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Bronchialkarzinom

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  • Bronchialkarzinom

    Sehr geehrter Prof. Dr. Wust,

    bei meinem 72 jährigen Vater wurde ein Plattenepithelkarzinom im 3. Stadium (ca 3,5 cm mit Metastasen in den Lymphknoten an der Luftröhre diagnostiziert. Die Computertomographie für Bauch und Knochen ergaben aber keine weiteren Metastasen. Uns wurde gesagt, eine Operation wäre nicht möglich und er bekommt jetzt 4 mal Chemotherapie. Mich würde interessieren, warum eine OP nicht möglich ist und wie sinnvoll die Chemotherapie ist. Was würden Sie uns außerdem noch empfehlen?

    Herzlichen Dank im voraus für Ihre Antwort

    Mit freundlichen Grüßen

    Christine Rudolph

  • RE: Bronchialkarzinom


    Im Stadium IIIb, was hier vermutlich vorliegt, sind die Ergebnisse der Operation schlecht, vor allem, weil es kaum möglich ist, alle befallenen Lymphknoten operativ zu sanieren. Die Operation wäre auch sehr belastend und stünde in keiner Relation zum Erfolg. Die Therapie mit den besten Ergebnissen ist eine Kombination von Radiotherapie und Chemotherapie. Oft fängt man mit der Chemo an, um dann später auf die Bestrahlung umzusteigen. Fragen Sie nach, wie das geplant ist. Wunder darf man nicht erwarten, aber immerhin können 10-20% der Patienten 2 Jahre und länger unter der Therapie leben. Allerdings ist 72 Jahre schon recht alt für solche Kombinationstherapien.

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    • RE: Bronchialkarzinom


      Sehr geehrter Herr Prof. Wust,

      ich hatte mich am 04.02. wegen meines Vaters (72 Jahre) schon einmal an Sie gewandt.

      Mittlerweile wissen wir die genaue Diagnose.

      - Mittelgradig differenziertes verhorntes Plattenepithelkarzinom rechter Oberlappen G2
      - mediastinale LK
      - V.a. ossäre filia re. Schenkelhals (wobei der Arzt eher davon ausgeht, das es sich um Verschleiß handelt, das knochen-ct und die Blutwerte sprächen dagegen)
      - 4 Zyklen Chemotherapie mit Cisplatin und Navelbine

      - Koronare 1- Gefäßerkrankung
      - langstreckige prox. RCA- Stenose
      - Komb. Hortenvitium, leichtgradig
      - Arterielle Hypertonie WHO II
      - Fettstoffwechselstörung
      - chronisch obstruktive Atemwegserkrankung

      Durch die Chemotherapie hätte sich der Tumor um 50 % verkleinert und der Arzt rät zur OP. Es würde zwar nur einer von 8 geheilt, aber man könnnte den Rückschlag, der sonst statistisch in einem halben Jahr käme 1 1/2 Jahre herauszögern. Mein Vater hat sich sehr schnell gegen eine OP entschieden, weil er das Gefühl hat, dann nur noch im Krankenhaus hinzusiechen, und ich bin unsicher, wie ich mich verhalten soll. Wenn die Chemotherapie bei ihm so gut wirkt, würde nicht eine Fortsetzung den Tumor weiter verkleinern? Würden Sie zu einer OP raten?

      Ganz herzlichen Dank im voraus

      Mit freundlichen Grüßen und alles Gute für Ihre Arbeit


      Christine Rudolph

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