Nepafenac

Allgemeines

Nepafenac wird bei Erwachsenen angewendet, um nach Staroperationen Schmerzen und Entzündungen vorzubeugen, beziehungsweise zu behandeln.

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • Prostaglandin-Produktion hemmen
  • Entzündungsreaktionen dämpfen
  • Wasseransammlungen in der Netzhaut verhindern

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Nepafenac im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Nepafenac nicht verwendet werden?

Bei jeglicher Form von Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder sonstige nicht-steroidale Antirheumatika darf Nepfanac nicht verwendet werden. Patienten, bei denen Acetylsalicylsäure oder sonstige nicht-steroidale Antirheumatika Asthma, Nesselsucht oder eine allergischen Schnupfen hervorrufen, sind ebenfalls von der Behandlung ausgeschlossen.

Nepafenac darf nur in Form von Augentropfen verwendet werden - Injizieren oder Einnehmen ist verboten.

Nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt und unter seiner Kontrolle darf Nepafenac eingesetzt werden bei
  • Verletzungen an den Augen, die gleichzeitig mit Glukokortikoiden behandelt werden, weil es zu Heilungsverzögerungen kommen kann
  • Patienten mit Schäden der Nervenversorgung in der Hornhaut, Schäden an der Hornhaut selbst, Zuckerkrankheit, Erkrankungen der Augenoberfläche (trockene Augen) oder Rheuma, weil sich Hornhautschäden verschlimmern können
  • komplizierten Augenoperationen oder mehreren Eingriffen innerhalb kurzer Zeit, weil hier ein erhöhtes Risiko für Hornhautschäden durch Nepafenac besteht
  • erhöhter Blutungsneigung, weil sich diese durch Nepafeac verstärken kann
  • akuten Augeninfektionen, weil deren Diagnose und Verlaufsbeurteilung erschwert wird.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Zur Anwendung von Nepafenac bei schwangeren Frauen liegen keine hinreichenden Studien vor. Tierversuche zeigten nachteilige Effekte auf die Nachkommenschaft. Da das mögliche Risiko für den Menschen unbekannt ist, darf der Wirkstoff in der Schwangerschaft nicht angewendet werden.

Es ist nicht bekannt, ob Nepafenac in die Muttermilch übergeht, wie es bei Tierversuchen an Ratten der Fall ist. Dennoch sind keine Effekte auf den Säugling zu erwarten, da der Wirkstoff kaum in den Körper aufgenommen wird. Daher kann Nepafenac während der Stillzeit verwendet werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Nepafenac bei Kindern und Jugendlichen wurden nicht nachgewiesen. Es ist daher nicht bei dieser Altersgruppe zu verwenden.

Welche Nebenwirkungen kann Nepafenac haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Nepafenac. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Häufige Nebenwirkungen:
Pünktchen auf der Hornhaut (Keratitis punctata).

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Schäden der Hornhautoberfläche.

Hinweis:
Sollten bei einem Patienten Schäden der Hornhautoberfläche auftreten, wird der Arzt die Behandlung mit Nepafenac sofort beenden und das Auge sorgfältig überwachen.

Das Tragen von Kontaktlinsen nach der Star-Operation wird nicht empfohlen. Patienten sollten daher keine Kontaktlinsen tragen, wenn dies nicht ausdrücklich durch den behandelnden Arzt angeordnet wird.

Während der Behandlung müssen die Patienten darauf achten, direkte Sonnenbestrahlung der Augen zu vermeiden.

Welche Wechselwirkungen zeigt Nepafenac?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Da Nepafenac kaum in den Körper aufgenommen wird, ergeben sich praktisch keine Wechselwirkungen mit anderen Substanzen.

Allerdings sollte am Auge keine gleichzeitige Anwendung von Prostaglandin-Analoga (wie Bimatoprost, Latanoprost, Travoprost zur Senkung des Augeninnendrucks) und Nepafenac erfolgen, da sich Nebenwirkungen verstärken können.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Kontaktlinsen dürfen nur nach ausdrücklicher Erlaubnis des Arztes getragen werden.
  • Bei Verschlechterung der Sehleistung ist die Behandlung sofort abzubrechen und ein Augenarzt aufzusuchen.
  • Während der Behandlung ist eine direkte Bestrahlung der Augen mit Sonnenlicht zu vermeiden.
  • Vorübergehend kann es nach der Anwendung zu Verschwommensehen oder anderen Sehbeeinträchtigungen kommen, die Autofahren und das Bedienen von Maschinen gefährlich machen.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Nepafenac?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Nepafenac enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform

So wirkt Nepafenac

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Nepafenac. Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe nicht-steroidale Antirheumatika, zu welcher der Wirkstoff Nepafenac gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Nepafenac

Nepafenac wird bei Erwachsenen angewendet, um nach Staroperationen Schmerzen und Entzündungen vorzubeugen, beziehungsweise zu behandeln.

Nepafenac wird außerdem vorbeugend bei Diabetikern verwendet, um diese Patienten bei Staroperationen vor Wasseransammlungen in der Netzhaut (Makulaödemen) zu schützen.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Nepafenac sind vertiefende Informationen verfügbar:

    Wirkungsweise von Nepafenac

    Nepafenac gehört zur Wirkstoffgruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika. Der Wirkstoff stellt ein sogenanntes Prodrug dar, da er nach dem Eintropfen in das Auge die Hornhaut durchdringt und von bestimmten Enzymen des Augengewebes in Amfenac, die eigentlich wirksame Substanz, umgewandelt wird.

    Amfenac hemmt die Cyclooxygenase, ein Enzym, das für die Produktion von Prostaglandinen erforderlich ist. Diese körpereigenen Stoffe sind an Entzündungsreaktionen beteiligt. Diese Entzündungsreaktionen werden durch das Fehlen von Prostaglandinen stark eingeschränkt.

    Disclaimer:
    Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.