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Leberkrebs

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  • Leberkrebs

    Guten Tag, Herr Professor Wüst,
    bei meiner Schwiegermutter (82Jahre) wurde, -bestätigt u.a. durch zwei Biopsien- Leberkrebs festgestellt. Lt. Aussage der Ärzte befindet sich der Tumor mittig in der Leber, sei daher inoperabel und eine Chemoteraphie sinnlos. Inzwischen ist sie bei einer onkologischen Schwerpunktpraxis und bekommt dort eine Chemo, die sie gut verträgt. Wie kann es zu dieser doch sehr unterschiedlichen Meinung kommen?
    Zuerst vermuteten die Ärzte eine Magenschleimhautentzündung, weil sie immer wieder Sodbrennen hatte, machten eine Magenspiegelung -o-B.-, ein CT, vermutetet dann die Galle als "Übeltäter" und verordneten Medikamente gegen Übelkeit. Mein Schwiegervater bestand dann auf einer zweiten Meinung und so kamen sie zu einem anderen Arzt der schließlich Leberkrebs diagnostizierte.
    Irgendwie sind wir jetzt alle sehr unsicher und trauen der ganzen Sache nichjt so recht. Sind die Aussagen stimmig?
    Eine Antwort von Ihnen würde sicherlich helfen, die ganze Sache besser einzusortieren.
    Vielen Dank im Voraus
    Heidacker


  • Re: Leberkrebs


    Vermutlich stammt die erste Aussage von den Chirurgen, die zuerst die Diagnose stellten. Aus chirurgischer Sicht ist eine Chemotherapie beim Leberzellkarzinom nicht besonders effektiv (im Verhältnis zu einer Operation) – daher macht man solche Bemerkungen. Bei Inoperabilität kann eine Chemotherapie trotzdem für einige Zeit das Tumorwachstum aufhalten. Daher denke ich, dass die Chemotherapie sinnvoll ist. Allerdings dürfen Sie auch nicht zu hohe Erwartungen in die Therapie setzen. Unter Berücksichtigung des Alters sollte man auch nicht unbedingt an zu belastende Therapien denken, obwohl auch andere regionale Maßnahmen (Chemoembolisation, Brachytherapie) in Betracht kämen. Sie können in dieser Angelegenheit bei Prof.Ricke (Radiologie, Universität Magdeburg) anfragen.

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