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Depression

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  • Depression

    Hallo,ich nehme jetzt schon ca.1 1/2 Jahre die Kapseln Fluoxetin ein.Damals hatte ich eine Depression.Nachdem ich nun schon zum dritten mal versucht habe die Tabletten abzusetzen und ich mich wieder mies fühlte ist nun meine Frage ob man von den Tabletten je mal loskommt.Meine bekannte nimmt sie nun auch schon 11 Jahre und kommt davon auch nicht los.Mein Neurologe sagt nur immer sie machen nicht abhängig,das kann ich aber so nicht behaupten,denn sonst müsste es doch klappen. viele Grüße

  • Re: Depression


    man kommt auf jeden fall von antidepressiva "los", denn sie machen in der tat nicht abhängig. man sollte sie jedoch langsam ausschleichen.

    wenn man nach dem absetzen wieder depressiv ist, ist es ein zeichen, dass die depression immer noch besteht. in dem fall sollte man das AD wieder einnehmen.

    man kann ein leben lang antidepressiva nehmen, wenn es erforderlich ist.

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    • Re: Depression


      Hallo Spätzle,

      Ganz so harmlos, wie es widder beschreibt, sind Antidepressiva nun auch wieder nicht. In der Fachinformation dazu schreibt Sandoz:

      >> Physische und psychische Abhängigkeit
      Wie bei der Verabreichung anderer ZNS-wirksamer Arzneimittele sollten Ärzte bei ihren Patienten sorgfältig die Möglichkeit einer allfälligen Vorgeschichte von Arzneimittelabhängigkeit abklären, solche Patienten überwachen und sie betreffend eines allfälligen Missbrauches von Fluoxetin Sandoz (z.B. Entwicklung einer Toleranz, Dosiserhöhung, übermässige Nachfrage nach dem Arzneimittel) beobachten. <<

      In der Patienteninformation steht allerdings davon nichts. (!) Aber es stimmt natürlich schon, chemische Medikamente heilen nicht, sie kaschieren bloss. So, als ob Sie auf eine Pfanne mit kochendem Wasser einen Deckel legen. Es kocht zwar noch immer, aber man sieht’s nicht mehr. Problem gelöst?

      Wäre es nicht ratsamer, der Sache auf den Grund zu gehen und der Seele wirklich zu helfen, anstatt sie mit Chemikalien zum Schweigen zu bringen. Vielleicht kann Ihnen ein Psychologe oder sonst ein feinfühliger Mensch besser helfen. Ich meine nicht ein Psychiater, von dem haben Sie vermutlich dieses Medikament. Ist ja auch am einfachsten.

      Ich wünsche Ihnen eine gute Besserung und sende liebe Grüsse.

      Hermann Kaufmann

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      • Re: Depression


        dass antidepressiva harmlos sind, habe ich nicht sagen wollen.

        bei überdosierung können auch sie schäden anrichten.

        diejenigen, die antidepressiva ablehnen oder gar verurteilen, haben noch nie an einer tiefen niedergeschlagenheit mit den dazugehörigen körperlichen beschwerden gelitten.

        gegen (echte!)depressionen helfen nur gute psychopharmaka. die psychoanalyse vermag sie nicht zu heilen. es würde auch nichts nützen, wenn ein anderer, feinfühliger mensch versucht, einen depressiven zu trösten. trost gibt etwas kraft, löst die erkrankung jedoch nicht auf.

        antidepressiva ermöglichen verzweifelten menschen eine rückkehr ins leben.
        nimmt man sie nach vorschrift des arztes ein, beeinflussen sie nicht die gesundheit und können bedenkenlos über jahre eingenommen werden.

        antidepressiva sind ein segen. ich bin selbst betroffen und habe innerhalb 30 jahren mit ad die besten erfahrungen gesammelt.

        Kommentar



        • Re: Depression


          > Vielleicht kann Ihnen ein Psychologe oder sonst ein feinfühliger Mensch besser helfen. Ich meine nicht ein Psychiater, von dem haben Sie vermutlich dieses Medikament. Ist ja auch am einfachsten.

          Ach so..... Psychiatern fehlt es also grundsätzlich an Feingefühl? Sie verschreiben auf die Schnelle irgendwas, um möglichst wenig Arbeit zu haben?

          Und bei Leuten, die (z.B.) ein Antidepressivum einnehmen, "schweigt" die Seele.... Wie soll sich das äußern? Völlige Gefühllosigkeit??

          Sind Ihre Ansichten in manchen Fragen vielleicht etwas zu pauschal?

          Na ja, daß Heilpraktiker auf die Ärzte schimpfen - und umgekehrt - ist man ja gewohnt.

          thomas

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          • Re: Depression


            << diejenigen, die Antidepressiva ablehnen oder gar verurteilen, haben noch nie an einer tiefen niedergeschlagenheit mit den dazugehörigen körperlichen beschwerden gelitten. >>

            Ich hatte, wie fast alle, auch „meine Midlifecrises“. Aber happig. Der Arzt gab mir damals ein Antidepressiva, weiss nicht mehr was. Ich erinnere mich nur noch an die Folgen davon. Es war ein Albtraum. Am nächsten Tag habe ich die Dinger weggeschmissen.

            << gegen (echte!)depressionen helfen nur gute psychopharmaka. die psychoanalyse vermag sie nicht zu heilen. es würde auch nichts nützen, wenn ein anderer, feinfühliger mensch versucht, einen depressiven zu trösten. trost gibt etwas kraft, löst die erkrankung jedoch nicht auf .>>

            Ich sag’ ja nicht, dass ich eine Lösung hätte. Aber Psychopharmakas heilen offenbar auch nicht, sonst müssten Sie sie nicht 30 Jahre lang schlucken. Also bleibt das Problem ungelöst?

            Hermann

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            • Re: Depression


              Da bin ich offenbar ganz heftig in ein Wespennest getreten.

              Schimpfen tu’ ich nicht, aber kritisch bin ich schon. Und ... tut mir leid, so pauschal wollte ich nicht sein. Aus Erfahrung im Familienkreis weiss ich aber, dass der Rezeptblock schon sehr locker sitzt. Es gibt da wie dort schwarze Schafe, ist mir bekannt.

              Nein, die Seele schweigt nicht, sie schreit um Hilfe. Sie hat nur eine Ausdrucksmöglichkeit, nämlich über den Körper. Aber wenn der ruhig gestellt wird, ist es damit auch vorbei. Wenn der Mensch funktionieren soll, tun Antidepressiva sicher ihren Dienst. Aber werden diese Mittel nicht zu oft und zu sorglos verschrieben?

              Ich habe vor Jahren mal in der „Psychiatrischen“ in Zürich gearbeitet, das sind sie zu Dutzenden rumgesessen. Meine Mutter war im Pflegeheim, dasselbe Bild. Zum Glück ist dieser Kelch an meiner Mutter vorbei gegangen. Vielleicht weil wir sie täglich besucht haben?

              Nichts für unguet, wenn ich Ihnen zu nahe getreten sein sollte.

              Hermann

              PS: Ich habe in der Schweiz viel mit Medizinern zusammen gearbeitet. Sehr zum Wohle der Patienten. Ich bin immer noch der Meinung, man sollte von beidem das Beste kombinieren.

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              • Re: Depression


                Hallo,das ist hier ja eine heftige Disskusion.Ich kann nur sagen,daß ich sehr froh war als das Medikament gewirkt hat und ich endlich wieder lachen konnte und mein leben im Griff hatte.Es ist sehr schlimm so gefühlskalt zu sein und das nicht ändern zu können,so ein befinden möchte ich nie mehr erleben,dann nehme ich lieber die Tabletten und fühle mich wohl und fit.Denn mit einer Depri ereichst du gar nix mehr im Leben und das ist viel zu schade.

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                • Re: Depression


                  Ausserdem kann man nicht jedes seelische Problem beheben .Deshalb nehme ich auch in Abständen AD,s.

                  Kommentar


                  • Re: Depression


                    hallo herr kaufmann,

                    ohne sie angreifen zu wollen, empfehle ich ihnen ganz lieb, sich erst dann eine meinung zum thema depression und psychopharmaka zu bilden, wenn sie wissen, um was es sich bei dieser erkrankung wirklich handelt. seien sie froh, dass sie ohne medikamente auskommen, und ich wünsche ihnen von herzen, dass sie gesund bleiben.

                    hier im forum wird hilfe gesucht.

                    alles liebe

                    Kommentar



                    • Re: Depression


                      << hier im forum wird hilfe gesucht. >>

                      Sind Sie sich da ganz sicher? Ich habe eher den Eindruck, dass hier Bestätigung gesucht wird. Eine Diskussion lassen Sie erst gar nicht aufkommen. Sie blocken mit der Bemerkung:

                      „.... wenn sie wissen, um was es sich bei dieser erkrankung wirklich handelt.“ ab.
                      Wissen Sie’s denn? Bei Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Depression) gibt es eine ausführliche Beschreibung. Wissen Sie das alles?

                      Ein Arzt muss übrigens nicht alle Krankheiten selber haben, um helfen zu können.

                      Ich wünsche Ihnen auch alles Liebe und Gute. Werde mich, wie Sie es wünschen, nicht weiter darüber äussern.

                      Hermann

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                      • Re: Depression


                        wenn nach 11 jahren immer dieselbe menge aureicht um die krankheit im griff zu haben dann ist keine abhängigkeit. depression kann auch ewig medikamente brauchen. mfg

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                        • Re: Depression


                          @ Herrmann Kaufmann
                          sicher stimme ich ihnen in dem Punkt zu das man versuchen sollte eine Erkrankung nicht gleich mit Medikamenten zu behandeln.
                          Sie schreiben, dass sie in Zürich in einer psych.Abteilung gearbeitet haben. Also gehe ich davon aus das sie eine entsprechende Ausbildung absolviert haben. Wenn ich dann aber lese, dass eine
                          echte Depression anhand von WIKI diagnostizierbar sei komme ich schon mächtig ins staunen. Bei einer Erkrankung die so schwer zu diagnostizieren ist, wo
                          sich selbst erfahrene Ärzte schwer tun, da können sie anhand von WIKI-Infos das ganze Krankheitsbild erkennen??? Aufgrund meiner Tätigkeit im Gesundheitswesen, sowie der eigenen Betroffenheit im engsten Bekanntenkreis habe ich die ganzen Facetten dieser Erkrankung kennen lernen dürfen.
                          Und glauben sie mir, die Betroffenen sind froh das es solche Medikamente gibt, die ihnen aus dieser Situation geholfen haben! Einige sind dabei, die diese Medikamente sehr lange nehmen werden müssen,
                          vieleicht auch bis zum Tod. Man sollte sich hierbei nur diese Frage beantworten können:"Was ist menschlicher? Ein Leben ohne Medikamente und keine Lebensqualität, oder Medis und ein halbwegs vernünftiges Leben?"
                          In diesem Sinn nochmal darüber nachdenken.
                          Alles Gute!

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