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Colitis ulcerosa - Angst vor Darmkrebs

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  • Colitis ulcerosa - Angst vor Darmkrebs

    Guten Tag erstmal. Ich (w, 32 J.) habe seit 15 Jahren eine Pancolitis ulcerosa. Die ersten fünf Jahre sehr häufige und schlimme Schübe. Behandlung immer wieder mit hochdosiert Kortison und Mesalazin. Seitdem ich seit 2005 zusätzlich Aza einnehme, ist "nur" noch eine leichte bis mäßige Entzündungsaktivität nachzuweisen. Im April 2013 wurden während der Kolo erstmalig drei Polypenknospen entdeckt, die dann auch sofort mit der Knipszange entfernt wurden. Ansonsten sieht mein Darm vom makroskopischen trotz der langen Erkrankung recht gut aus. Was mir allerdings ganz massive Sorgen macht ist folgendes: mir ist letztens beim Durchblättern meiner Histologie-Befunde aufgefallen, dass mein neuer Gastro (seit 2010) bei den Kolos immer nur 2 Proben aus jedem Darmabschnitt (Quercolon, Sigma, usw.) entnommen hat. Ist das nicht viel zu wenig????? Habe mir dann die älteren Berichte durchgelesen und mein voriger Gastro (seit 2010 im Ruhestand) hat bei den Kolos IMMER zwischen 5 und 8 Proben aus JEDEM Darmabschnitt entnommen. Und so muss das doch auch eigentlich sein oder sehe ich das falsch? Ich habe wirklich ganz massive Angst, dass bei mir evtl. Krebsvorstufen übersehen werden, wenn nur 2 Proben entnommen werden. Ich kann seitdem an nichts anderes mehr denken und habe wirklich panische Angst. Einen neuen Gastro möchte ich mir nicht unbedingt suchen, denn ich bin schon seit 15 Jahren in derselben Praxis. Aber mein voriger Gastro hat das alles irgendwie genauer genommen. Wie sehen Sie das?

    LG Sonnenschein81


  • Re: Colitis ulcerosa - Angst vor Darmkrebs

    Proben sind ehrlicherweise gar nicht notwendig, allenfalls um einen mikroskopischen Entzündungsgrad festzustellen. Eine C.U. diagnostiziert man nicht durch Gewebeproben sondern durch den Koloskopiebefund, dann kommt es höchstens drauf an ob der Probenbefund zur gesteltten Diagnose passt.

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    • Re: Colitis ulcerosa - Angst vor Darmkrebs

      Hinsichtlich Ihrer Krebsangst: Ein Darmkrebs entsteht ja nicht im Verborgenen sondern man muß die Veränderungen/den Tumor schon sehen, dann biospiert man um gut und böse zu unterscheiden. Aber wo nichts zu sehen ist braucht man auch keine Proben.
      Ich hoffe das beruhigt Sie ein wenig.

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      • Re: Colitis ulcerosa - Angst vor Darmkrebs

        Hallo Herr Dr. Hennesser!

        Erstmal vielen Dank für Ihre Antwort. Zu Ihrer ersten Antwort: Gesichert werden muss bei mir nichts mehr. Es ist zweifelsfrei immer wieder durch Gewebeproben eine Colitis ulcerosa (Pancolitis) gesichert. Darum geht es mir auch nicht.

        Zu Ihrer zweiten Antwort: Ihre Aussage, dass man eigentlich gar nicht unbedingt Proben nehmen muss solange nichts Auffälliges zu erkennen ist, kann ich ehrlich gesagt nicht so ganz nachvollziehen. Ich kenne sehr viele Colitis ulcerosa- Erkrankte (aus der Selbsthilfegruppe) und bei ALLEN werden IMMER ausreichend viele Stufenbiopsien entnommen, um Dysplasien/Neoplasien frühzeitig zu erkennen! Man bekommt ja auch immer wieder zu hören und zu lesen, dass bei einer Cu ab dem 10. Erkrankungsjahr das Darmkrebsrisiko steigt. Ein Mitglied aus unserer Selbsthilfegruppe ist mir gerade mal 42 Jahren an Darmkrebs gestorben, er hatte 12 Jahre die Cu. Ich wurde von meinem damaligen Gastro auch immer wieder aufgefordert, einmal im Jahr zu einer Pflicht-Koloskopie zu kommen und Proben entnehmen zu lassen.Deshalb verwirrt mich ihre Aussage ein bisschen. Trotzdem vielen Dank für Ihre schnelle Rückmeldung.

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