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hilfe bei zu geringer Blasenkapazität

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  • hilfe bei zu geringer Blasenkapazität

    Hallo,

    um allen besorgten Eltern, die vom Thema „Bettnässen“ betroffen sind, ein wenig Hoffnung zu geben und Hilfestellung zu leisten, möchten wir hier kurz unsere Geschichte erzählen.

    Unser Sohn ist 8,5 Jahre alt. Das Thema „Bettnässen“ beschäftigt uns seit schon seit ca. 4 Jahren. Seit er 4 Jahre alt ist, ist er tagsüber trocken (ausnahmslos). Nachts hingegen war er nie, auch nicht phasenweise, trocken.
    Wir sind zu verschiedenen Ärzten gegangen (Kinderärzte, Urologen) und haben verschiedene Methoden ausprobiert. Beispielsweise Minirin-Nasenspray (wird abends eingenommen; enthält ein Hormon, dass die Urinproduktion reduziert), mehrere Klingelhosen. Beides ohne auch nur den geringsten Erfolg.
    Da nichts zu helfen schien, haben wir gemacht, was viele Eltern tun. Wir versuchten, ihm abends möglichst wenig zu trinken zu geben (haben es allerdings nie verboten !!!) und weckten ihn jede Nacht einmal gegen Mitternacht. Dies war für uns alle eine alltägliche Belastung, die mal mehr, mal weniger erfolgreich war.
    Sowohl der Kinderarzt als auch der Urologe waren der Auffasung, die medizinischen Möglichkeiten ihrerseits seien nun ausgeschöpft. Man riet uns, mit unserem Sohn zu einem Psychotherapeuten zu gehen. An dieser Stelle sei erwähnt, dass unser Sohn ein ausgesprochen fröhliches, unängstliches Kind ist, das allgemein sehr beliebt ist, in einer intakten Familienumgebung aufwächst. Er ist sehr aktiv und ein guter Schüler.
    Da das für uns nicht in Frage kam, beschlossen wir kurz nach seinem 8. Geburtstag, doch noch einen weiteren Rat einzuholen und gingen in die kinderurologische Sprechstunde der Universitätsklinik Frankfurt (hierzu ist eine Überweisung notwendig). Der behandelnde Arzt riet uns zu einem Miktionstagebuch, in dem die genauen Trink- und Urinmengen sowie die genauen Uhrzeiten über mehrere Wochen erfasst werden.
    Hierdurch konnte sehr schnell festgestellt werden, dass seine Blasenkapazität eindeutig zu gering ist (es war auffällig, dass die max. Urinmenge bei etwa 100 ml lag; normal wären in dem Alter 250 – 300 ml). Um diese Problem zu beheben, verschrieb der Arzt uns sofort ein Blasenspasmolytikum namens „Mictonetten“, das den Wirkstoff Propiverinhydrochlorid enthält.
    Bereits nach wenigen Tagen schlief unser Sohn nachts durch ohne einzunässen. Dieser Erfolg hält nun schon seit über 5 Monaten an.
    Das Medikament muß mehrere Monate eingenommen werden und die Dosis langsam reduziert werden.
    Für uns alle war dies ein unglaubliches Glück. Unser Sohn kann seit dieser Zeit nun endlich bei seinen Freunden übernachten und an Schul- und Hortfreizeiten teilnehmen.
    Wir wissen was es heisst langsam die Hoffnung zu verlieren und zu spüren, wie das Problem des Bettnässens eine Hauptrolle im Leben einnimmt und möchten mit diesem kleinen Beitrag all die Eltern und Kinder, die vom Bettnässen betroffen sind ein wenig ermuntern.

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