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Tragedauer Brille

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  • Tragedauer Brille

    Hallo,

    ich habe eine Hornhautverkrümmung auf einem Auge von -1. Ich habe dafür eine Fernbrille bekommen. Die Augenärztin sagte aber mit Nachdruck, dass ich auf keinen Fall die Brille immer tragen soll, sondern nur nach Bedarf. Welchen Grund könnte sie dafür gehabt haben?

    Es ist so, dass ich die Brille eigentlich nie wirklich *brauche*, sondern sie dient eher dem Sehkomfort. Es entspannt die Augen, wenn ich sie trage, selbst wenn ich auch ohne alles sehen und lesen könnte.
    Wenn ich sie aufsetze, merke ich, dass es mit Brille besser und schärfer ist als ohne. Setze ich sie ab, sehe ich, dass es schlechter ist, halte aber bald darauf das wieder für normal.

    Was wäre der Nachteil, sie häufiger zu tragen, wenn ich das laut Ärztin nicht tun soll?
    Sie meinte, meine Augenmuskeln seien noch sehr aktiv, ich kann viel ausgleichen. Besteht die Befürchtung, dass die Fähigkeit darunter leidet, wenn ich zu oft Brille trage?

    Ich dachte, diese Muskeltraining-Sache oder die Beführchtung, die Augen zu sehr zu verwöhnen wären Mythen.

    Der Grund, warum ich vor allem frage ist: Ich würde mir z.B. gerne eine Sonnenbrille beim Optiker machen lassen und frage mich nun, ob ich sie mit oder ohne Stärke machen lassen soll. Denn lasse ich den Zylinder mit einbauen, kann es schon passieren, dass ich sie jeden Tag sehr lange Zeit am Stück aufhabe.

    Viele Grüße
    Peppermint Twist


  • Re: Tragedauer Brille

    Sie sollten generell für die Ferne eine perfekte Sehhilfe haben, die Sie dann auch beliebig lange tragen dürfen. Mit einer solchen sind Sie einem Normalsichtigen gleichgestellt. Ob Sie nun diese Sehhilfe tragen oder nicht, entscheiden allein Sie selbst. Es sei denn, Sie fahren ein Kraftfahrzeug.

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    • Re: Tragedauer Brille

      Warum hat die Augenärztin dann so betont, dass ich sie nicht immer tragen soll?

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      • Re: Tragedauer Brille

        Hier ist kaum ein Grund denkbar. Eventuell könnte Sie aber meinen, dass die Fehlsichtigkeit durch die von ihr verschriebene Sehhilfe nicht optimal zu korrigieren ist oder im Laufe des Tages stark schwankt und somit Irritationen auslösen könnte oder gar nutzlos ist.

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        • Re: Tragedauer Brille

          Das könnte tatsächlich der Grund sein. Die Schwankungen haben bei den Sehtests erstmal allen Rätsel aufgegeben, bis durch eine Zykoplegie die eindeutigen Werte festgestellt wurden.
          Manchmal kann ich den Sehfehler gut ausgleichen, manchmal nicht.
          Mit Brille sehe ich allerdings immer besser, es ist nie so, dass ich mit Brille auch mal schlechter sehe. Nur ohne Brille sehe ich mal besser und mal schlechter, auch abhängig von der Tagesform/Tageszeit. Nur kommt eine Überanstrengung der Augen manchmal auch davon, sie eben nicht getragen zu haben.

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          • Re: Tragedauer Brille

            Sie könnten natürlich die Krümmung anstatt zylindrisch nur sphärisch (zur Hälfte: -0,50 dpt) korrigieren. Damit sehen Sie vermutlich genauso gut, sind jedoch viel resistenter gegenüber den Schwankungen.

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            • Re: Tragedauer Brille

              Ich wußte nicht, dass das auch geht, ich dachte, das wären zwei völlig verschieden Sachen.

              Aber im Grunde geht es ja mit dieser auch. Wenn ich sie nicht unbedingt brauche, lasse ich sie halt weg.
              Ich hatte mich nur gefragt, warum es ein Problem sein könnte, sie mal länger oder oft aufzuhaben, auch dann, wenn es eben nicht unbedingt sein muss. Das soll ich ja aus irgendwelchen Gründen laut Ärztin nicht.
              Das wäre aber ggf bei der Sonnenbrille der Fall. Da muss ich eben die Entscheidung treffen, ob mit oder ohne Zylinder.


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              • Re: Tragedauer Brille

                Sie können es mit einer weichen Kontaktlinse auf einem Auge der Stärke -0.50 dpt, die ein jeder Optiker vom Hersteller geschenkt bekommt, recht einfach ausprobieren. Die Anpassung von Linsen mit Zylinderanteil ist aufwändiger und bringt in Ihrem persönlichen Fall aufgrund des eher geringen Wertes der Stabsichtigkeit vermutlich keinen Vorteil - vor allem dann nicht, wenn der Wert schwankt oder andere Irregularitäten Ihrer Hornhauttopographie vorliegen sollten.
                Mit einer Sonnenbrille und -0,50 dpt Sphäre kann Ihr Astigmatismus im Laufe des Tages oder der nächsten Wochen/Jahre eher "schwanken" bzw. sich verändern, ohne dass ihnen gleich wieder andere und teure Gläser verschrieben werden.

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                • Re: Tragedauer Brille

                  Das ist interessant. Das wäre meine nächste Frage gewesen, nämlich ob eine gewöhnliche (nicht torische) Kontaktlinse bei mir funktionieren würde. Denn die gibt es ja ohnehin nicht in allen Stärken, sondern irgendwie gestaffelt. Und man nimmt bei Linsen (soweit ich weiß) auch noch eine geringere Stärke als man bei einer Brille nehmen würde, damit wäre ich in ein einem Grenzbereich, in dem das mit dem "torisch" ohnehin fraglich wäre.
                  Ich hätte jetzt nur nicht gewußt, wie ich das machen soll, eine nicht torische Linse ohne Stärke zu nehmen.
                  Ich wußte nicht, dass man die Hornhautverkrümmung auch mit sphärischen Werten ausgleichen kann, weil ich dachte, der Effekt wäre ein ganz anderer.
                  Was ich mit dem einen Auge sehe, entspricht dem "vertikalen" a bei dem Beispiel:
                  https://res.cloudinary.com/dlwdq84ig...dlvkceqvb3poii

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                  • Re: Tragedauer Brille

                    Es gibt auch bezahlbare maßgefertigte weiche Kontaktlinsen (diese auch in -0.25 dpt Sphäre, jedoch nicht im Zylinder), die sind aber in ihrem Falle m. E. nicht notwendig. Zudem verändert sich die Brechkraft einer weichen Linse im Laufe des Tages u. U. spürbar.
                    Nur eine geringe Hornhautverkrümmung lässt sich allgemein durch eine Sphäre halber Stärke ausgleichen. In ihrem Falle kommen die Schwankungen der Sehschärfe und ggf. noch weitere Irregularitäten hinzu. Insofern würde ich es zunächst mit der billigsten -0.50 dpt Sphäre Kontaktlinse probieren. Jeder Optiker, der verkaufen will, rät davon natürlich ab.

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                    • Re: Tragedauer Brille

                      Noch eien Frage: Bringt dann überhaupt ein Zylinder in einer Lesebrille etwas?
                      Heben sich die Werte für Altersichtigkeit dann nicht ebenso auf, wie das bei einer normalen Kurzsichtigkeit wäre? Ist das dann nicht kontraproduktiv?
                      Ich hatte mir nämlich eine Lesebrille machen lassen, mit meinen Werten (0,75) und Zylinder und habe die Brille wieder zurückgegeben, weil ich damit nicht gut sehen konnte und mit den Supermarktbrillen besser zurecht komme, obwohl sie eigentlich etwas zu stark sind. Insgesamt habe ich das Gefühl den Zylinder ohnehin erst ab einer Entfernung von etwa Armlänge übrhaupt bemerke. Wenn der Zylinder gegen den Add-Wert "arbeitet", wäre es kein Wunder, wenn ich dann mit der Brille nichts sehe.

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                      • Re: Tragedauer Brille

                        Ich würde wie folgt antworten: Ein Zylinder kann etwas in einer Lesebrille bringen, sofern er korrekt eingestellt ist. Jedoch wird vielfach beobachtet, dass sich der Zylinder immer wieder mal etwas "wandert" (im Tages-, Wochen-, Monats- und Jahresverlauf) und dann kann ein falsch eingestellter mehr stören als helfen, was Sie selbst ja irgendwie in Ihren Beiträgen immer wieder so beschreiben (hinzu kommen ihre individuellen Schwankungen unklarer Ursache).
                        Der Zylinder arbeitet nicht gegen den Add-Wert, jedoch ist eine Anpassung von Gläsern oder Linsen mit Zylinderanteil vielfach schwieriger, da Sie durch ihre Sehhilfe ja auch nicht immer exakt so genau hindurchsehen wie während einer Messung.

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                        • Re: Tragedauer Brille

                          Guten Tag, Peppermint Twist,
                          auch noch mal kurz von meiner Seite: Ich sehe ebenfalls keinen Grund, warum das häufige oder ständige Tragen der Brille von Nachteil sein sollte.
                          Mit freundlichen Grüßen, Professor Dr. med. A. Liekfeld, FEBO

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