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Dringende Frage an Prof. Dr Wust

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  • Dringende Frage an Prof. Dr Wust

    Sehr geehrter Prof. Dr. Wust
    Bei meiner Mutter wurde ca vor drei Jahren Brustkrebs festgestellt. Danach wurde eine Brust und 4 Lymphknoten entfernt. Sie bekam eine Chemotherapie, ca 1,5 Jahre später wurde festgestellt das sich Metastasen in den Knochen befinden, darauf hin wurde wiederum eine Chemotherapie durchgeführt. Vor ca. 6 Monaten wurden wiederum Metastasen im Schädelknochen+Beckenknochen+Wirbelsäule festgestellt, das die dritte Chemotherapie zur Folge hatte, als von 9 Therpien die sechste vorüber war wurde festgestellt das sie unter einem Darmverschluß leitet, darauf hin wurde Ihr ein Stück Darm entfernt. Als der Befund kam mussten die Ärzte zum entsetzten Aller feststellen, das es wieder bösartig war. Als ich die Ärztin darauf fragte wie es mit meiner Mutter aussieht sagte sie zum mir, meine Mutter hat noch eine Lebenserwartung von ca 4-6 Monaten. Sie sagte auch noch es wäre nur eine Frage der Zeit bis Metastasen Leber oder Bauchspeicheldrüse befallen. Man könne nur noch eine so genannte "Hammer Chemo" durchführen um Ihr Leben um vielleicht 3 Monate zu verlängern. Zwei Wochen vorher wurde bei Ihr alles nochmal durchgesehen mit Ultraschall + Computerthomographie ect. , da sagten die Ärzte Ihr noch wenn Ihr befinden so ist wie Ihr Befunde müsste es Ihr blendend gehen !!!! Es wurde überhaupt nichts gefunden !! Kann es denn so etwas überhaupt geben, wenn ja was können wir noch machen?? Wo kann ich mich noch hinwenden??


    Im Voraus Recht Herzlichen Dank

    Martin


  • RE: Dringende Frage an Prof. Dr Wust





    Sehr geehrter Prof. Dr. Wust

    Wir schreiben bei uns an der To- Stuttgart eine Facharbeit über Krebs.
    Ich habe da ein paar fragen an Sie:

    Also was sind eigentlich Onkogene und Tumorsuppresorgene genau? Welchen aufbau haben sie und welche genaue Funktion.
    Ich währe Ihnen sehr dankbar wenn sie mir ein paar Zeilen dazu schreiben könnten.

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    • RE: Dringende Frage an Prof. Dr Wust


      Es gibt Genabschnitte, die bei einer Hochregelung die Transformation einer (gesunden) Zelle zu einer Krebszelle fördern - sog. Onkogene (man kennt 100 verschiedene). Genabschnitte, die dagegen arbeiten heißen Tumorsuppressorgene (man kennt 10). Über Aufbau und Funktion wird weltweit intensiv geforscht. Wenn Sie sich daran beteiligen wollen, müssen Sie Biochemie und Molekularbiologie studieren. Ansonsten lesen Sie die Fachliteratur: eine gute Einführung ist in Ganten u. Ruckpaul "Tumorerkrankungen", Springer-Verlag 1998, zu finden.

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      • RE: Dringende Frage an Prof. Dr Wust


        Leider ist das bei einigen sehr aggressiven Krebserkrankungen so. Sie können am Ende sehr schnell voranschreiten. In solchen Fällen kann man nicht viel machen. Ob hier noch eine Chemotherapie möglich ist, kann nur ein Onkologe beurteilen, wenn er die bisherigen Therapien kennt. Vermutlich ist der Spielraum gering, wenn eine Hochdosis-Chemo schon ins Auge gefaßt wurde. Sie können sicher eine Beratung an einem Tumorzentrum oder einem onkologischen Zentrum einholen (aber bitte nur, wenn auch Therapiewunsch von Seiten der Patientin besteht). Ansonsten muß man eventuell aufgeben und dann vor allem die Symptome behandeln (auch das wird von den Onkologen veranlaßt).

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