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Schmerzmedikamenten

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  • Schmerzmedikamenten

    Hallo Doc,

    ich nehme aufgrund meiner Grunderkrankung (EDS) folgende Schmerzmedikamente:

    DHC 120mg - 0 - 180mg
    Sevredol 20mg 0 - 0 - 1

    Alle anderen Medikamente lass ich mal weg.

    Ich nehme DHC seit 1998 und Sevredol seit Dezember 2006.

    Ich komme mit den Medis soweit klar und habe keine größeren Beschwerden, bis auf die Müdigkeit und das langsam aber sicher paar inneren Organe "kaputtgehn".

    Ich würd aber doch gerne mal wissen wie sich mein Körper ohne Schmerzmittel anfühlt. Weil auch mit den Medis hab ich noch ganz schön Schmerzen. Und es ist bereits fast 10 Jahre her wo ich ohne diese Schmerzmittel gelebt habe.

    Daher würd ich gern mal versuchen alles abzusetzten (an Schmerzmittel), damit ich weiss, das ich es richtig mache mit den Medikamten. Nur so für mich selbst mal.

    Es wird zwar nicht leicht, aber der Gedanke kommt immer öfter.

    Daher meine Frage:

    In welchen Schritten würden sie mir empfehlen die Medikamete runterzuschrauben und wie lange dauert es, nachdem sie dann ganz abgesetzt wurden, bis der Entzug beendet ist.
    Mit welchen Entzugserscheinungen muss ich rechnen?

    Danke im voraus für die Auskunft.
    melissa


  • Re: Schmerzmedikamenten


    Ich denke Sie sollten das zusammen mit einem Arzt machen. Die Medikamente machen keine Organe kaputt !! Sie sind auch auf langes Sicht gut verträglich. Trotzdem halte ich es für gut immer mal wieder versuchsweise die Medikation zu reduzieren.
    Sevredol würde ich als letztes absetzen und die Tablette zum Schluß halbieren. Lassen Sie sich alle erdenkliche Zeit. DHC in den kleinstmöglichen Schritten reduzieren, nicht alles auf ein Mal absetzen.
    Schitzen, Unruhe, Gähnen und Unwohlsein sind möglich Symptome einer zu schnellen Reduktion.

    Kommentar


    • Re: Schmerzmedikamenten


      Erst mal Danke für Ihre schnelle Antwort.
      Nun weiss ich in welcher Reihenfolge ich die Medikamente reduziere.
      Ich werde mir genügend Zeit dazu lassen.

      Eines muss ich jedoch noch loswerden. Die Aussage die Medikamente machen "Ihre Organe kaputt" ist nicht von mir, sondern so wurde es mir von 3 verschiedenen Ärzten gesagt.
      Meinem Hausarzt, dem Chefinternisten im Krankenhaus und einem Schmerztherapeuten zu dem ich musste bevor ich in die Schmerzambulanz konnte. Immer im Zusammenhang mit meiner Gastroduodenitis, der Gallenbalsenentfernung, der grenzwertigen Größe meiner Leber und der vorliegenden Splengomegalie. Immer heisst es, na bei den Medikamenten die sie nehmen ist das klar das die Organe das nicht ewig mitmachen.

      Deswegen hat mich ihr Satz doch sehr verwundert muss ich sagen und mir ziemlich zu denken gegeben.

      Und den "Entzug" werde ich lieber nach ihren Aussagen durchführen (bzw.Versuchen), da dies für mich logisch ist. Mein Arzt meinte nämlich ich soll die Medikamente einfach mal weg lassen.
      Und bevor ich Sevredol aus der Schmerzambulanz bekam hat er mir Durogesic Pflaster verschrieben, das ich zusätzlich zu den DHC nehmen sollte.
      Da ich mich aber immer gerne informiere, hatte ich bedenken bekommen und bin doch zur Schmerzambulanz. Die Ärztin dort hat die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und meinte nur, gut das sie die nicht genommen haben, damit und mit DHC zusammen hätte es mich wohl "weggebeamt". Und dieser Ausdruck ist wiederrum nicht von mir.

      Das ganze verunsichert mich doch alles sehr muss ich sagen. Ich war immer sehr mit den Medikamenten des Schmerztherapeuten zufrieden und sehr dankbar dafür. Bin ich auch immer noch. Ich fühle mich dort als Schmerzpatient schon sehr gut aufgehoben.

      Bevor ich damals erfuhr das es sowas überhaupt gibt wurde ich mich Novalgin oder Tramal zugedröhnt. In der Kur konnte ich eine dreiviertel Flasche Novalgin zu mir nehmen ohne das es irgendetwas half, ausser das mir speiübel wurde. Damals hätt ich echt alles genommen was die mir hinstellten.
      Dann durch Zufall erfuhr ich von den Schmerzambulanzen und suchte eine in meiner Nähe. Ich weiss nicht was passiert wäre, wenn ich das nicht erfahren hätte, mir gings da echt schlecht.

      Dort bekam ich DHC und ab der Dosierung die ich heute noch nehme hat sich damals meine Lebensqualität um 80 % gebessert. Dafür war und bin ich sehr sehr dankbar.
      Ich schicke auch jeden der chronische Schmerzen hat sofort in eine Schmerzambulanz und empfehle einen Schmerztherapeuten aufzusuchen.

      Damit konnte ich schon einigen Leuten helfen, die das auch nicht kannten. Ich bin immer wieder total verwundert, das die behandelden Ärzte die Leute da nicht hinüberweisen.

      Der Grund warum ich die Medikamte reduzieren will und mal wenns geht ganz absetzen, sind meine Organe und die Aussage "die gingen kaputt". Ich vertrage sie soweit nämlich sehr gut, auch wenn sie nicht immer mehr ganz reichen und ich nun Sevredol zusätzlich nehme. Dann kommt das Interesse dazu wie mein Körper sich ohne Medis anfühlt, aber das wäre zweitrangig.

      Es ist doch alles sehr verwirrend find ich, denn wenn die Medis keine Organe "angreifen", dann würd ich sie einfach weiter nehmen, solange es halt geht. Und Sevredol nicht regelmässig sondern nur zu Schmerzspitzen einnehmen.

      Für sie ist es natürlch sehr schwierig hier genaue Aussagen zu treffen und unmöglich eine richtige Behandlung anzugeben. Sie müssten dazu den ganzen Krankheitsverlauf der einzelnen Leute kennen, was ja unmöglich ist.

      Sie haben mir aber trotzdem weitergeholfen und dafür möchte ich ihnen danken.
      Ich finde es nicht selbstverständlich sich für so ein Forum zur Verfügung zu stellen.

      Gruß
      melissa

      Kommentar


      • Re: Schmerzmedikamenten


        Viele Dank für das spezielle und allgemeine Lob. Es belibt aber bei der Aussage, dass Opiate im wesentlichen nicht organschädigend sind. Ob das auch für Ihren ganz speziellen Fall zutrifft kann ich auf die Distanz nicht beantworten.

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