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Erfahrungen mit depersonalisation/derealisation was hilft was kann man dagegen tun?

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  • Erfahrungen mit depersonalisation/derealisation was hilft was kann man dagegen tun?

    So ich starte jetzt nochmals diese Thema und hoffe das ich mit der Überschrift viele Betroffene erreichen kann.

    Seit Mitte Oktober habe ich immer wieder einmal mehr einmal weniger mit diesen Gefühlen und Symptomen zu tun. Wobei es bei mir zwischen Derealisation und Depersonalisation schwankt.

    Ich mache seit Oktober eine Therapie und nehme seit ca. Mitte November ein Antidepressivum ein. Ich hatte in meiner Kindheit im Alter zwischen 8-12 Jahren 3 einschneidende Erlebnisse die mit allein sein, verlassen sein und Tod zu tun hatten. Vor 30 Jahren liefen die Uhren noch anders. Ob und in welchem Ausmaß diese Dinge mich heute als Erwachsenen Menschen beeinflussen, darüber streiten sich sogar die Experten und Therapeuten. Ich denke mal, dass hier der Grundstein für ein überängstliches Empfinden und Verhalten als Erwachsener gelegt wurde.

    Ich hatte in den letzten 11 Jahren beruflich bedingt immer wieder Phasen von Überarbeitung, Stress, Zukunftsängsten und großer Verantwortung zu tun. Phasen von einem kurzzeitigen "Neben sich stehen und Konzentrationsverlust kannt ich aus der Vergangenheit nur als Begleiterscheinung von Panikattacken, also vielleicht für ein paar Minuten bis max. eine halbe Stunde. In Phasen wo sich bei mir/uns das Leben völlig veränderte, hatte ich solche DP/DR auch, mitunter mit Schwankungen für mehrere Wochen.

    Ich habe mir letzte Woche das Buch DEPERSONALISATION/DEREALISATION - Die Entfremdung überwinden von Dr Matthias Michal gekauft und auch schon diverse Tests aus dem Buch heraus gemacht. Da kommt überall raus, dass ich weit unter dem Druchschnitt von Betroffenen bin. Ungeachtet dessen sind diese momentanen Befindlichkeitszustände nicht seyy!

    Heuer kam einfach viel zusammen. Schwierigers Firmenjahr, Auszug der ältesten Tochter, Schwägerin beim Hausbau geholfen und so gut wie kein Urlaub. Im Sommer waren es eher noch die psochsomatischen Beschwerden (Magendruck, Schwäche, Verspannungen, innere Unruhe, vermehrtes Schwitzen usw). Nach und nach merkte ich aber, dass es auch mit der Konzentration weniger wurde und ich wieder leichte Panikanfälle/Attacken bekam. Die letzte Panikattacke war dann so stark, dass ich im nachhinein anfing alles an mir selbst verstärkt wahrzunehmen und ich irgenwie ein "war wäre wenn" Gefühl und Denkweise zu allen Dingen entwickelte.

    Komischweise half mir sehr das Mountainbikefahren und wenn ich alleine bin und Ruhe habe.

    Nun zu meine Symptomen bei DR/DP

    1. Fallweise nehme ich meine Stimme anders wahr (meine Nase ist auch seit einiger Zeit zu)
    2. Auch das Autofahren strengt mich mehr an als sonst und ich bin irgenwie dabei angespannter
    Bei Auswärtsterminen passiert es mir gerade am Anfang das ich das Gefühl habe nicht
    richtig da z sein, bei der Sache zu sein, obwohl ich weiß, das alles um mir herum real ist.
    3. Ich analysiere mich selbst am Anfang beim reden, was aber mit der Zeit wegfällt.
    4. Je länger ich bei der Sache bleibe und mich nicht auf mich fixiere, desto besser wird es und
    mit der Zeit ist alles vollkommen normal.
    5. Am besten bzw. so gut wie selten bzw. gar keine DP/DR habe ich wenn ich Zuhause bin und
    da auch speziell am Abend wenn es ruhig wird und ich mit meiner Frau einfach nur relaxen
    kann.
    6. Ich gehe viel Wandern bzw. Spazieren und das beruflich bedingt am Abend. Auch hier bin ich voll in meiner Mitte und habe keine Symptome der DP/DR.

    Meine Psychiaterin sagte das diese Symptome eine Begleiterscheinung einer Depression/Burnout aber auch von Ängsten/Panikattacken sein könne und diese mit der Zeit wieder vergehen. Ich merke auch wie es von Woche zu Woche besser wird und es ist kein Vergleich zu Anfang November.

    Wie gehts es euch mit DEPERSONALISATION/DEREALISATION?
    Was hat euch geholfen?
    Wie wurde es bessser?

    Würde mich über Antworten von euch sehr freuen

    LG