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Leben mit lasergeschädigten Augen

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  • Leben mit lasergeschädigten Augen

    Hallo,
    ich bin mittlerweile sehr verzweifelt und hoffe, hier vielleicht noch etwas rat zu bekommen.

    Ich bin männlich, 1993 geboren und ich habe extrem starke Probleme mit den Augen, vor allem wenn ich am Pc arbeite (was eigentlich mein Job ist, Informatiker).

    Seit ich 2014 im Urlaub in Bulgarien war, habe ich auf beiden Augen subjektiv eine starke Sehverschlechterung. Das betrifft zum einen die Sehschärfe, da ich - egal ob mit oder ohne Brille, nur gerade so die 100% erreiche. Gerade so bedeutet, dass ich die Buchstaben auf der Tafel nicht klar erkennen kann und teilweise schon raten muss. Wird aber wie gesagt durch das Vorschalten von Dioptrien o.Ä. nicht besser. Meistens kommt beim Sehtest auch nur eine Stärke von +0,25 beidseitig raus.
    Früher habe ich mal, wenn ich mich richtig erinnere, auch die 120% problemlos geschafft.

    Zum anderen sehe ich seit dem Urlaub Lichtquellen nicht mehr scharf. Das fällt vor allem bei LED's auf,
    nachts sehe ich alle Lichtquellen nur noch sternförmig (ampeln, autoscheinwerfer, rückleuchten, einfach alles).
    Eine einfache Led leuchte sehe ich mit einem Lichtkranz drumherum, welcher die Größe der Lampe um ein Vielfaches übersteigt.
    Mittlerweile wird es jedoch auch tagsüber immer schlimmer. Selbst ein Auto welches von der Sonne angestrahlt wird, blendet mich sehr stark und schmerzt in den Augen.
    Aber auch z.b. weisse Schrift auf dem Monitor sehe ich mit einem weißen Schatten.
    Ich habe kürzlich vom Studium wieder in einen Vollzeitjob gewechselt und seitdem ist es extrem schlimm, ich bin total verzweifelt. Ich habe nicht nur die genannten Sehstörungen, sondern bekomme ein starkes Druckgefühl hinter beiden Augen, welches sich immer weiter steigert.
    Da es ein neuer Job ist habe ich trotz der Schmerzen weitergemacht (normalerweise mied ich den Monitor, wenn die schmerzen begannen und kühlte die augen) und nun habe ich nochmals eine subjektive Sehverschlechterung erhalten.
    Die Strahlen um Lichtquellen sind viel grösser geworden, die Lichtempfindlichkeit nochmals gestiegen. Wenn das Druckgefühl abgeklungen ist nach dem Augenkühlen ging es in ein Stechen hinter den Augen über.

    Ich denke, ich habe in Bulgarien einen Laser in die Augen bekommen. Ich weiss nicht mehr genau wo, da dort mehrere "aufgestellt" waren, z.B. oben an Einkaufsläden an der Straßenmeile so wie Discokugeln.

    Ich war schon bei vielen Augenärzten, jedoch meinten alle, die Netzhaut/linse seien in ordnung und ich solle mir keine Sorgen machen. Von jedem arzt gibts dann Tropfen zur Befeuchtung der Augen.
    Selbst wenn ich diese alle 20 minuten tropfe, treten die Beschwerden am Bildschirm gleichermaßen auf.
    gesichtsfeld/augeninnendruck io.

    Ich war auch schon beim Neurologen und im MRT, ohne Befund.

    Des weiteren habe ich seit 2011 chronische halsschmerzen/Rachenentzündung ungeklärter Ursache. Diese Entzündung trat mit einer einfachen Erkältung auf und ging nicht mehr weg. Keine Ahnung, ob das eine Rolle für die Augen spielt.


    Meine konkreten Fragen wären:

    Kann man einen Laserschaden an der Netzhaut nach so langer Zeit überhaupt noch feststellen oder ist das bereits verwachsen? Blinde Flecken o.Ä. habe ich ja nicht.

    Wie kommt es, dass meine Augen bei der Monitorarbeit so stark schmerzen, teilweise tagelang danach ohne Monitor? Entzündet sich hier die Netzhaut aufgrund von überlastung?


    Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
    Dass ein laserschaden am auge irreparabel ist weiss ich, aber ich verstehe nicht, woher diese schmerzen mit anschließend weiterer sehverschlechterung kommen.
    ​​​​​​​​​​


  • Re: Leben mit lasergeschädigten Augen

    Viele meiner Problem sind recht ähnlich. Hast du dich mal mit einer Pentacam untersuchen lassen?

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    • Re: Leben mit lasergeschädigten Augen

      Hallo,
      danke für die Antwort! Nein, das wurde soweit ich weiß noch nicht gemacht.
      Mein aktueller Stand ist, dass ich einen Termin zur Netzhautsprechstunde in der Med. Hochschule Hannover habe. Dort wird aber wohl auch nichts weiter gemacht, als mit der Spaltlampe geguckt. Ich hoffe, dass ich die Herren dort überzeugen kann, noch mal etwas weiterführende Untersuchungen zu machen.

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      • Re: Leben mit lasergeschädigten Augen

        Wurde eventuell schon mal mit Kontaktlinsen (sowohl weiche als auch harte) ein Sehtest gemacht? Diese werden bei starken trockenen Augen nicht gut vertragen und können diese auch noch verschlechtern. Jedoch wäre ein subjektives und objektives Ergebnis ggf. hilfreich.
        Auch ein Tropfen alle 20min ist nicht hilfreich, da hiermit notwendige Bestandteile aus dem eigenen Tränenfilm herausgewaschen werden. Somit ruhig auch mal Cationorm, EvoTears, VitA-POS Salbe durchprobieren.

        Kommentar



        • Re: Leben mit lasergeschädigten Augen

          Hi, danke für deine Antwort. Das mit den 20 Min war auch nur ein Extremtest, normalerweise tropfe ich eher stündlich. Aber auch hier bessert sich die Lage nicht wirklich.

          Kontaktlinsen habe ich bisher nur weiche Tageslinsen mit +0.25 probiert,
          allerdings kam ich damit nicht gut klar, damit sehe ich nur verschwommen.
          Ein Sehtest mit Kontaktlinsen habe ich noch nicht gemacht.
          Lg Julian

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          • Re: Leben mit lasergeschädigten Augen

            Sorry vergessen, EvoTears benutze ich bereits

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            • Re: Leben mit lasergeschädigten Augen

              Guten Tag, Julian93,
              wenn die Netzhaut durch einen Laser geschädigt wäre (was ich nicht vermute, da die Beschwerden, die Sie beschreiben, nicht dazu passen), würde das auch jetzt noch zu beurteilen/ festzustellen sein.
              Die Beschwerden, die Sie schildern, passen tatsächlich eher zu einem "Oberflächen"-Problem der Hornhaut/ Bindehaut/ des Tränenfilms. Der Ansatz mit den Tränenersatzmitteln scheint mir sinnvoll. Wenn das aber nichts hilft, muss man vielleicht noch Alternativen finden (Lidrandmassage, "Stöpselchen" für die Tränenpünktchen, Antibiotika...), die allerdings nur herauszufinden sind, wenn man das Auge selber untersucht als Behandler. Ich denke, Sie sollten sich einen Augenarzt/ eine Augenärztin suchen, der/ dem Sie vertrauen und mit dem Sie gemeinsam einen manchmal langwierigen Weg der Behandlung einer oft chronischen Veränderung der Augenoberfläche gehen.
              Mit freundlichen Grüßen, Priv.-Doz. Dr. med. A. Liekfeld

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              • Re: Leben mit lasergeschädigten Augen

                Sehr geehrte Fr. Dr. Liekfeld,
                ich danke Ihnen sehr für Ihre Einschätzung.
                Gibt es eine Methode, mit der die Untersuchung auf eventuelle Laserschäden genauer möglich ist? Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies mit einer "einfachen" Spaltlampe so genau möglich ist.

                Gruß Julian

                Kommentar


                • Re: Leben mit lasergeschädigten Augen

                  Guten Tag, Julian93,
                  eine Möglichkeit wäre z.B. eine Schichtaufnahme der Netzhaut mittels OCT (optische Kohärenztomografie) durchführen zu lassen.
                  Mit freundlichen Grüßen, Priv.-Doz. Dr. med. A. Liekfeld

                  Kommentar


                  • Re: Leben mit lasergeschädigten Augen

                    Ein OCT wurde nun gemacht, ohne Auffälligkeiten.
                    Außerdem habe ich mal ein Foto gemacht und dieses so bearbeitet, dass es meiner Sicht entspricht.

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                    • Re: Leben mit lasergeschädigten Augen

                      Guten Tag, Julian93,
                      das spricht am ehesten dafür, dass es in den brechenden Medien (Hornhaut, Linse, Glaskörper) sogenannte Aberrationen gibt, woran die Lichtstrahlen abgelenkt werden. Vermutlich sind es Aberrationen der Hornhaut (ist eine mögliche Nebenwirkung einer Laserbehandlung). Ggf. kann man das durch ein "Nacharbeiten" mit dem Laser beheben. Das hängt aber von den konkreten Untersuchungsergebnissen Ihrer Hornhaut ab.
                      Mit freundlichen Grüßen, Priv.-Doz. Dr. med. A. Liekfeld

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                      • Re: Leben mit lasergeschädigten Augen

                        Sehr geehrte Fr. Dr. Liekfeld,
                        zunächst mal möchte ich mich nochmals bedanken dafür, dass Sie (ich vermute in Ihrer Freizeit) hier kostenlos helfen. Das finde ich absolut Klasse!

                        Wie könnten eventuelle
                        Aberrationen festgestellt werden, laut Google mit einer Wellenfrontanalyse?
                        Bisher lauteten die Diagnosen nur:
                        beidseitig Hyperopie, Astigmatismus
                        (damit war ich immer gut klargekommen sogar ohne Brille am PC)

                        sowie teilweise Sicca-Syndrom (im aktuellen ärztlichen Bericht nicht aufgeführt, ich würde dies als Ursache auch eher ausschließen, da selbst sehr regelmäßiges Tropfen keine Besserung bringt)

                        Viele Grüße und einen schönen Restsonntag wünsche ich Ihnen.

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                        • Re: Leben mit lasergeschädigten Augen

                          Noch eine weitere Frage: Halten Sie es für möglich, dass es sich bei dem diagnostizierten Astigmatismus um eine leichte Form von Keratokonus handelt?
                          Ich habe mir Betroffenenberichte angesehen und kann hier viele Parallelen zu meinen Beschwerden finden. Auch hier wieder die Frage - welche Untersuchungen können gemacht werden, um gezielt feststellen/ausschließen zu können, dass es sich um Keratokonus handelt?
                          Ich hoffe auf Ihre Antwort.

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                          • Re: Leben mit lasergeschädigten Augen

                            Guten Abend, Julian93,
                            für beides ist eine Hornhaut-Topografie sinnvoll, ggf. auch zusätzlich die Wellenfront-Analyse des Gesamt-Auges...
                            Mit freundlichen Grüßen, Professor Dr. med. A. Liekfeld

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                            • Re: Leben mit lasergeschädigten Augen

                              Hallo,
                              ich kann es nur immer Mal wieder sagen: Vielen Dank für Ihre Mühen.
                              Ich habe nun Hornhaut-Topographie und Pachymetrie durchführen lassen.
                              Bilder anbei. Soweit aber wohl alles in Ordnung.

                              Fr. Dr. Liekfeld,
                              ich finde Ihren Ansatz, dass Aberrationen der Hornhaut Ursache meiner Sehstörungen sind, sehr interessant. Ich bin sogar recht überzeugt davon, dass diese durch einen Laserunfall im Urlaub verursacht wurden, da ich im Urlaub und nach der Heimkehr erstmals die Blendungen etc. wahrnahm.
                              Im Internet findet man diese Symptome unter den Begriffen Glare, Halo und Starburst.
                              https://millennialeye.com/wp-content...8/Figure-1.jpg
                              (Ich dokumentiere hier nur etwas für ähnlich Betroffene, auch wenn ich Niemandem meine Beschwerden wünsche..)

                              Die erste wichtige Frage für mich wäre:
                              Wie wahrscheinlich ist es wohl, dass die Aberrationen in dem Teil der Hornhaut vorhanden sind, der auch bei einer Lasik bearbeitet wird und somit Aussicht auf Bessung besteht?
                              Womöglich ist z.B. doch die Linse betroffen und nicht die Hornhaut.

                              Die Zweite Frage ist:
                              Könnte es noch weitere Ursachen für meine Augenschmerzen (Druck, Stechen hinter den Augen) geben?
                              Die Ärztin heute hat vorgeschlagen einen Sehtest mit getropften Augen durchzuführen, da ich ja weitsichtig bin und die Linse dies unter großer Anstrengung sehr gut ausgleichen kann.
                              Dies halte ich für sehr sinnvoll, auch wenn ich einem möglichen Ergebnis skeptisch gegenüberstehe, habe ich doch bereits auch eine Brille mit +0,75 Dioptrien beidseitig ausprobiert, ohne Besserung der Schmerzen.






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                              • Re: Leben mit lasergeschädigten Augen

                                Guten Abend, Julian93,
                                ich halte den Vorschlag Ihrer Augenärztin auch für sinnvoll...
                                Mit freundlichen Grüßen, Professor Dr. med. A. Liekfeld

                                Kommentar


                                • Re: Leben mit lasergeschädigten Augen

                                  Noch mal ein kurzes Zwischenupdate,
                                  ich quäle mich momentan so durch den 8 Stunden Arbeitstag. Da ich bei meiner neuen Arbeitsstelle nicht zu 100 % vor dem PC sitze, ist es halbwegs erträglich.

                                  Wenn ich freitags früh Feierabend mache und den Rest des Tages die Augen kühle und abdecke, bin ich mit etwas Glück Samstag und Sonntag schmerzfrei.
                                  Wenn ich sie Freitags auch nur ein wenig belaste, z.B. Auto Fahren, so habe ich Samstags noch mittelmäßige Augenschmerzen, Sonntags dann schmerzfrei.


                                  Die Lichtempfindlichkeit nach der Arbeit ist extrem gesteigert.
                                  Ich frage mich, ob diese Symptomatik wirklich zu Aberrationen in der Hornhaut passt, oder doch eine Überreizung von Netzhaut / Sehnerv stattfindet.

                                  Seltsamerweise passt meine subjektive Sicht aber wirklich perfekt zu den bei einer Lasik möglicherweise auftretenden Komplikationen (z.B. Starburst).

                                  Hier ist noch mal eine interessante Seite mit Betroffenensimulationen.
                                  Das letzte Bild mit dem Toyota könnte 1:1 von mir stammen.
                                  http://lasikcomplications.com/simulations.htm

                                  Ich frage mich nach wie vor, ob eine LASIK Operation bei mir die Symptome tatsächlich verbessern oder verschlechtern könnte. Dafür spricht, dass ich dieses sog. Starburst erst seit dem Laser-Bulgarien-Urlaub habe, dagegen spricht für mich die starke Verschlechterung bei Bildschirmarbeit (ich denke nicht, dass sich die Hornhaut innerhalb eines Tages so stark verändern kann).

                                  So oder so, ich warte gespannt auf den 1.10.2018, da ist mein Arzttermin, bei dem der Sehtest mit getropften Augen durchgeführt wird. Ich werde berichten.

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                                  • Re: Leben mit lasergeschädigten Augen

                                    Danke für den Zwischenbericht. Wir sind ebenso gespannt. Ich drücke die Daumen, dass etwas "Greifbares" und letztlich Therapierbares gefunden wird...
                                    Mit freundlichen Grüßen, Professor Dr. med. A. Liekfeld

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                                    • Re: Leben mit lasergeschädigten Augen

                                      Hallo,
                                      leider wird sich die Untersuchung bis auf weiteres verschieben da ich in einem verkehrsunfall Lebensbedrohlich verletzt wurde.

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                                      • Re: Leben mit lasergeschädigten Augen

                                        Guten Tag, Julian93,
                                        drücke die Daumen für eine schnelle Genesung! Passen Sie auf sich auf...
                                        Mit freundlichen Grüßen, Professor Dr. med. A. Liekfeld

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                                        • Re: Leben mit lasergeschädigten Augen

                                          Hallo Frau Doktor Liekfeld, mittlerweile bin ich über den Berg,
                                          leider schiele ich seit dem Unfall stark und sehe alles doppelt. Laut dem Augenarzt des Krankenhauses wird sich das von allein wieder geben. Ich habe große Sorgen, dass es nicht wieder wird. Was meinen Sie dazu?

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                                          • Re: Leben mit lasergeschädigten Augen

                                            Guten Tag, Julian93,
                                            häufig bildet sich das zurück. Man kann die Stärke des Schielens messen. Wenn sich in den ersten Wochen bereits eine gute Tendenz der Rückbildung zeigt, sind die Aussichten auf eine komplette "Heilung" sehr gut.
                                            Mit freundlichen Grüßen, Professor Dr. med. A. Liekfeld

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