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Beeinflussung der Demenz durch Opiate

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  • Beeinflussung der Demenz durch Opiate

    Mein Mann, bei dem sich eine Demenz bereits ankündigte, musste wegen sehr schmerzhafter Rückenbeschwerden in Folge einer Spinalkanalstenose in eine Klinik, hatte zusätzlich noch eine Brustwirbelfraktur und wurde zwischen September und Mitte November mit Opiaten therapiert. Die Auswirkungen auf seine Demenz waren derart dramatisch, dass kaum noch jemand Zweifel daran hegte, dass er ins Heim müsse. (Tages- und Nacht-Inkontinenz und -unruhe, völlige räumliche Desorientierung, Unfähigkeit, sich anzuziehen, dazu nur mit Gehhilfe bewegungsfähig)
    Mittlerweile ist er wieder zuhause, wir haben die Opiate, nun auch die "harmloseren" Schmerzmittel ganz abgesetzt, und er ist geistig wieder auf dem Stand einer leichteren Demenz.
    Meine Frage (sie wird von nahezu allen befragten Ärzten negiert !) lautet: Gibt es einen bekannten Zusammenhang zwischen Opiatgaben und Demenz ?


  • RE: Beeinflussung der Demenz durch Opiate


    Ich denke schon, dass es da einen zusammenhang gibt. Genau wüßte ich das aber nicht zu erklären. Aber sowas hatte ich schon des öfteren gehört. Bei meinem Vater war es auch so, dass sich sein zustand sehr verschlechtert hat, als er im Krankhenhaus lag und dort Beruhigungsmittel bekam. Danach hat er sehr stark abgebaut.

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    • RE: Beeinflussung der Demenz durch Opiate


      Sehr geehrte Katlang,

      die beschriebene Verschlechterung der Hirnleistung kann m.E. sehr wohl mit der Opiat-Therapie in Zusammenhang stehen. Dies müsste auch aus dem Beipackzettel ersichtlich sein.

      Mit freundlichen Grüssen,

      Spruth

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      • RE: Beeinflussung der Demenz durch Opiate


        Liebe Barbara85 und Herr Dr.Spruth,

        Vielen Dank für die Antworten auf meine Anfrage. Ich möchte Ihnen berichten (vielleicht auch anderen Angehörigen Mut machen können), dass sich in den vergangenen Wochen nahezu alle körperlichen und dementiellen Beschwerden geradezu dramatisch verbessert haben, seit mein Mann wieder hier zuhause lebt und wir alle Schmerzmedikation abgesetzt haben. Er kann wieder lesen, auch schwierige Themen ansprechen - nur das Kurzzeitgedächtnis und die Orientierung im Haus nach dem (wegen seiner Beeinträchtigungen notwendig gewordenen) Umbau sind offenbar irreparabel dahin. Aber praktisch wird er wohl von Pflegestufe 2 auf Null-Pflege zurückgestuft werden können. Keiner von uns hätte es für möglich gehalten, dass 2 1/2 Monate Klinik-Aufenthalte plus Opiate einen Menschen derart verändern können !! Mit guten Wünschen für alle, die mit den Kranken leben
        Katlang

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