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Wirklich Thrombophlebitis?

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  • Wirklich Thrombophlebitis?

    Hallo und guten Tag!

    Ich (41, w) muss nun einmal hier meinen Fall schildern, in der Hoffnung, irgend jemandem fällt etwas ein zu meiner Thematik.

    Ich habe seit nunmehr vollendeten 6 Wochen eine etwa 3cm x 1cm große Stelle an der linken Wade, die am ehesten aussieht wie ein blauer Fleck. Ich habe dies durch Zufall bemerkt (weiß also demnach nicht ganz genau zu sagen, wie lange das schon besteht), denn nennenswerte Beschwerden hat es nicht wirklich gemacht. Lediglich auf Druck hat es geschmerzt, wie ein Bluterguss - etwas dumpf eben und es war eine Verhärtung zu spüren. Da ich ohnehin zu blauen Flecken neige - auch zu größeren - hab ich das zunächst erst einmal abgewartet. Es war auch etwas geschwollen.
    Nach Ablauf zweier Wochen, hatte sich nichts getan. Im Gegenteil - ich war der Ansicht, es war dicker geworden, also bin ich zum Arzt. Nun, der teilte meine Meinung, dass eine deutliche Schwellung vorhanden sei und kontrollierte, ob die Wade generell geschwollen sei (Thromboseverdacht) - war sie aber nicht. So lautete seine Diagnose Thrombophlebitis und er stimmte mir zu, dass dies auch durch eine recht schwere Einwirkung von außen kommen kann (ich stoße mich auf der Arbeit recht oft und auch hin und wieder mal richtig schwer, wenn ich es eilig habe). Ich bekam für eine Woche einen Zinkleimverband.
    Als ich diesen entfernte, war die Schwellung zu 60-70% zurück gegangen. An der Farbe hatte sich nichts verändert. Anschließend habe ich wiederum eine Woche abgewartet, ob sich eine Heilungstendenz erkennen lässt, aber nennenswert passierte nichts. Ich trug (und trage) seitdem einen Kompressionsstrumpf.
    Nach dieser einen Woche Verband + eine Woche warten bin ich dann aber wieder zum Arzt, weil ich keine veränderung/Verbesserung feststellen konnte und der kam nun auch ins Grübeln und schickte mich zum Ultraschall in eine orthopädische Praxis um zu schauen, ob diese Geschichte recht in die Tiefe ginge und ob möglicherweise eine Muskelfaser gerissen sei. Jener Fachkollege nun schallte die Stelle und war ganz überrascht, dass er die Stelle ÄUSSERLICH ja sowohl sehen als auch tasten konnte, dass sie sich jedoch auf dem Ultraschall in keiner Weise darstellte. Er konnte rein gar nichts sehen und bat mich immer wieder, ihm zu sagen, wenn er direkt über dem Schmerzpunkt wäre. Kopfschüttelnd und ratlos schickte er mich wieder heim und meinte, er könne mir nicht sagen, was das wäre - er würde jedoch auch am ehesten auf eine Thrombophlebitis tippen. Er hätte das Gefühl, es wäre nichts bedenkliches und man könne durchaus noch einmal 4 Wochen warten, was passiert. Hm.
    Ich bin recht frustriert wieder heim und habe nun selbst begonnen, etwas zu tun. Neben dem Kompressionsverband nehme ich seither noch Wobenzym plus (schon seit einiger Zeit).
    Jetzt sind insgesamt 6 Wochen vergangen. Ich bin nicht wirklich in der Lage, zu sagen, ob sich etwas bessert oder nicht. Es gibt Tage (und auch Lichteinflüsse), da zeigt sich die Stelle nur noch als Schatten - an anderen ist sie wieder recht blau. Wenn ich heiß dusche oder manchmal (nicht immer) wenn morgens aufwache, also Wärme auf das Bein gewirkt hat, wird die Stelle richtig rot und beim abkühlen dann wieder bläulich. Ich bilde mir schon ein, dass sie nicht mehr ganz so groß ist, aber ich kann es wahrlich nicht mehr objektiv einschätzen (ich gucke ja inzwischen alle Nase lang darauf - schlimm, ich weiß).

    Ärztlicherseits habe ich nun noch die Optionen offen, einen Internisten und/oder einen Hautarzt aufzusuchen, weil ja keiner mehr weiß, was das nun ist. Beides habe ich aber bislang nicht gemacht. Von seiten der Unterhaut könnte ich mir nicht vorstellen, was das sein sollte. Mich irritiert eben stark, dass es auf dem Ultraschall nicht darstellbar war. Letztlich tendiere auch ich zur Thrombophlebitis, aber dauert das wirklich so lange??? Weh tut es inzwischen fast überhaupt nicht mehr- tat es ja, wie gesagt, generell nur auf Druck. Einzig die haut über der Stelle juckt zuweilen leicht, aber ich kratze nicht.
    Gibt es vielleicht hier jemanden, der einen grundlegenden Ansatz hat, was es noch sein könnte? Was man machen könnte? Ich bin hin und her gerissen, was ich nun tue. Weiterhin abwarten? Oder doch nochmal zum Spezialisten? Da meine Entschlusskraft alle drei Tage von Arzt zu abwarten und wieder zu Arzt und wieder zu abwarten kippt, wende ich mich damit nun also einmal in diese Runde und bedanke mich schonmal bei allen, die den Biss haben/hatten, den ganzen Text zu lesen und sich auch noch darüber Gedanken zu machen.

    Ich möchte abschließend noch erwähnen, dass ich weder Krampfadern noch Besenreißer hatte und habe und dass ich mich auf meiner Arbeit (Verkauf) viel bewege

    Liebe Grüße und Danke schonmal für mögliche Anregungen
    mandragora


  • Re: Wirklich Thrombophlebitis?

    Hallo, so wie Sie die Beschwedren schildern, ist es eher untypisch für eine Thrombophlebitis. Aber ohne Sie selbst auch mit ultraschall untersucht zu haben, ist eine definitive Einschätzung nicht möglich. Ggf. macht es Sinn, nochmal einen Phlebologen oder Hautarzt aufzusuchen. Mfg dr. Siegers

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