Praluent 75 mg/ -150 mg Injektionslösung in einem Fertigpen

Hersteller: sanofi-aventis
Wirkstoff: Alirocumab
Rezeptpflichtig

Hinweis

Der Artikel wurde vom Anbieter vom Markt genommen. Sollte dies aus wirtschaftlichen Gründen geschehen sein, ist das Präparat meist noch eine Weile aus Restbeständen erhältlich.

Wirkung

Praluent 75 mg/ -150 mg Injektionslösung in einem Fertigpen enthält den Wirkstoff Alirocumab.

Alirocumab wird, begleitend zu einer Diät, zur Behandlung von Erwachsenen mit Fettstoffwechselstörungen unbekannter Ursache eingesetzt. Diese Fettstoffwechselstörungen können ein erblicher oder nicht-erblicher Cholesterin-Überschuss sein, aber auch überhöhte Werte verschiedener Blutfette (Cholesterin und Triglyceride).

Im Allgemeinen wird Alirocumab zusätzlich zu Statinen und anderen blutfettsenkenden Maßnahmen eingesetzt, wenn Patienten mit schon hochdosierter Statin-Therapie nicht die gewünschten Blutfettwerte erreichen. Verträgt ein Patient keine Statine oder dürfen sie nicht gegeben werden, kann Alirocumab auch alleine oder in Kombination mit anderen blutfettsenkenden Maßnahmen zur Anwendung kommen.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Alirocumab sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Monoklonale Antikörper, zu welcher der Wirkstoff Alirocumab gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • erblicher und nicht-erblicher Cholesterinüberschuss - in Kombination mit einem Statin und Diät
  • Überschuss an Cholesterin und Triglyceriden - in Kombination mit einem Statin und Diät
  • erblicher und nicht-erblicher Cholesterinüberschuss - als alleinige Therapie, wenn Statine nicht möglich sind
  • Überschuss an Cholesterin und Triglyceriden - als alleinige Therapie, wenn Statine nicht möglich sind
  • erblicher und nicht-erblicher Cholesterinüberschuss - in Kombination mit anderen blutfettsenkenden Therapien, wenn Statine nicht möglich sind
  • Überschuss an Cholesterin und Triglyceriden - in Kombination mit anderen blutfettsenkenden Therapien, wenn Statine nicht möglich sind

Dosierung

Vor Beginn einer Behandlung mit dem Medikament müssen erkennbare Ursachen der Fettstoffwechselstörungen wie eine Nierenfunktionsstörung oder eine Schilddrüsenunterfunktion ausgeschlossen werden.

Die empfohlene Dosis zu Anfang der Therapie beträgt eine 75-Milligramm-Spritze einmal alle zwei Wochen. Das Medikament wird auschließlich unter die Haut gespritzt. Bei Patienten mit besonders starken Fettstoffwechselstörungen kann der Arzt auch mit der Dosierung einer 150-Milligramm-Spritze alle zwei Wochen beginnen.

Danach wird der Arzt die Dosierung je nach Behandlungserfolg individuell einstellen. Das Ziel ist die niedrigste für die gewünschte Blutfettsenkung erforderliche Dosis.

Die Injektion kann vom Patienten nach entsprechender Unterweisung selbst vorgenommen werden. Wenn eine Dosis vergessen wurde, sollte sie so bald wie möglich nachgeholt werden. Die Behandlung ist dann zwei Wochen nach dem Tag, an dem die Dosis vergessen wurde, fortzusetzen.

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

  • Saccharose
  • Histidin
  • Polysorbat 20
  • Wasser für Injektionszwecke

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen:
Beschwerden im Bereich der oberen Atmewege (Nase, Rachen), Juckreiz, Reaktionen an der Injektionsstelle (Rötung, Schmerz).

Seltene Nebenwirkungen:
Überempfindlichkeit, allergische Blutgefäßsschwellung, Nesselsucht, rundfleckiger Ausschlag.

Besonderheiten:
Kommt es zu schwerwiegenden allergischen Reaktionen, muss die Behandlung mit Alirocumab beendet werden.

Wechselwirkungen

Da es sich bei Alirocumab um ein biologisches Arzneimittel handelt, beeinflusst es den Stoffwechsel anderer Wirkstoffe nicht.

Gegenanzeigen

Bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff darf Alirocumab nicht eingesetzt werden.

Bei Patienten mit einer schweren Einschränkung der Nierenfunktion ist der Wirkstoff nur mit Vorsicht anzuwenden. In klinischen Studien war nur eine sehr begrenzte Anzahl von Patienten mit einer schweren Nierenfunktionsstörung beteiligt. Vorsicht gilt auch bei Patienten mit einer schweren Leberfunktionsstörung, weil solche Fälle nicht in Studien untersucht wurden.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Bisher gibt es keine Erfahrungen mit der Anwendung von Alirocumab bei Schwangeren. Der Wirkstoff ist ein Eiweiß und kann daher vermutlich durch den Mutterkuchen zum Kind gelangen. Tierexperimente zu den möglichen Folgen sind widersprüchlich. Daher wird die Anwendung während der Schwangerschaft nicht empfohlen, es sei denn, der Zustand der Mutter macht eine Behandlung unbedingt erforderlich.

Es ist nicht bekannt, ob Alirocumab in die Muttermilch übergeht. Andere, natürliche Antikörper gehen in die Muttermilch über, insbesondere in die Erstmilch. Während dieser Zeit sollte Alirocumab bei stillenden Frauen nicht eingesetzt werden. In der weiteren Stillzeit ist die Aufnahme voraussichtlich gering. Da die Auswirkungen auf das gestillte Kind unbekannt sind, wird der Arzt sorgfältig abwägen, ob das Stillen oder die Behandlung zu unterbrechen ist.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Alirocumab bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist bisher noch nicht erwiesen.

Warnhinweise

  • Das Medikament ist bei zwei bis acht Grad Celsius im Kühlschrank zu lagern, darf aber nicht eingefroren werden.
  • Der Pen oder die Spritze ist im Umkarton aufzubewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
  • Das Medikament darf nicht mit anderen gemischt werden.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.


Vergleichbare Medikamente

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über Praluent 75 mg/ -150 mg Injektionslösung in einem Fertigpen sowie weitere Medikamente mit dem Wirkstoff Alirocumab (ggf. auch Generika).

Medikament
Darreichungsform

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.