Mann spricht mit Ärztin wegen Gürtelrose
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Gürtelrose: Diese Faktoren erhöhen das Risiko

Letzte Aktualisierung: 21.01.2026

Gürtelrose kann fast jeden Menschen treffen – doch viele unterschätzen ihr eigenes Risiko. Denn mehr als 95 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland tragen das Windpocken-Virus in sich, das später ohne weitere Ansteckung eine Gürtelrose auslösen kann. In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 400.000 Personen an der Nervenkrankheit. Besonders häufig tritt Gürtelrose mit zunehmendem Alter auf. Doch auch chronische Krankheiten und anhaltender Stress können das Risiko für die Krankheit und mögliche Komplikationen erhöhen. Erfahren Sie hier, welche Risikofaktoren eine besondere Rolle spielen und wie Sie gegensteuern können.

Gürtelrose: Warum so viele Menschen erkranken können

Gürtelrose – auch Herpes Zoster genannt – ist eine ernst zu nehmende Nervenkrankheit, die grundsätzlich jeden Menschen treffen kann, der einmal Windpocken hatte. Beide Erkrankungen werden durch Varizella-Zoster-Viren ausgelöst. Eine Erstinfektion verursacht zunächst Windpocken. Danach fallen die Viren in eine Art Schlummermodus und ziehen sich in Nervenknoten im Rückenmark zurück. Bestimmte Umstände können jedoch dazu führen, dass die Varizellen reaktiviert werden – auch noch Jahre oder Jahrzehnte nach der Erstinfektion. In der Folge kann sich eine Gürtelrose entwickeln.

Ob und wann die Viren reaktiviert werden, hängt davon ab, wie gut das Immunsystem arbeitet. Denn ein intaktes Abwehrsystem hält die Viren in der Regel in Schach. Ein geschwächtes Immunsystem, beispielsweise durch fortschreitendes Alter oder chronische Krankheiten, erhöht jedoch das Risiko für Gürtelrose und Komplikationen wie anhaltende Nervenschmerzen.

Ab 50 Jahren steigt das Gürtelrose-Risiko deutlich

Im Laufe des Lebens verändern sich die körpereigenen Abwehrkräfte – ein ganz normaler Prozess, der sowohl gesunde als auch Menschen mit chronischen Krankheiten betrifft. Somit verliert das Immunsystem mit zunehmendem Alter an Schlagkraft.

Deshalb ist es normal, dass mit zunehmendem Alter das Risiko, an einer Gürtelrose zu erkranken, steigt. Was vielen jedoch nicht bewusst ist: Auch komplizierte Verläufe wie anhaltende Nervenschmerzen oder eine Gürtelrose am Kopf werden im fortgeschrittenen Alter wahrscheinlicher.

Chronische Krankheiten erhöhen das Risiko für Gürtelrose zusätzlich

Auch Menschen mit chronischen Krankheiten sind besonders gefährdet, an einer Gürtelrose zu erkranken oder einen komplizierten Verlauf zu entwickeln – ganz unabhängig von ihrem Alter.

Ein um etwa 30 Prozent erhöhtes Risiko haben beispielsweise Personen mit chronischen Krankheiten wie:

  • Diabetes mellitus
  • Rheuma
  • Asthma bronchiale
  • chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
  • chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
  • chronische Niereninsuffizienz
  • HIV-Infektion
  • Depression
  • systemischer Lupus erythematodes

Wichtig: Auch chronischer Stress wirkt sich negativ auf das Immunsystem aus. Wer anhaltend unter Stress steht, hat möglicherweise auch ein erhöhtes Risiko, an Gürtelrose zu erkranken.

Weitere Faktoren, die das Risiko erhöhen, sind:

  • eine angeborene Immunschwäche
  • eine erworbene Immunschwäche durch Immunsuppressiva, also Arzneimittel, die das Immunsystem unterdrücken (z. B. hochdosiertes Kortison, Medikamente zur Krebsbehandlung oder Therapien im Rahmen einer Organtransplantation)

Gürtelrose: Risiko durch Vorsorge minimieren

Vor allem ältere Menschen und Personen mit chronischen Krankheiten sollten sich ärztlich über vorsorgende Maßnahmen gegen Herpes Zoster beraten lassen.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung:

  • ab 60 Jahren
  • ab 18 Jahren, wenn ein erhöhtes Erkrankungsrisiko vorliegt

Nehmen Sie die Vorsorge selbst in die Hand und vereinbaren Sie einen Termin in der hausärztlichen Praxis. Ein beratendes Gespräch mit Ihrer*Ihrem Ärztin*Arzt ist insbesondere dann wichtig, wenn Sie zur Risikogruppe zählen. Weitere Informationen rund um Gürtelrose und Vorsorge-Maßnahmen finden Sie auf: https://guertelrose-wissen.de/

Eine Initiative von GSK

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