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Komplizierte Fernbeziehung mit Patchwork

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  • Komplizierte Fernbeziehung mit Patchwork

    Hallo zusammen,
    ich bin seit ca. 5 Jahren in einer neuen Beziehung. Wir beide haben Kinder, die sich relativ gut verstehen. Sie kommt jedes WE (Do-So) aus ihrem Ort zu mir, wir haben gemeinsam eine Wohnung bei mir. Ich habe ein Hobby (Musik machen), an dem sie nur passiv teilnehmen kann und verständlicherweise nicht immer teilnehmen will. Andererseits kann man schlecht Konzerte mittwochs mittags spielen bzw. sich aussuchen wann sie stattfinden.
    Nun beklagt sie sich immer wieder, dass ich zu viel weg bin, dafür lohne sich die Fahrerei nicht, dabei ist es aber auch ihre Wohnung... Sie fühlt sich zuviel allein gelassen und ich komme mir blöd vor, sobald ich eine Terminanfrage habe. Ich habe Spaß an meinen Aktivitäten, aber immer mehr ein schlechtes Gewissen, ob es denn wieder ein Termin zuviel ist oder nicht.
    Wir reden hier über 2-3 Termine im Monat, mal an einem WE, mal verteilt...
    Sie behauptet, das sei nicht normal, das kenne sie nicht aus anderen Partnerschaften. Ich finde es normal, habe aber noch keine empirische Studie dazu erhoben.
    Was meint ihr, liebe Forumswelt?
    LG

    jazzy

  • Re: Komplizierte Fernbeziehung mit Patchwork

    Hi,
    da prallen zwei Beziehungsformen aufeinander.
    Sie möchte es ein bisschen symbiotischer, du brauchst deine Autonomie, was sie vielleicht nicht verstehen kann da dieser Wunsch in ihrer Vorstellung von Beziehung nicht existiert.

    Beide Formen der Beziehung haben ihre Berechtigung, aber beide Formen in einer Beziehung zu vereinen verlangt Kompromisse und vor allem die Bereitschaft dazu.
    D.h. niemand soll immer nur verzichten, nur ein wenig abgeben, dem anderen aber gleichzeitig zugestehen etwas behalten zu können, auch wenn man es selber nicht mag.

    Es ist also nur durch gemeinsamen Austausch zu lösen, in dem sich jeder etwas auf den anderen zu bewegt und vor allem, wo jeder bereit ist den anderen verstehen zu wollen und auch Verständnis für dessen Bedürfnisse aufzubringen.

    Ich finde solche Aktivitäten wie die deine sind es die Beziehungen länger frisch halten können, sofern auch noch genug Zeit für Zweisamkeit bleibt.
    Hockt man immer zusammen, dann nutzt sich alles viel schneller ab, wird Alltag und damit eintönig.
    Es ist aber eben auch eine Frage welcher Beziehungstyp man ist und nicht so einfach dann davon abzuweichen um den anderen nicht einzuengen, wenn aber alles andere stimmt sollte es zu machen sein.
    Da ihr ohnehin schon eine Fernbeziehung habt, ist es natürlich nochmal schwieriger da deine Frau während der Trennung schon auf das Bedürfnis nach deiner Nähe verzichtet, dadurch natürlich noch weniger auf dich verzichten möchte wenn sie dann endlich bei dir ist.

    Schau mal was von deiner Seite her an Kompromissen möglich wäre, ich weiß ja nicht wie frei du in der Auswahl der Auftritte bist.
    Vielleicht einmal im Monat am WE und dafür mehr in der Woche, oder statt Samstags mehr Freitage, dann habt ihr noch das meiste vom WE gemeinsam.
    Da wo es nicht möglich ist umzuplanen, da ist dann die Kompromissbereitschaft deiner Frau gefragt, die du erhöhen kannst indem du in ihr Verständnis für deine Bedürfnisse weckst.

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    Forum-Archive: 2017-09
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