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Fehlsichtigkeit bei Kindern!

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  • Fehlsichtigkeit bei Kindern!

    Hallo ,

    bei meiner Tochter ist mit 10 Monaten eine Weitsichtigkeit festgestellt worden.

    Sie bekam eine Brille mitlerweile hat sie noch eine Hornhautverkrümung dazu bekommen.

    Ihre Brille ist im Januar auf folgende Werte eingestellt worden :
    rechts + 5,0 / - 1,5 / 10
    links + 6,5 / -1,5 / 170
    die tatsächlichen Werte liegen bei
    rechts + 6,5 / - 1,5 / 10
    links + 8,0 / - 1,5 / 170

    Jetzt ist letzte Woche festgestellt worden das meine Tochteer auf dem linken Auge nach innen minimal schielt.... Die aus der Sehschule habenuns gebeten zu einem neuen Termin zu kommen und wenn dann das linke Auge weniger sieht als das rechte dann würden sie das rechte Auge abkleben... dabei hat meine Tochter mit Brille nur etwa 60 % beidseitig gesehen...

    Sie schläft auch mit offenen Augen allerdings wird das zur ZEit nicht behandelt da sie nicht entzündet sind...


    Nun hätten wir gerne noch eine andere Augenärztliche Meinung ist es möglich mit einer Op die Sehschwäche zu mindern? Ihr die Möglichkeit zugeben nicht mehr so dicke Gläser zu haben? Sie ist grade im Feinmotorischem Bereich eingeschränkt weil das alles nicht so funktioniert.... Als sie mit der Brille anfing waren die Werte gut 1 Dioptrin besser das heißt unter dem regelmäßigen Brillentragen haben sich die Augen verschlechter...

    Was kann man noch tun ausser das was jetzt gemacht wird...

    Ganz liebe Grüße
    Stefanie Eckers


  • Re: Fehlsichtigkeit bei Kindern!


    Hallo Frau Eckers, auch wenn diese Informationen nicht von einem Augenarzt stammen, so kann ich Ihnen doch vielleicht einige Ihrer Fragen beantworten.

    Eine operative Reduzierung der Fehlsichtigkeit Ihrer Tochter ist im Kindesalter noch nicht möglich. Es gibt zwar zwischenzeitlich sehr probate Mittel der so genannten refraktiven Chirurgie, welche aber als Behandlung bei Kindern noch nicht in Frage kommen, da sie sich noch in der körperlichen Entwicklung befinden. In besonderen Fällen könnte die Anpassung von Kontaktlinsen eine Alternative darstellen. Dies hängt aber unbedingt von einer ganzen Reihe von Voraussetzungen und Umständen ab, die Sie ggf. mit Ihrem Augenarzt besprechen sollten. Erfahrungsgemäß ist jedoch eine gut angepasste Kinderbrille immer noch die beste und sinnvollste Lösung, eben auch deshalb, weil sich die Werte noch häufig ändern werden.

    Die Zunahme der Weitsichtigkeit um 1 dpt ist nicht ungewöhnlich und eigentlich Teil eines normalen Entwicklungsprozesses. Danach kommen Kinder mit einer Weitsichtigkeit zur Welt. Diese nimmt dann im Laufe der Jahre etwas zu, um sich nach der Pubertät im Idealfalle deutlich gen 0 zu reduzieren. Dies trifft bei Ihrer Tochter jedoch auf Grund ihrer bereits jetzt bestehenden hohen Weitsichtigkeit sicherlich nicht zu. Das Tragen einer Brille hat im Übrigen auch keinerlei Einfluß auf die Entwicklung einer Fehlsichtigkeit. Diese wird sich also auch weiterhin verändern - ob sie nun eine Brille trägt oder nicht. Das ändert jedoch nichts an der prinzipiellen Notwendigkeit, eine Korrektur zu tragen.

    Die geplante Klebebehandlung (Okklusionstherapie) ist nicht (!) gedacht, um die Weitsichtigkeit oder die zusätzlich bestehende Hornhautverkrümmung zu beseitigen. Auch nicht das Schielen. Sie dient der Behandlung bzw. Vorbeugung einer funktionalen Schwachsichtigkeit, die fast immer mit manifesten Schielerkrankungen einhergeht, und die man Amblyopie nennt. Für solche Therapien gibt es keinerlei chirurgische oder optische Alternativen. Eine Okklusionsbehandlung ist die Maßnahme der Wahl und sollte sehr konsequent durchgeführt werden.

    Da Ihre Tochter bereits seit früher Kindheit entsprechend kompetent behandelt wird (Sehschule, Orthoptistin), sind die Voraussetzungen für eine optimale Versorgung als sehr gut zu bezeichnen. Entscheidend für einen Behandlungserfolg ist immer auch die konsequente Durchführung der verordneten Maßnahmen, ob es sich nun um die Okklusionsbehandlung, das Brilletragen oder andere Formen der Schielbehandlung handelt. Keiner dieser Therapiebestandteile kann einen anderen ersetzen, sonder nur in der richtigen Kombination sind sie wirksam und sinnvoll.

    Alles Gute weiterhin!

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    • Re: Fehlsichtigkeit bei Kindern!


      Danke für ihre Antwort! Die Brille wird mehr als regelmäßig getragen und wenn es nicht anders geht so habe ich das verstanden werden wir uns halt auch mit dem abkleben genauso konsequent bemühen... Danke nochmal

      Kommentar