortsätze einzelner gliazellen sowie mikroglia des kleinhirns positiv.
              MIB-1: 95% der kerne sind positiv markiert.

              Diagnose:
              die imunhistologischen reaktionen bestätigen die diagnose einer kleinhirnmetastase eines mässig pleomorphen wenig differenzierten karzionom G3. die positivität mit TTF-1 und mit Kl-1 sprechen für eine metastase eines lungenkarzionom.kann mir das jemand auf deutsch erklären???

              operabel sei der lungentumor im moment nicht da er ungünstig liegt. am montag holen wir uns eine zweitmeinung in der schillerhöhe. gruß petra

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