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Neue Zellen im Gehirn?

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  • Neue Zellen im Gehirn?

    Hallo Zusammen,

    ich habe vor kurzem ein 10 Jahre altes Heft "Spektrum der Wissenschaft" (vom 07.07.1999) gefunden mit dem im Betreff bzw. Thema genannten Leitartikel.

    Darin wird nachgewiesen, dass in besonders Parkinson und Alzheimer betreffende Gehirstrukturen Neuronen aus hirneigenen Stammzellen nachwachsen - auch im Erwachsenenalter noch. Wenn es nun gelänge, dieses Nachwachsen zu triggern bzw. zu beschleunigen, wäre das m.E. für unsere Problematik eine Sensation.

    Habe noch nicht weiter recherchiert, was ich aber nachholen werde. Weiß hier vielleicht jemand mehr und warum man von dieser schon 10 Jahre alten Erkenntnis allgemein nichts mehr gehört hat?

    LG
    Egon-Martin


  • Re: Neue Zellen im Gehirn?


    Hallo Egon-Martin,
    aber doch, das steht doch immer wieder in den Meldungen die sich auf irgendwelche neuen eventuellen Heilmethoden beziehen.
    Problem ist glaub ich, dass alle "technischen" oder künstlichen Methoden des Triggerns auch bisher nachteilige Wachstumsförderung gezeigt haben. Da sind die bestimmt noch weit entfernt von einer sicheren Methode.
    Aber natürliche Mittel z.B. wertvolle Lebensmittel oder Essenzen wirken nachweislich, allerdings wahrscheinlich nicht Wunder vollbringend
    Viele Grüße, Flieder

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    • Re: Neue Zellen im Gehirn?


      Hallo Flieder,

      habe mich ungeschickt ausgedrückt. Ich meine nicht diese teuren Stammzellenimplantate, mit denen einigen Firmen werben (und über die ja auch keine ausreichend gesicherten Erkenntnisse vorliegen), sondern das Anstoßen der hirneigenen Produktion. Da hätte ich offengestanden in den letzten 10 Jahren einfach mehr erwartet, als das, was uns erzählt bzw. angeboten wird. Für mich waren diese 10 Jahre einfach irgendwie schockierend angesichts der Tatsache, dass sich z.B. die Leistungsfähigkeit von Computern und anderem technischen Gerät in viel kürzeren Zeiträumen verdoppelt. So weit weg von der Informatik ist das Geschehen in den Zellen ja schließlich auch nicht - wenn auch von anderer Qualität weil Software bzw. Informationsspeicherung hier mit der Hardware (Proteinsynthese - Informationen in der Faltstruktur - durch Lesevorgänge an der DNA, Synapsenwichtung durch Proteinanlagerungen, etc.) quasi zusamenfallen.

      Wir werden wohl auf Durchbrüche der Nanotechnolgie warten müssen.

      Natürlich ist das alles auch sehr reduktionistisch, weil Leben als solches eine andere Qualität darstellt. So wait and see ...

      LG
      Egon-Martin

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      • Re: Neue Zellen im Gehirn?


        Hallo Egon-Martin,
        bin zu müde, um jetzt nochmal zu recherchieren, aber es gab glaube ich einige Substanzen, denen man, zumindest im Mäuse-Versuch doch solche Eigenschaften nachgesagt hat.
        Soweit ich mich erinnere, sogar dem Valproat, wobei ich hier aufhorchte, weil mein Vater das ja jetzt wegen Epilepsie erhält. Und ansonsten ist denke ich das trotzdem ein schwieriges Unterfangen, denn wer sagt denn, dass nicht sowieso der körpereigene Regenerationsprozess neue Zellen schafft... aber die "Krankheit", d.h. die Zerstörung, schneller ist. Tja und dann kommen da auch noch so Probleme auf, wie z.B. Epilepsien, da weiss man ja auch, dass diese an "vernarbten" Stellen auftreten können, d.h. evtl. dort, wo ein Regenerationsprozess stattfindet, dies nur als Beispiel.
        Klar, dass der Wunsch da ist, aber wie du schon andeutest, dann wären wir im Zeitalter in dem man Menschen wohl auch im Ganzen züchten kann....
        Trotzdem verfolgen wir derartige Entwicklungen, und berichte wenn du was liest
        Herzliche Grüße, Flieder

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        • Re: Neue Zellen im Gehirn?


          Sehr geehrter Egon-Martin,

          daran wird geforscht, allerdings noch in sehr frühen Stadien, d.h. im Tiermodell. Davon hören tut man wenig, weil es bisher keinen Durchbruch gab, der einen baldigen Einsatz auch beim Menschen erwarten ließe. Leider.

          Mit freundlichen Grüßen,

          Spruth

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