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Hornhauttransplantation mit oder ohne neue Linse?

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  • Hornhauttransplantation mit oder ohne neue Linse?

    Hallo,

    Ich (Mitte 40) bin seit frühester Kindheit Brillenträger. Hornhautverkrümmung. Für die Ferne brauche ich eine Brille. Inzwischen setze ich die Brille vermehrt ab, wenn ich etwas lesen möchte. Die Gläser sind inzwischen 4 Jahare alt.

    Ich bin seit 2015 regelmäßig in der Glaukomsprechstunde der Uniklinik Heidelberg. Inzwischen ist man dort zu dem Schluß gekommen, daß ich eine Anomalie des Sehnervs habe. Im Juli 2019 wurde dort zufällig entdeckt, daß meine Hornhaut getrübt ist. Man setzte mich umgehend auf die Warteliste für ein Transplantat. Dieser Termin, als auch der Kontrolltermin 4 Wochen später waren sehr kurz. Ich wurde so gut wie gar nicht über die Erkrankung, die OP und die möglichen Folgen aufgeklärt. Es soll jedenfalls die unterste Hornhautschicht des linken Auges transplantiert werden.

    Deshalb habe ich mir im Januar eine weitere Meinung eingeholt. Dazu besuchte ich die Augenklinik in Sulzbach (Saar). Dort kam man zum gleichen Ergebnis. Erst soll nun am linken, dann am rechten Auge die unterste Horhautschicht getauscht werden. Leider wurde mir dort zudem mitgeteilt, daß die Linsen unter einer solchen OP wohl so sehr leiden würden (OP-Trauma), daß es besser wäre, man ersetze diese gleich mit. Man sagte mir, daß ich nach der OP eine Woche in der Klinik bleiben muß und wohl insgesamt 1,5 Wochen strickt an die Zimmerdecke schauen muß, um den Heilungsprozess nicht zu gefährden. Im Anschluß bräuchte ich eine Gleitsichtbrille. Man hat mir nicht gesagt, daß es auch Linsen gibt, die Fern- und Nahbereich abdecken. Man sagte, der Eingriff hätte noch "Zeit". Genauer konnte man es nicht sagen. Ich verstand es als einen Zeitraum von 1,5 Jahren. Vielleicht sagte man dies auch, weil ich schon seit Juli 2019 in Heidelberg auf der Warteliste stehe. Inzwischen hat man mich von Sulzbach aus aufgefordert, mich für eine der Kliniken zu entscheiden. Ich dürfe nicht bei zwei Kliniken auf der Warteliste stehen.

    Die Diagnose vom Juli 2019:
    L>R Cornea guttata
    R/L Makropapille

    Beschwerden stabil geblieben. Im Nahen muß Brille abesetzt werden. In die Ferne sehen auch mit Brille schwierig.

    V/A
    R Cornea guttata mit leichter Trübung
    L Cornea guttata mit leichten zentralen Trübungen

    Fundus
    R CDR 0,8 Makropapille
    L CDR 0,8 Makropapille

    Trägt
    L -1,5/-1,0/112"
    R -1,75/-0,5/80"

    Visus c.c.
    R 1,0pp
    L 0,5

    Tensio
    R 15
    L 15

    Objekt. Refr.
    R 1,50/-0,75/101°=0,8
    L -2,25/-0,50/115°=0,4


    Werte vom August 2017

    Visus
    R 1,50/-1,0/112°=1,0pp
    L 1,75/-0,50/80°=0,5 add - 1,0sph=0,80pp, Stl b.n

    Tensio
    R/L 14mmHg appl.
    Fundus CDR 0,8, Makropapille
    Permetrie
    R MD: -5,3 dB
    L MD: -5,4 dB
    HRT Papillenfläche R/L 3,48 mm2 / 3,45 mm2
    Lineare CDR R/L 0,85/0,85
    OCT R/L Makula trocken
    R RNFL Normalbefund
    L RNFL NS außerhalb normaler Grenze, TS grenzwertig, sonst regelrecht.
    Gute Sehschärfe


    Meine Fragen:
    Ist es richtig, daß ich mich schleunigst von einer der beiden Wartelisten zu entfernen habe, bzw. mich umgehend für eine der beiden Kliniken entscheiden muß?
    Ist es gängige Praxis, daß man beim Tausch der untersten Hornhautschicht die Linse mit tauscht?
    Wie kann man mehr über die Qualität/Erfolgsquote der Kiniken erfahren?

    Vielen Dank für Ihre/Eure Einschätzung.
    Hans


  • Re: Hornhauttransplantation mit oder ohne neue Linse?

    Das ist hier wohl das falsche Forum.

    Kommentar


    • Re: Hornhauttransplantation mit oder ohne neue Linse?

      Guten Tag, Hans,
      es ist sicher sinnvoll, wenn Sie nur bei einer Klinik auf der Warteliste stehen (der Fairness halber für die anderen wartenden Patienten).
      Grundsätzlich kann die Hornhautverpflanzung der Endothelzellschicht (DMEK) auch ohne Austausch der Linse erfolgen. Richtig ist, dass eine Eintrübung der Linse in Folge mit größerer Wahrscheinlichkeit eintritt als ohne Operation.
      Beide Kliniken, in denen Sie sich vorgestellt haben, sind renommiert und sollten Sie gut operieren...
      Alles Gute!
      Mit freundlichen Grüßen, Professor Dr. med. A. Liekfeld, FEBO

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