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@ Dr. Hennesser die 2te

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  • @ Dr. Hennesser die 2te

    Lieber Dr. Hennesser,

    bei mir wurde so gesehen nicht Brusterhaltend operiert.Zunächst hat man den Tumor entfernt,bei dem man 4 Monate lang annahm das es nur eine Zyste sei.Als sich dann herrausstellte das es aber bösartig war wurde in einer 2ten Op die gesammte linke Brust entfernt.Und DANN bekam ich Chemo und Bestrahlung.
    Warum wurde bei mir nicht erst Chemo gemacht mit der Hoffnung das es schrumpft und ich nicht meine ganze Brust verliere ? Die Antwort gebe ich mir selber.Weil nicht einer der Ärzte davon ausging das es bösartig war.Aber kann man davon ausgehen ? Kann denn ein Arzt sowas nicht zuvor feststellen ?
    Ich verstehe bis heute nicht warum gleich die ganze Brust weg mußte.....
    Schnellwachsend hieß es immer,nah an der Hautoberfläche,Aufgrund meines Alters usw. Aber sind das Gründe die ganze Brust zu amputieren ?
    Die Brust müsse schnell ab und dann rasch die Chemo sagten sie.
    Später,als ich nachfragte warum ich denn die Chemo machen mußte,der Tumor plus Brust war schließlich weg,keine LK befallen,hieß es : rein weg vorsichtshalber,Aufgrund meines Alters (31) und weil er schnellwachsend war.
    Ich weiß nicht,aber jetzt nach etwas über zwei Jahren denke ich immer mehr das ich die Brust vielleicht nicht hätte amputieren lassen müssen !???
    Meine Diagnose NACH der Ablatio lautete :
    Diagnose : Mammakarzinom links oben innen;
    Histologie : Wenig differenziertes invasiv-duktales Karzinom; ER und PR negativ;
    c-er B-B2 schwach positiv
    Stadium : pT3 pN0 (0/10) G3 R0 M0
    War es richtig die gesammte Brust abnehmen zu lassen ?
    Wenn Sie mir jetzt sagen….ne eigentlich nicht,geht für mich die Welt auch nicht unter und ich ziehe auch nicht los und „räche“ mich.Ich möchte nur wissen wie Sie darüber denken.

    Lieben Dank im Vorraus

    LG
    Petra


  • RE: @ Dr. Hennesser die 2te


    Sie haben die Klassifikation angegeben, das "pT3" sagt etwas über die doch deutliche Größe des Tumors aus. Brusterhaltend setzt voraus, daß der Tumor kleiner ist und trotz Entfernung des Tumors ein ausreichender Sicherheitsabstand mitentfernt werden kann. D.h. man entfernt nicht nur den Tumor selber sondern sicherheitshalber auch etwas gesundes Gewebe um den Tumor herum da man nicht ausschließen kann, daß sich Tumorzellen in die Umgebung verteilt haben. Das wird bei allen Tumoren gemacht. Wenn man trotz dieser Aspekte dann brusterhaltend operieren kann ist das erfreulich, aber letztlich bleibt die Entscheidung immer individuell in Abhängigkeit von der Größe und vor allem der Lage des Tumors. Das kann letztlich nur der Operateur vorher mit Ihnen festlegen.
    Die Tatsache daß der Tumor keine Hormonrezeptoren besaß ("ER und PR negativ") macht ihn tendenziell aggressiver, sodaß in allererster Linie das für Sie sicherste Vorgehen oberste Priorität hat bzw. hatte. Rückblickend kann ich hier keine Entscheidung fällen, aber in erster Linie dürfte wohl die Größe des Tumors ausschlaggebend gewesen sein.

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