Können diese Medikamente vor Demenz schützen?
Die Angst vor Demenz beschäftigt viele Menschen, besonders mit zunehmendem Alter. Forschende suchen deshalb nach Möglichkeiten, um das Gehirn länger gesund zu halten. Überraschend dabei: Einige bekannte Medikamente könnten das Demenzrisiko senken. Hinweise aus Studien gibt es unter anderem bei Diabetesmedikamenten, Blutdrucksenkern und sogar Impfungen. Was das konkret bedeutet, erfahren Sie hier.
Diabetesmedikamente könnten das Gehirn schützen
Die sogenannte Abnehmspritze und andere Diabetesmedikamente wurden in Studien mit einem geringeren Demenzrisiko in Verbindung gebracht. Forschende vermuten, dass die durch Medikamente gut eingestellten Blutzuckerwerte dazu beitragen könnten, Gefäße und Nervenzellen länger gesund zu halten.
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Möglicher Schutz vor Demenz durch Blutdrucksenker
Ein hoher Blutdruck belastet nicht nur das Herz, sondern auch das Gehirn. Deshalb untersuchen Forschende schon länger, ob bestimmte Blutdruckmedikamente vor Demenz schützen könnten. Hinweise gibt es vor allem für ACE-Hemmer und sogenannte Sartane. Entscheidend scheint zu sein, Bluthochdruck frühzeitig zu behandeln.
Mit Cholesterinsenkern womöglich auch Demenz vorbeugen
Statine schützen Blutgefäße und senken erhöhte Cholesterinwerte. Studien deuten darauf hin, dass sie auch mit einem geringeren Alzheimer-Risiko verbunden sein könnten. Alzheimer ist die häufigste Form unter den Demenzerkrankungen. Andere Untersuchungen fanden dagegen keinen klaren Zusammenhang. Fachleute bewerten die Daten deshalb bisher vorsichtig.
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Können Impfungen das Demenzrisiko senken?
Studien lieferten Hinweise darauf, dass Impfungen, etwa gegen Grippe oder Gürtelrose, mit einem geringeren Risiko für Demenz verbunden sein könnten. Forschende vermuten, dass Impfungen bestimmte Infektionen verhindern und dadurch auch Entzündungsprozesse im Körper verringern, die langfristig das Gehirn belasten. Wissenschaftlich bewiesen ist ein direkter Schutzeffekt bislang aber nicht.
Medikamente ersetzen keinen gesunden Lebensstil
Auch wenn die Forschung Hoffnung macht: Kein Medikament kann Demenz sicher verhindern. Fachleute raten deshalb dringend davon ab, Arzneimittel ohne medizinischen Grund einzunehmen.
Ausreichend Bewegung, gesunde Ernährung, guter Schlaf und die Behandlung von Risikofaktoren wie Diabetes oder Bluthochdruck beeinflussen die Gehirngesundheit oft über viele Jahre hinweg positiv.
Die Angst vor Demenz beschäftigt viele Menschen, besonders mit zunehmendem Alter. Forschende suchen deshalb nach Möglichkeiten, um das Gehirn länger gesund zu halten. Überraschend dabei: Einige bekannte Medikamente könnten das Demenzrisiko senken. Hinweise aus Studien gibt es unter anderem bei Diabetesmedikamenten, Blutdrucksenkern und sogar Impfungen. Was das konkret bedeutet, erfahren Sie hier.
- Underwood, B. R. et al.: Data-driven discovery of associations between prescribed drugs and dementia risk: A systematic review: https://alz-journals.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/trc2.70037 (Abruf: 05/2026)
- Online-Informationen der Pharmazeutischen Zeitung: Geringeres Demenzrisiko durch diese Arzneimittel: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/geringeres-demenzrisiko-durch-diese-arzneimittel-153070/ (Abruf: 05/2026)
- Online-Informationen der New York Times: 4 Drugs That May Increase Your Dementia Risk: https://www.nytimes.com/2026/04/22/well/mind/medications-dementia-risk-increase.html (Abruf: 05/2026)
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