Rhinopront Kombi Tabletten

Hersteller: Pfizer Consumer Health GmbH
Wirkstoffkombination: Pseudoephedrin + Triprolidin
Darreichnungsform: Tablette
Rezeptfrei

Wirkung

Rhinopront Kombi Tabletten enthalten die Wirkstoffkombination Pseudoephedrin + Triprolidin. Zu beachten ist außerdem die besondere Wirkung von Rhinopront Kombi Tabletten.

Die Wirkstoffkombination Pseudoephedrin + Triprolidin wird angewandt, um die Beschwerden bei Schnupfen zu lindern und dabei die Atmung zu erleichtern.

Sie kann bei allergischem Schnupfen (Heuschnupfen), anfallsweise auftretendem Schnupfen (Rhinitis vasomotorica) und akutem Schnupfen, der meist im Verlauf einer Erkältungskrankheit auftritt, verordnet werden.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Pseudoephedrin + Triprolidin sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen H1-Antihistaminika, Mittel gegen Erkältungskrankheiten, Antiallergika, zu welchen die Wirkstoffkombination Pseudoephedrin + Triprolidin gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • akuter Schnupfen
  • allergischer Schnupfen
  • Nasenschleimhautentzündung aufgrund von Fehlregulationen der Schleimhaut

Dosierung

Erwachsene unter 60 Jahren und Kinder über zwölf Jahre nehmen dreimal täglich eine Tablette mit reichlich Flüssigkeit ein.

Kinder unter zwölf Jahren und Erwachsene über 60 Jahre sollten nicht mit dem Medikament behandelt werden.

Die Anwendung sollte nach Abklingen der Symptome nicht fortgesetzt werden. Die Behandlungsdauer beträgt bei akutem Schnupfen etwa drei bis fünf Tage. Bei allergischem oder anfallsweisem Schnupfen ist es ratsam, die Behandlung auf etwa zehn Tage zu beschränken.

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

  • Lactosemonohydrat
  • Magnesiumstearat
  • Maisstärke
  • Povidon (Viskosität K 27,5-32,9)

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen:
Müdigkeit (vor allem bei Behandlungsbeginn).

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Hautausschläge (mit oder ohne Reizung. In diesen Fällen ist das Präparat abzusetzen); Herzrasen; Trockenheit der Schleimhäute in Mund, Nase und Rachenraum; Harnverhaltung (insbesondere bei Prostatavergrößerung); Schlafstörungen.

Seltene Nebenwirkungen:
Wahnvorstellungen.

Nebenwirkungen ohne Häufigkeitsangabe:
Blutdruckanstieg.

Wechselwirkungen

Die gleichzeitige Anwendung der Wirkstoffkombination mit Antidepressiva aus der Wirkstoffgruppe der MAO-Hemmer und mit Alpha-Sympathomimetika wie beispielsweise vielen Appetitzüglern kann zu einem krisenhaften Blutdruckanstieg führen. Diese Wechselwirkungen können auch auftreten, wenn die Einnahme der MAO-Hemmer weniger als zwei Wochen zurückliegt. Ebenfalls zu Blutdrucksteigerungen kann es zusammen mit trizyklischen Antidepressiva sowie mit Wirkstoffen kommen, die die Blutgefäße verengen. Daher wird von Kombinationen mit folgenden Substanzen abgeraten: Bromocriptin, Cabergolin, Lisurid, Pergolid, Dihydroergotamin, Ergotamin, Methylergometrin, Phenylpropanolamin, Phenylephrin, Ephedrin.

Die Wirkung von blutdrucksenkenden Mitteln wie beispielsweise Guanethidin, Betanethidin, Bretyliumtosylat, Debrisoquin, Mecamylamin, Reserpin, Methyldopa, Alpha-Sympatholytika und Betablockern wird durch Pseudoephedrin abgeschwächt oder aufgehoben, so dass es auch hier zu einem krisenhaften Blutdruckanstieg kommen kann.

Bei Operationen besteht die Gefahr, dass die zur Inhalationsnarkose verwendetem Wirkstoffe mit der Kombination einen akuten Bluthochdruck erzeugen. Deshalb ist die Behandlung mit der Kombination vorzugsweise 24 Stunden vor einer Narkose zu unterbrechen, wenn eine Operation geplant ist.

Die Wirkstoffkombination kann die betäubende Wirkung von H1-Antihistaminika, Beruhigungsmitteln und Alkohol verstärken.

säurebindende Mittel (Antazida) können die Aufnahme von Pseudoephedrin in den Körper fördern und damit Wirkungen und Nebenwirkungen der Substanz verstärken.

Gegenanzeigen

Die Kombination Pseudoephedrin + Triprolidin darf nicht eingenommen werden bei
  • Überempfindlichkeit gegen einen der beiden Wirkstoffe
  • einem Lebensalter über 60 Jahren
  • gutartiger Prostatavergrößerung sowie Blasenentleerungsstörungen mit Restharnbildung
  • Tumoren der Nebenniere (Phäochromozytom)
  • schweren Einschränkungen der Leber- oder Nierenfunktion
  • schweren Erkrankungen der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit) und erhöhtem Blutdruck
  • Herzrhythmusstörungen mit schnellem Herzschlag
  • Schlaganfall durch Hirnblutung in der Vorgeschichte oder hohen Risikofaktoren für ein solches Leiden
  • erhöhtem Augeninnendruck (insbesondere bei einem Engwinkelglaukom)
  • gleichzeitiger Anwendung von Wirkstoffen aus der Gruppe der MAO-Hemmer. Der Abstand zwischen beiden Behandlungen muss mindestens 14 Tage betragen, da es sonst zu einem bedrohlichen Blutdruckanstieg kommen kann.
Nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt sollte die Wirkstoffkombination angewendet werden bei
  • Menschen im höheren Lebensalter
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
  • Herzinfarkt in der Vorgeschichte
  • Bluthochdruck
  • allen Herzrhythmusstörungen
  • einengenden Megen-Darm-Geschwüren
  • gleichzeitigem Gebrauch anderer schleimhautabschwellender Mittel (Sympathomimetika), von Appetitzüglern, die Psyche stimulierenden Amphetaminen, Herzglykosiden oder trizyklischen Antidepressiva.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Die Wirkstoffkombination darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, weil Pseudoephedrin den Blutfluss der Gebärmutter vermindert und dadurch das Ungeborene schädigen könnte.

Da beide Wirkstoffe in geringem Maße in die Muttermilch übergehen und die Auswirkungen der Wirkstoffe auf den gestillten Säugling nicht ausreichend erforscht sind, sollte während der Stillzeit keine Behandlung mit der Wirkstoffkombination erfolgen.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Die Kombination Pseudoephedrin + Triprolidin ist nicht vorgesehen für die Anwendung bei Kindern unter sechs Jahren. Besonders gefährlich scheint die Anwendung bei Kindern unter zwei Jahren zu sein. Aus Amerika wurden aus dieser Personengruppe mehrere Todesfälle nach Behandlung mit Pseudoephedrin-haltigen Medikamenten gemeldet.

Bei Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren wird eine Behandlung mit der halben Erwachsenendosis empfohlen. Die Anweisungen des Arztes zur Dosierung und Einnahme sind sorgfältig zu beachten.

Warnhinweise

  • Die Alkoholverträglichkeit kann vermindert sein.
  • Die Fahrtüchtigkeit sowie die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen kann eingeschränkt sein, insbesondere wenn während der Anwendung Alkohol konsumiert wird.
  • Beim Auftreten von Hautausschlägen mit oder ohne Hautreizungen sowie bei Herz-Kreislaufreaktionen sollte die Wirkstoffkombination abgesetzt werden.
  • Vor Operationen, bei denen Narkosemittel eingesetzt werden, sollte die Behandlung mit dem Medikmament 24 Stunden vorher beendet werden.
  • Während der Anwendung des Medikaments sollte kein Alkohol getrunken werden.
  • Ältere Patienten können besonders empfindlich auf die Gehirn-Wirkungen des Medikaments reagieren.
  • Das Medikament darf wegen Pseudoephedrin nicht im Leistungssport eingesetzt werden (Dopingmittel).
  • Das Medikament enthält Lactose (Milchzucker) und ist daher für Patienten mit Zuckerverwertungsstörungen nicht geeignet.
  • Das Medikament sollte in der Originalverpackung lichtgeschützt, trocken und nicht über 25 Grad Celsius gelagert werden.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.

Packungsgrößen

Packungsgröße und Darreichungsform
20 Tabletten Tabletten

Vergleichbare Medikamente

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über Rhinopront Kombi Tabletten sowie weitere Medikamente mit der Wirkstoffkombination Pseudoephedrin + Triprolidin (ggf. auch Generika).

Medikament
Darreichungsform

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.